Harninkontinenzdiagnostik und -therapie

Die Diagnostik und Behandlung von Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden sind seit Jahren ein klinischer Schwerpunkt der Klinik für Gynäkologie.

Expertin an Ihrer Seite

Unsere Klinik verfügt über einen modernen urogynäkologischer Messplatz mit allen Möglichkeiten der modernen Diagnostik. In der Regel greifen wir in Abstimmung mit Ihnen bei Problemen, die auch ohne Operation behandelt und gelöst werden können, zunächst auf konservative, auch medikamentöse Therapien zurück. Bei notwendigen operativen Therapien, können wir alle modernen Operationsverfahren anbieten.

Unser urogynäkologischer Untersuchungsplatz

Sowohl die Harninkontinenz (unfreiwilliger Verlust von Urin) als auch die Senkung der Beckenorgane sind Folgen einer Beckenbodenfunktionsstörung. Sie sind eine weit verbreitete Ursache der Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen. Obwohl in den letzten Jahren ein weitaus offener Umgang mit dem Thema zu verzeichnen ist, teilen sich die Betroffenen oft sehr spät den behandelnden Ärzten mit. Die Dunkelziffer ist nach Einschätzung von Experten doppelt so hoch als die Anzahl behandelter Patientinnen. Viele Frauen reden häufig aus Scham weder mit Freunden und Angehörigen noch mit ihren Ärzten über ihre Probleme und ziehen sich eher aus ihrem sozialen Umfeld zurück.

Betroffen sind nicht nur Frauen mit zunehmendem Alter, sondern auch junge und sportliche Frauen, abhängig von Geburten und der Beschaffenheit des Bindegewebes und der Lebensumstände, Ernährungsgewohnheiten etc.

Die moderne urogynäkologische Medizin kann jedoch unabhängig vom Alter in den meisten Fällen die Beschwerden erheblich lindern, in vielen Fällen sogar komplett beheben. Voraussetzung ist eine ausführliche, nicht belastende und kaum schmerzhafte Diagnostik durch eine/n erfahrene/n Urogynäkologin/en.

Eine weiter Diagnosemöglichkeit ist das Beckenboden-MR (Defäkographie) welches in Zusammenarbeit mit unseren Radiologen durchgeführt wird. Die/der Urogynäkologin/en kann dann mit ihnen entscheiden ob eine konservative Therapie sinnvoll und möglich ist, zum Beispiel eine gezielte Stärkung des Beckenbodens durch spezielle Gymnastik/Physiotherapie, Biofeedback, Elektrostimulation der Beckenbodenmuskulatur, eine Therapie mit Medikamenten und Pessaren, oder ob eine operative Therapie erforderlich ist.

In den letzten Jahren hat es erhebliche Fortschritte auf dem Gebiet der urogynäkologischen Operationen gegeben. Es werden eine Vielzahl von verschiedenen Operationstechniken angeboten, die zum Teil in örtlicher Betäubung auch ambulant durchgeführt werden können.

Wir führen folgende Operationstechniken in unserer Klinik durch:

  • TVT (kleines Bändchen unter der Harnröhre, gelegt hinter dem Schambein)
  • TVT-O (kleines Bändchen unter der Harnröhre, gelegt durch den Beckenboden (Fossa obturatoria)
  • Kolpofixation nach Amreich-Richter (Fixation des Scheidenendes, von der Scheide aus, an einem Band im Beckenboden (Ligamentum sacrospinale)
  • Laparoskopische oder offene Sacrokolpopexie (Fixierung des Scheidenendes am Kreuzbein mithilfe eines Kunststoffbandes per Bauchspiegelung oder Bauchschnitt
  • Vaginale Plastiken

Wir stehen ihnen jederzeit sehr gerne auch nur zur Beratung in unserer Sprechstunde zu Verfügung. Dazu benötigen wir lediglich einen Einweisungsschein von ihrem Hausarzt oder Frauenarzt.

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