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Leistenbruch - Ursache, Diagnostik und Therapie

Der Leistenbruch (Leistenhernie) weist unter allen Hernien die mit Abstand größte Häufigkeit auf: 75 Prozent aller Brüche entstehen an der Leiste. Dabei kommt es durch eine Lücke der Bauchdecke im Bereich der Leiste zu einem Durchtritt des Bauchfells und eventuell der Baucheingeweide. Dies macht sich meist durch eine sichtbare Vorwölbung, manchmal aber auch nur durch Schmerzen oder durch ein Ziehen im Bereich des Hodensackes oder in den Schamlippen bemerkbar. Männer sind mit 80 Prozent aller Leistenhernien am häufigsten betroffen, aber auch Frauen können darunter leiden, dann häufig in Form der sogenannten Schenkelhernie.

Ursachen

Der Leistenbruch kann entweder angeboren oder erworben sein. Ein angeborener Bruch kommt bei bis zu 3 Prozent aller Kinder vor, da hat sich das Bauchfell während der Embryonalphase nicht ausreichend verschlossen hat. Meistens – bei 60 Prozent aller Betroffenen – entsteht der Leistenbruch in der rechten Leiste. In 90 Prozent der Fälle sind Männer betroffen. Die Entstehung eines Leistenbruchs wird durch eine Bindegewebsschwäche (Kollagenmangel), verbunden mit einem erhöhten Bauchinnendruck (z. B. durch Übergewicht, Husten, Heben, Schwangerschaft, Pressen beim Stuhlgang bei chronischer Verstopfung) begünstigt. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn Teile des Darms eingeklemmt werden. Dann liegt ein Notfall vor, der zu einem Darmverschluss und zu einer Bauchfellentzündung führen kann.

Diagnostik

Ein Leistenbruch kann von einem erfahrenen Chirurgen meist allein durch die körperliche Untersuchung festgestellt werden. Weitere Untersuchungen, wie die Sonographie oder Kernspintomographie können ergänzend genutzt werden.

Therapie

Die Behandlung des Leistenbruches erfolgt grundsätzlich durch eine Operation, da keine Erfolg versprechenden nicht-operativen Therapieformen existieren. Bei der Operation wird die Bruchlücke in der Bauchdecke verschlossen und das Gewebe per Naht verschlossen oder zusätzlich durch ein Netz stabilisiert. Dafür stehen mehrere Operationsmethoden zur Verfügung. Die Operation erfolgt „endoskopisch“ bzw. „laparoskopisch“. In der Regel wird zur Verstärkung der Leistenkanalhinterwand ein Kunststoffnetz eingebracht, da reine Nahtverfahren nicht die gleiche Zuverlässigkeit und Stabilität bieten.

Welches Verfahren für Sie das Beste ist, wird gemeinsam mit Ihnen in einem ausführliches Vorgespräch geklärt. Denn bei der Leistenhernienchirurgie betrachten wir jeden Patienten individuell, sodass es kein Standardverfahren gibt, das für jeden Patienten „passt“. Individuelle maßgeschneiderte Behandlungen („tailored approach“) sind bei uns Standard.

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