Gesichtskorrekturen

Unser Gesicht lässt sich nicht verstecken und sollte nicht verborgen werden – es ist zentral für unsere Zufriedenheit, unser Selbstbewusstsein und unser Auftreten. Als störend oder belastend empfundene Formen oder Alterserscheinungen im Gesichtsbereich haben daher eine besondere Bedeutung. Mit verschiedenen modernen Operationstechniken und Behandlungen kann die plastisch-ästhetische Chirurgie hier helfen. Unsere Experten sind für Sie da, wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Nasenkorrektur

Mit einer Nasenkorrektur (medizinisch: „Rhinoplastik“) korrigieren wir operativ die äußere Form der gesamten Nase oder zum Beispiel auch nur der Nasenspitze oder des Nasenrückens. Besteht eine Fehlproportion zwischen Nasengröße und Gesicht – passt sich die Nase mit ihrer Größe und Form also nicht harmonisch in das Gesicht ein – kann eine operative Nasenkorrektur sinnvoll sein. Bei einer schiefen Nase findet sich oftmals auch eine Verformung der Nasenscheidewand, die mit einer Atembehinderung einhergeht und im Zuge des Eingriffs mit korrigiert wird.

Das Ergebnis der Korrekturoperation ist immer von den individuellen Voraussetzungen unserer Patienten abhängig – eine realistische Planung und ein individuelles Aufklärungsgespräch sind uns daher sehr wichtig. Gern beraten wir Sie ausführlich und besprechen mit Ihnen die in Ihrem Fall möglichen Ergebnisse anhand moderner Computersimulationen.

Das Operationsverfahren

Nasenkorrekturen führen wir grundsätzlich in Vollnarkose durch, der Klinikaufenthalt beträgt meist nur eine Nacht zur Überwachung.

Bei der sogenannten geschlossen Rhinoplastik setzen wir ausschließlich Schnitte im Inneren der Nasenflügel und innen an der Nasenscheidewand, die äußerlich nicht sichtbar sind. Bei der sogenannten offenen Rhinoplastik, die in der Mehrheit aller Fälle durchgeführt wird, erfolgt der Zugang hingegen über einen winkelförmigen Schnitt im Bereich des Nasensteges. Durch die sehr schnelle Wundheilung und außerordentlich feine Narbenbildung in diesem Bereich ist häufig bereits wenige Wochen nach der Operation nur noch eine sehr zarte, strichförmige Narbe sichtbar.

Die Korrekturen am knöchernen Nasengerüst, am Knorpelgerüst und an der Schleimhaut führen wir individuell auf Basis der detaillierten Operationsplanung durch. Dabei können wir mit kleinen Veränderungen häufig bereits ein deutlich feineres Aussehen der Nase erreichen. Sehr große Nasen oder störende Höcker erfordern komplexere Operationen bis hin zu einer kompletten Neuformung des Stützgerüstes mit Höckerabtragungen und Begradigungen. Nachdem wir die neugeformten Knorpelstrukturen fixiert haben, verschließen wir die Schnitte primär mit selbstauflösendem Nahtmaterial. Um eine starke Schwellung der Schleimhaut zu vermeiden, bringen wir abschließend Schaumstofftamponaden in die Nase ein. Außerdem stabilisieren wir das Operationsgebiet durch einen mehrschichtigen Pflaster- und Gipsverband, der mit einer Kopfbandage fixiert wird.

Die Nachbehandlung

Ihr Klinikaufenthalt beträgt 1 bis 2 Tage. Nach der Operation kann es sein, dass eine Schwellung im Gesichtsbereich auftritt, die mit einem leichten Spannungsgefühl verbunden sein kann. Diese Schwellung ist 1 bis 2 Tage nach dem Eingriff am stärksten und bildet sich dann innerhalb von 1 bis 2 Wochen wieder zurück. Eventuell kommt eine bläuliche Verfärbung im Operationsgebiet hinzu, die jedoch mit Make-up überschminkt werden kann. Die Wundsekretschläuche entfernen wir bereits am Entlassungstag, die Fäden nach spätestens 14 Tagen. Häufig kommt es direkt nach der Operation zu einem Taubheitsgefühl an Wangen und Kinn, das sich aber innerhalb der ersten 14 Tage, manchmal mit leichtem Kribbeln, zurückbildet. Auch tastbare Unebenheiten im Wangenbereich sind normal und bilden sich im Heilungsverlauf innerhalb weniger Wochen zurück.

