Erkrankungen des Enddarms

Der Enddarm (lateinisch rectum) ist der letzte Darmabschnitt. Er besteht aus dem Mastdarm und dem Analkanal. Der Mastdarm speichert den Darminhalt bis zur nächsten Entleerung. Hierzu ist er vom Analkanal durch einen inneren Schließmuskel getrennt. Der Enddarm ist rund 20 Zentimeter lang und damit, verglichen mit dem restlichen Darm, kurz. Mit moderner medizinischer Ausstattung und langjährigen Erfahrungswerten stehen Ihnen unsere Experten mit ihrem Team bei Erkrankungen des Enddarms zur Seite.

Wir helfen Ihnen gerne weiter

Bei allen Erkrankungen des Enddarms helfen unsere Fachärzte Ihnen mit modernen Behandlungsmethoden. Bei einem operativen Eingriff gehen unsere Operateure möglichst minimalinvasiv, also schonend und ohne große Schnitte, vor. Unsere enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Proktologen (Fachärzten für Erkrankungen des Mastdarms) stellt sicher, dass Sie gut vorbehandelt und ambulant weiterversorgt werden. Wir besprechen unsere medizinischen Empfehlungen ausführlich mit Ihnen und klären gemeinsam Ihre Fragen.

Krankheitsbilder

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Blutgefäßpolster, die ringförmig am Übergang vom Enddarm (Rektum) in den Analkanal liegen. Sie stellen die Feinkontinenz sicher, also dass Körperausscheidungen nicht unwillkürlich austreten. Das Gefäßgeflecht ist schwammartig mit Blut gefüllt und dichtet das Rektum ab, sodass nicht unwillkürlich Flüssigkeiten oder Gase austreten. Ein Hämorrhoidalleiden liegt vor, wenn sich das Gefäßgeflecht vergrößert und Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen beim Stuhlgang und Blutungen auftreten. Unter Erwachsenen leiden 80 % an vergrößerten Hämorrhoiden. Vergrößerungen der Hämorrhoiden sind ursächlich auf Probleme bei der Steuerung des Stuhlgangs, Bindegewebsschwäche und zu starkes Pressen beim Stuhlgang zurückzuführen. Durch eine digital-rektale Untersuchung (eine Untersuchung des Enddarms) können unsere Fachärzte ein Hämorrhoidalleiden bestätigen. Hämorrhoiden werden je nach Schweregrad unterschiedlich eingestuft. Je nach Stufe wird die Therapie gewählt. Leichtere Stufen können wir ambulant behandeln. Unseren Operateuren stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, um Hämorrhoiden auch operativ zu entfernen. Für jeden Patienten wählen wir das individuell beste Therapieverfahren aus. Sofern möglich, arbeiten wir minimalinvasiv, also ohne große Schnitte. Dadurch ist der operative Eingriff schonend.

Analfissur

Eine Analfissur ist ein Einriss der Haut am Analkanal. Mediziner unterscheiden zwischen akuten (kurzfristig auftretenden) und chronischen (länger bestehenden) Fissuren. Welche Ursachen zu Analfissuren führen ist noch nicht vollständig erforscht. Vermutlich beeinflussen eine verminderte Durchblutung der Analhaut, eine veränderte Stuhlkonsistenz (Verstopfung oder Durchfall) oder ein erhöhter Spannungszustand der Schließmuskeln die Entstehung von Analfissuren. Typische Symptome sind Schmerzen im Analbereich, insbesondere beim Stuhlgang. Unsere Patienten behandeln wir zunächst möglichst konservativ, also mithilfe von Medikamenten. Liegt eine chronische Fissur vor, so kann eine operative Versorgung angezeigt sein. Diesen Eingriff führen unsere Operateure ambulant und in Kurznarkose durch. Das genaue Vorgehen besprechen wir gemeinsam mit Ihnen. Ihre Fragen beantworten wir gerne und ausführlich.

Analfisteln

Analfisteln sind kleine Gänge, die durch Entzündungen der Proktodealdrüse (Drüsen am Übergang der Dickdarmschleimhaut zum Analkanal) entstehen. Manchmal sind auch kleine Risse in der Analhaut oder Analschleimhaut ursächlich. Analfisteln rufen Juckreiz, Nässen und Schmerzen im Analbereich hervor. Unsere Experten diagnostizieren Analfisteln durch Austasten und mithilfe eines Proktoskops, eines medizinischen, kleinen Metallrohrs. Diese Untersuchung ist schonend und für Sie weitestgehend schmerzfrei. Insbesondere Morbus Crohn-Patienten leiden häufig unter Analfisteln. In solchen Fällen kann das Einlegen einer Langzeitdrainage (das Einführen eines Gummi- oder Glasröhrchens zur Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen) angezeigt sein. So kann das Sekret abfließen und es bilden sich keine Abszesse. Da Fisteln zumeist nicht von selbst abheilen, ist ihre Behandlung besonders wichtig. Bei den meisten Patienten kann die Fistel nach einer operativen Spaltung geheilt werden. Sprechen Sie uns gerne an, sollten Sie weitere Fragen haben – wir erläutern Ihnen diese gern.

Inkontinenz

Etwa 5 % der Deutschen, meist ältere Menschen, leiden an Stuhl-Inkontinenz. Häufige Ursache ist die Abnahme der Muskelmasse im Beckenboden und im Analbereich. Zunächst versuchen unsere Fachärzte konservativ, mithilfe von Medikamenten und Beckenbodentraining, zu behandeln. Meist kann eine Ernährungsumstellung die Fähigkeit, den Stuhl zu halten verbessern. Schlagen konservative Therapien nicht an, können unsere Fachärzte ursachenabhängig verschiedene operative Verfahren nutzen. Ist die Ursache der Inkontinenz die Erkrankung eines Schließmuskels, so können wir diesen operativ mithilfe von körpereigenem Gewebe wiederherstellen oder einen künstlichen Schließmuskel einsetzen. Ist die Inkontinenz aufgrund einer Schädigung der Nervenenden entstanden, die jedoch grundsätzlich noch funktionieren, so setzen wir einen kleinen Schrittmacher in das Gesäß ein, der die Nervenenden anregt. Als letzten Schritt können wir, vorübergehend oder dauerhaft, einen künstlichen Darmausgang legen. Im ausführlichen Gespräch mit Ihnen klären wir Sie umfassend über die einzelnen Möglichkeiten auf. Gemeinsam finden wir die für Sie bestmögliche Behandlung.

Darm-Sprechstunde

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