Dialysezugänge (Shuntchirurgie, Dialysekatheter-Anlage)

Bei ausgeprägten Nierenfunktionsstörungen oder dem vollständigen Verlust der Nierenfunktion ist eine regelmäßige Blutwäsche („Dialyse“) erforderlich. Hierzu sind verschiedenen Verfahren etabliert. Am häufigsten erfolgt die Dialyse über Katheter oder über einen sogenannten „Shunt“. Der Shunt stellt eine Direktverbindung (arterio-venöse Fistel) zwischen einer Schlagader (Arterie) und eine (das Blut zum Herzen zurücktransportierenden) Vene dar. Diese Direktverbindung wird in der Regel am Unter- oder Oberarm operativ angelegt und stellt die „Lebensader“ von Dialysepatienten dar.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Der behandelnde Internist und Spezialist für Nierenerkrankungen („Nephrologe“) stellt in der Regel die Indikation für die 1) Notwendigkeit zur Dialyse und 2) für das Dialyseverfahren. Sofern ein Shunt angelegt werden soll, erfolgt die Vorstellung beim Gefäßchirurgen. Im Rahmen einer gründlichen Untersuchung der Armgefäße (Arterien und Venen) kann durch den erfahrenen Behandler festgelegt werden, welche Gefäße für eine Shuntanlage geeignet sind. Dabei muss berücksichtigt werden, das nach Anlage des Shunt leider häufig Probleme auftreten (Verengung im Bereich der Verbindungs- und Punktionsstellen), die im weiteren Verlauf eine Reihe von Folgeeingriffen notwendig machen können.

 

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Es besteht eine hohe Spezialisierung unserer Klinik für die Anlage und Korrektur von Dialysezugängen. Neben der primären Erstanlage der sogenannten „Arteriovenösen Fistel“, bieten wir auch komplexe Rekonstruktionsoperationen bei mehrfachen voroperierten Patienten an (geplant oder im Notfall bei Verschluss) durchgeführt. Auch Patienten mit Durchblutungsstörungen der Hand des Shuntarms können wir in der Regel ein effektives Behandlungskonzept anbieten.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Die Funktion des Shunts wird in der Regel vom behandelnden Dialysearztes überwacht. Bei Dialyseproblemen können Störungen in der Regel sehr leicht durch eine Ultraschalluntersuchung zugeordnet bzw. lokalisiert werden. In Ausnahmefällen ist hierzu eine Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel erforderlich („Shunt-Angiografie“). Um einem Shuntverschluss vorzubeugen erfolgt dann meist rechtzeitig die Vorstellung in einem Shuntzentrum. Nicht alle Störungen (z.B. Verengung) erfordern eine erneute Operation. Ein Teil der Probleme kann auch mittels einer Katheteruntersuchung durch Ballonaufweitung/Gefäßwandstütze behoben werden.

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