Für mindestens eine Woche sollten Sie sich körperlich schonen, Sport treiben sollten Sie erst nach ca. 4 Wochen wieder. Für einige Monate sollten Sie außerdem direkte Sonne im Narbenbereich vermeiden und diesen gegebenenfalls mit einem Sunblocker schützen.

Erfolgsaussichten

Nasenkorrekturen sind komplexe, differenzierte Eingriffe mit vielfältigen Variationen und enormem Potential für ästhetische Verbesserungen. Daher ist uns eine detaillierte Beratung unserer Patienten inklusive einer Computersimulation des Operationsergebnisses sehr wichtig. Ihre Fragen und Wünsche besprechen wir ausführlich und gerne mit Ihnen.

 

Facelift

Unter einem Facelift verstehen wir verschiedene Operationstechniken, mit denen wir eine Gesichtsstraffung und eventuell eine Halsstraffung durchführen. Mit der Operation erreichen wir eine optische Verjüngung und mehr Frische für Ihr Gesicht. Hierfür werden die altersbedingte Erschlaffung des Hautmantels und der Muskulatur sowie die Verlagerung und das Absacken der Fettdepots im Wangen- und Halsbereich korrigiert.

In Frage kommt ein Facelift für Patienten, die sich an der zunehmenden Erschlaffung ihres Gesichtsbereichs stören. Diese hat Falten im Mundwinkel-/Kinnbereich, eine fehlende Kinn- und Kieferwinkeldefinition beziehungsweise ein Doppelkinn oder auch eine starke Faltenbildung im Halsbereich zur Folge. Neben dem Alter spielen hierfür die genetische Veranlagung sowie äußere Faktoren (häufige, lange Sonneneinstrahlung, übermäßiges Rauchen oder auch Fehlernährung) eine Rolle. Um die für Sie optimale Operationstechnik festzulegen, analysieren wir zunächst Ihre Gesichtspartien und deren Zusammenspiel und planen auf dieser Basis Ihre Operation. Sofern bei Ihnen ausgedehnte Vor-Operationen stattgefunden haben oder Sie Narbenbildungen im Wangenbereich aufweisen, raten wir von einer Gesichtsstraffung ab. Auch starker Nikotinkonsum spricht gegen den Eingriff, da es hierdurch zu massiven Wundheilungsstörungen kommen kann.

Das Operationsverfahren

Eine Gesichtsstraffung führen wir immer in Vollnarkose durch. Ihr Klinikaufenthalt beträgt 1 bis 2 Tage. Nach erfolgtem Schnitt (verlaufend ca. 3 bis 5 cm im Schläfenbereich, vor dem Ohr entlang, bogenförmig um das Ohrläppchen und im unteren Haaransatz im Nackenbereich endend) lösen wir den Hautmantel. Im Anschluss verankern wir die sogenannte „SMAS“-Schicht (= innere Fixierungsschicht für Mimikmuskulatur und Fettdepots) neu und fixieren dies mit einer Straffung der Wangenschichten. Auf diese Weise befestigen wir das Bindegewebe und die Muskulatur an ihrem ursprünglichen Platz und erreichen eine langfristige Straffung. Bei einem starken Doppelkinn kann ein kleiner zusätzlicher Schnitt in der Kinnfalte erforderlich sein, um eine innere Muskelraffung oder auch Fettausdünnung vorzunehmen. Nach der „inneren Gesichtsstraffung“ entfernen wir den überschüssigen Hautmantel, legen zwei Wundsekretschläuche ein und verschließen die Schnitte mehrschichtig und spannungsfrei mit feinem Nahtmaterial. Abschließend legen wir Ihnen einen weichen Kopfverband an.

