Der Bandscheibenvorfall

Banscheibenvorfall

Bandscheiben sind weiche und elastische Stoßdämpfer unserer Wirbelsäule. Eine gesunde und junge Bandscheibe kehrt aus jeder Verformung wieder zurück in ihren ursprünglichen Zustand. Im Laufe der Zeit verliert die Bandscheibe jedoch Wasser und büßt Elastizität ein. Sie wird platt gedrückt und regeneriert nicht mehr. Bei einem Bandscheibenvorfall schiebt sie sich in den Wirbelkanal vor, dem Raum, in dem das Rückenmark und die Nervenwurzeln verlaufen.

Wir helfen Ihnen bei

  • Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS)
  • Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS)

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Erst eine genaue Diagnose ermöglicht die richtige Behandlungsentscheidung. Wir nutzen folgende klinische und bildgebende Verfahren:

  • Wir beginnen mit einer gründlichen klinisch-neurologischen Untersuchung. Häufig können wir die wahrscheinlichste Ursache Ihrer Beschwerden auf dieser Grundlage dann bereits vermuten. Alle folgenden apparativen Untersuchungen bringen wir immer mit den hier gewonnenen Erkenntnissen in Einklang.
  • Die Magnetresonanztomographie (auch MRT, MR oder Kernspinntomographie), zeigt die Weichteile - also den Bandscheibenvorfall und die Nerven - sehr gut und ist deshalb unsere bevorzugte bildgebende Maßnahme.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Wir entscheiden gemeinsam mit Ihnen, welche Behandlung die für Sie beste ist.

Konservative Behandlung
Solange keine frischen und erheblichen neurologischen Ausfälle vorhanden sind, behandeln wir Bandscheibenvorfälle immer zunächst konservativ, also ohne Operation. Hierbei kommen angepasste Schmerzmittel, die wir in den ersten Tagen meist intravenös verabreichen, sowie Physiotherapie und Krankengymnastik zur Anwendung. Wir beraten Sie ausführlich in täglichen Visiten.

Operative Behandlung
Wenn Lähmungen auftreten und starke Schmerzen eine lange konservative Behandlung verhindern oder wenn nicht-operative Maßnahmen bereits versagt haben, bieten wir Ihnen die Entlastung des betroffenen Nervs mittels einer Operation an.

Ob und welche Operation angebracht ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen. Dabei ist uns wichtig, Sie so umfassend über mögliche Risiken, die Prognose und Erfolgsaussichten zu beraten, dass Sie anschließend die für Sie beste Entscheidung treffen können. Zögern Sie bitte nicht, uns so lange zu befragen, bis alle Ihre Unklarheiten beseitigt sind.

Nach einer Operation können Sie meist schon am selben Tag oder am Tag nach der Operation aufstehen. Wir geben Ihnen eine angepasste Schmerzmedikation, um mögliche Wundschmerzen in Grenzen zu halten. Bei Bedarf können Sie natürlich zusätzliche Medikation erhalten. Eine Entlassung ist in der Regel schon nach drei Tagen möglich.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung

Auch am Entlassungstag führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und informieren Sie über Aspekte, die Sie weiterhin beachten sollten. Sie erhalten einen Brief für Ihren weiterbehandelnden Arzt, in dem diese Empfehlungen neben Ihrer Entlassungsmedikation noch einmal schriftlich festgehalten werden.

In vielen Fällen verwenden wir zum Wundverschluß einen speziellen Kleber . Das bedeutet für Sie, dass keinerlei Nahtmaterial entfernt werden muss. Da dieser Kleber auch wasserfest ist, benötigen Sie keine weitere Wundabdeckung (Pflaster) und können auch gleich am ersten Tag nach der Operation duschen. Ob in Ihrem Fall eine Hautnaht verwendet wurde, und wann und von wem deren Fäden gezogen werden können, besprechen wir mit Ihnen bei Ihrer Entlassung.

In manchen Fällen ist es sinnvoll, eine Anschlussheilbehandlung oder auch eine ambulante Rehabilitation anzustreben. Gemeinsam mit unserem Sozialdienst helfen wir Ihnen gerne, die erforderlichen Anträge an die Kostenträger auszufüllen.Oft ist eine ambulante Physiotherapie, die Ihnen Ihr Hausarzt oder Orthopäde verschreiben können, völlig ausreichend.

In den ersten sechs Wochen nach der Operation sollten Sie das Heben und Tragen schwerer Lasten, Drehbewegungen und übermäßiges Beugen des entsprechenden Wirbelsäulenabschnittes vermeiden.

Sollten Sie bei der Operation Implantate bekommen haben, werden wir mit Ihnen einen Nachuntersuchungstermin in unserer Sprechstunde vereinbaren. Dieser findet in der Regel etwa 6 Wochen nach der Operation statt und wir freuen uns, wenn Sie zu diesem Termin aktuelle Röntgenbilder, soweit vorliegend, zur Verlaufskontrolle mitbringen.

Seite teilen: