Gutartige Brusterkrankungen

Stellen Frauen Veränderungen in der Brust fest oder werden diese ärztlich festgestellt, sind viele Betroffene und ihre Angehörigen sehr besorgt. Doch nicht alle Veränderungen sind gleichbedeutend mit Brustkrebs. Gutartige Erkrankungen des Brustgewebes treten deutlich häufiger auf als bösartige. Unsere Spezialisten stellen Ihre Diagnose sehr präzise und sie sind gerne für Ihre Fragen da.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Auch in der Diagnostik und Behandlung dieser Erkrankungen ist das Team unseres Brustzentrums versiert.

Fibroadenome: In den meisten Fällen, vor allem bei tastbaren Befunden, handelt es sich hierbei um Fibroadenome. Fibroadenome sind gutartige Geschwulste der Brust, die im Wesentlichen aus Bindegewebe bestehen und auch bei jüngeren Frauen häufig auftreten. Diese werden von Patientinnen ab einer bestimmten Größe als störend, schmerzhaft oder kosmetisch brustformverändernd wahrgenommen. In solchen Fällen bieten wir Ihnen nach vorangegangener feingeweblicher Sicherung eine brustschonende operative Entfernung in ambulanter Form an.

Mastopathien: Durch den Einfluss von Östrogenen (weiblichen Hormonen) wird bei einer Masthopathie vermehrt Bindegewebe gebildet, die Brust wird knotig und härter. Bei einer Masthopathie sind engmaschige Kontrollen wichtig, da sich bestimmte Formen bösartig verändern können.

Zysten:  Eine Zyste beschreibt ein mit Flüssigkeit gefülltes, erweitertes Drüsenläppchen der Brust. Zystische Veränderungen können wir in den meisten Fällen unkompliziert punktieren, sei es zu diagnostischen  oder therapeutischen Zwecken.

Lipom: Eine langsam wachsende Fettgeschwulst, die neben der Brust auch an anderen Körperstellen auftreten kann.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Liegen gut zugängliche kleinere, gutartige Befunde wie Fibroadenome, schmerzhafte Mastopathien oder Narbengewebe, bis zu 3 cm vor, führen unsere Experten auch eine vakuumbioptische Entfernung durch: Sie führen unter lokaler (örtlicher) Betäubung der Patientin eine Hohlnadel in das betroffene Gewebe. Mithilfe eines Vakuumsogs befördern sie das Gewebe in die Nadel, trennen es ab und entfernen es. Bei dieser Technik ist keine Narkose nötig. Derzeit gilt dieser Eingriff noch als Selbstzahlerleistung. Sie können jedoch individuell einen Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Die vakuumbioptische Befundentfernung wird über das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ), Dr. Vetter, angeboten. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen dazu haben.

Bei nicht tastbaren, abklärungsbedürftigen Brustveränderungen wie sogenannten B3-Läsionen (einfach ausgedrückt: gutartigen Veränderungen mit unsicherem biologischem Verhalten) führen unsere Fachärzte vor der operativen Entfernung eine ultraschallgestützte oder mammografisch gestützte Markierung durch. Damit stellen wir eine sichere Befundentfernung sicher. Wir sind stolz auf die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Fachkollegen der Radiologie. Dank ihrer tatkräftigen Unterstützung können wir in unserem Brustzentrum Patientinnen die bestmögliche Therapie bieten.

Auch bei entzündlichen Brusterkrankungen, sowohl während als auch außerhalb der Stillzeit, können Sie sich jederzeit bei uns vorstellen. Unsere Spezialisten bieten Ihnen kompetente Beratung und Diagnostik sowie eine individuelle Therapie. Treten bei Patientinnen während der Stillzeit Probleme auf, arbeiten wir Hand in Hand mit den Laktationsberaterinnen/Stillberaterinnen unserer Klinik, um gemeinsam eine optimale Lösung zu finden.

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