Die Nachbehandlung

Ihr Klinikaufenthalt beträgt ein bis zwei Tage. Nach der Operation kann es zu einer Schwellung im Gesichtsbereich verbunden mit einem leichten Spannungsgefühl kommen. Diese Schwellung erreicht nach ein bis zwei Tagen ihren Höhepunkt und bildet sich dann innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder zurück. Eventuell kommt eine bläuliche Verfärbung im Operationsgebiet hinzu, die jedoch mit Make-up überschminkt werden kann. Die Wundsekretschläuche entfernen wir bereits am Entlassungstag, die Fäden nach spätestens am vierzehn Tagen. Häufig kommt es direkt nach der Operation zu einem Taubheitsgefühl an Wangen und Kinn, das sich aber innerhalb der ersten vierzehn Tage, manchmal mit leichtem Kribbeln, zurückbildet. Auch tastbare Unebenheiten im Wangenbereich sind normal und bilden sich im Heilungsverlauf innerhalb weniger Wochen zurück.

Für mindestens eine Woche sollten Sie sich körperlich schonen, Sport treiben sollten Sie erst nach ca. vier Wochen wieder. Für einige Monate sollten Sie außerdem direkte Sonne im Narbenbereich vermeiden und ihn ggf. mit einem Sunblocker schützen.

Erfolgsaussichten

Die komplexen, individuellen Facelift-Eingriffe können Altersveränderungen im Gesichtsbereich mehrschichtig korrigieren und so einen deutlich „frischeren“ Gesichtsausdruck bewirken. Der „Verjüngungseffekt“ liegt bei ca. 10 Jahren. Das Ergebnis ist ebenfalls ca. 10 Jahre sichtbar. Wir besprechen das für Sie angeratene Vorgehen gerne mit Ihnen – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Die Halsstraffung

Bei einer Halsstraffung entfernen wir überschüssiges, teils überhängendes Haut- und Unterhautfettgewebe im Halsbereich. Häufig straffen wir bei diesem Eingriff auch die äußere Halsmuskulatur („Platysma“), was den im Alterungsprozess verschwundenen Kinn-Hals-Winkel wiederherstellt. Bei Bedarf können wir ergänzend Fett unterhalb des Kinns oder im Übergang zum Kieferwinkel absaugen.

Wenn Sie sich – zum Beispiel aufgrund einer genetischen Veranlagung zum Doppelkinn – eine isolierte Verjüngung des Kinn-Hals-Bereichs ohne größere Gesichtsstraffung wünschen, ist die Halsstraffung besonders für Sie geeignet. Insbesondere bei älteren Patienten empfiehlt sich die Kombination aus Fettabsaugung, Straffung und chirurgischer Entfernung des Hautüberschusses.

Wann ist eine Halsstraffung nicht empfehlenswert?

Sofern Sie eine dramatische Gewichtsreduktion anstreben, sollten Sie die Halsstraffung erst nach Erreichen Ihres Wunschgewichts durchführen lassen, da durch eine große Gewichtsreduktion der mit der Operation erzielte Straffungseffekt wieder verloren gehen kann. Darüber hinaus sprechen schwerwiegende internistische Erkrankungen und massives Übergewicht gegen eine operative Halsstraffung.

Das Operationsverfahren

Die Halsstraffung erfolgt entweder im Dämmerschlaf oder wird in Vollnarkose durchgeführt. Bei einem mäßigen Hautüberschuss und einer guten Hautelastizität genügt ein etwa 3 bis 4 Zentimeter langer Schnitt knapp hinter der Kinnfalte. Über diesen Zugang raffen wir die auseinandergewichenen und erschlafften Halspartien (Platysmastränge). Um Kinn und Hals weiter zu konturieren und auszudünnen, führen wir eine Fettabsaugung durch. Einen starken Hautüberschuss entfernen wir direkt über einen winkelförmigen Narbenverlauf beginnend unterhalb des Kinns. Die Narbe verläuft dann im Zick-Zack bis zum Ende des Hautüberschusses. Nach der Operation legen wir Ihnen eine Kinn-Kompressionsbandage an, die Sie die ersten 7 Tage konsequent durchgehend tragen müssen. Danach tragen Sie die Kompressionsbandage nur nachts für weitere 3 bis 4 Wochen.

