Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt im Oberbauch angrenzend an Magen und Zwölffingerdarm (erster Abschnitt des Dünndarms). Sie bildet verschiedene Substanzen, die für die Verarbeitung der Nahrung (vor allem Fette und Eiweiße) im Darm von entscheidender Bedeutung sind. Zudem wird in speziellen Gebieten der Bauchspeicheldrüse das für die Regulation des Zuckerstoffwechsels notwendige Hormon Insulin gebildet.

Die häufigsten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüsen sind folgende:

  • Akute und chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Bösartige Bauchspeicheldrüsentumoren (Pankreaskarzinom)
  • Zystische Bauchspeicheldrüsenläsionen (zystische Tumoren, Pseudozysten)
  • Diabetes mellitus Typ 1 (=autoimmunologische Zerstörung der insulinprodu-zierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse)

Während eine akute Pankreatitis sich durch plötzlich einsetzende, meist heftigste Schmerzen im Oberbauch (häufig gürtelförmig und in den Rücken ausstrahlend) unmittelbar bemerkbar macht, sind Tumorerkrankungen oder chronische Entzündungen oftmals erst spät durch eine Unterfunktion des Organs oder eine Abflussstörung der Verdauungssäfte zu erkennen. Symptome sind dann anhaltende Durchfälle, Appetit- und Gewichtsverlust, das Auftreten einer Gelbsucht (sog. Verschlussikterus) und dumpfe Oberbauchschmerzen.

In unserer Abteilung können alle Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zügig und differenziert diagnostiziert werden. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Abteilung liegt hierbei im endoskopischen Ultraschall (Endosonographie), der mit hoher Expertise betrieben wird. So können z.B. auch kleine Tumoren frühzeitig erkannt, sowie Ausmaß und Ursache einer Entzündung genau eingeschätzt werden. Die Endosonographie wird hierbei nicht nur diagnostisch (inklusive Feinnadelpunktion), sondern auch therapeutisch (z.B. zur Drainage von Zysten oder Nekrosen) eingesetzt. Jährlich werden in unserer Abteilung über 400 Endosonographien durchgeführt.

Während bei der Therapie schwerwiegender Bauchspeicheldrüsenentzündungen vorwiegend endoskopische Verfahren zum Einsatz kommen, ist bei der Behandlung von Tumorerkrankungen möglichst eine chirurgische Entfernung des Befundes anzustreben. Auch hier kommt die besondere Vernetzung von Gastroenterologen und Viszeralchirurgen innerhalb unserer Abteilung positiv zum Tragen. Diagnostik und Therapie erfolgen aus einer Hand.

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