Die Nachbehandlung

Eine Entfernung der Fäden ist in der Regel nicht nötig, da wir meist selbstauflösendes Fadenmaterial verwenden. Verbandswechsel und Befundkontrollen führen wir alle 4 bis 5 Tage durch. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, Ihren Oberkörper nachts hoch zu lagern, um den Lymphabfluss zu verbessern und das Abschwellen zu fördern. Während der ersten 6 Monate nach der Operation vereinbaren wir mit Ihnen weitere Kontrolltermine, um den Heilungsverlauf zu beobachten und damit Sie auch nach dem Eingriff bestmöglich versorgt sind.

Erfolgsaussichten

Mit einer Halsstraffung können wir eine neue Definition des Kinn-Hals-Winkels und so häufig eine maßgebliche Verjüngung erreichen. Gerne beraten wir Sie persönlich in einem ausführlichen Informationsgespräch.

 

Lidstraffungen

Ohrkorrektur

Bei der Ohrkorrektur („Anthelixplastik“) legen wir abstehende Ohren (sogenannte Segelohren) an und verkleinern bei Bedarf überproportional große Ohrläppchen. Dies passiert oftmals schon im Kindesalter, um Hänseleien und dadurch entstehende psychische Beeinträchtigungen zu vermeiden. Generell können „Segelohren“ jedoch in jedem Alter angelegt werden.

Das Operationsverfahren

Während der Operation formen und fixieren wir den Knorpel neu. Dies geschieht über einen feinen Schnitt in der Umschlagsfalte auf der Rückseite der Ohrmuschel. Auf diese Weise ist der Schnitt gut verdeckt und später nicht sichtbar. Bei der Operation legen wir das Knorpelgerüst frei und schwächen es durch eine feine Ritztechnik so, dass wir den Knorpel in die gewünschte Form bringen können. Danach setzen wir eine zusätzliche Fixierungsnaht an der Rückseite der Ohrmuschel, verschließen den Schnitt an der Ohrrückseite mit einer fortlaufenden Naht und bringen kleine Fettgazeröllchen in die neugeschaffenen Vertiefungen ein. Diese stabilisieren die neue Knorpelform und verhindern, dass ein Bluterguss zwischen Haut und Knorpelgerüst entsteht. Abschließend legen wir unseren Patienten einen zirkulären Kopfverband an, der die empfindlichen Ohren schützt. Nach einer Woche kann dieser wieder entfernt werden. Im Vorfeld der Operation besprechen wir das Vorgehen umfassend mit Ihnen und wir beantworten Ihre diesbezüglichen Fragen.

Die Nachbehandlung

Eine erste Kontrolluntersuchung erfolgt am Tag nach der Operation in Kombination mit einem Verbandswechsel. Die Kontrolluntersuchungen setzen wir dann im Abstand von ca. 3 bis 4 Tagen fort. Ca. eine Woche nach der Operation entfernen wir die Naht hinter dem Ohr, nach ca. 2 bis 3 Wochen die Fettgazeröllchen in den neugeschaffenen Falten der Ohrmuschel. Der Kopf sollte für mindestens eine Woche auch nachts hochgelagert werden, um den Rückgang der Schwellung zu fördern. Um die empfindlichen Ohren vor Druckstellen zu schützen, sollte für ca. 6 Wochen nachts ein Stirnband getragen werden. Für die Dauer von 2 bis 3 Monaten führen wir regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch, um die Narbenheilung zu begutachten.

Erfolgsaussichten

Durch eine Ohrkorrektur können wir deutliche ästhetische Verbesserungen erzielen: Das Gesicht erscheint harmonischer und proportionierter. Da die Operation häufig zu einer Gefühlsminderung beziehungsweise zu einer geringeren Hitze-/Kälteempfindlichkeit der Ohren führt, sollten Sie vor allem direkt nach der Operation auf einen konsequenten Sonnen-/Kälteschutz achten.

Unsere Experten möchten Sie bestmöglich behandeln und sind für Ihre Fragen und Wünsche da.

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