Wir verschaffen Ihnen Luft zum Atmen

Unsere Lungenexpert:innen sind spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung sämtlicher Lungenerkrankungen. Lernen Sie unsere Pneumologie kennen und vereinbaren Sie bei Beschwerden einen Termin in unserer Sprechstunde. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Ventilimplantation bei COPD – einer chronischen Lungenerkrankung.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – COPD

Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung oder auch COPD (chronic obstructive pulmonary disease) handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Atemwege. Sie ist durch eine fixierte, fortschreitende Verengung der Atemwege und eine gesteigerte Entzündungsreaktion der Bronchien auf Schadstoffe und Krankheitserreger gekennzeichnet. Die COPD kann sich als chronische Bronchitis oder als Überblähung der Lunge (Emphysem) bemerkbar machen.

Der Schweregrad der Erkrankung wird von Stadium I-IV nach der Lungenfunktion eingeteilt – beziehungsweise neuerdings unter Zuhilfenahme weiterer Parameter wie Luftnot und dem Grad der Verschlechterung der Symptome (Exazerbationsrate, siehe unten) den Stadien A-D zugeordnet. Dabei entspricht I beziehungsweise A dem niedrigsten und IV beziehungsweise D dem höchsten Stadium.

Ursachen

Hauptursache der COPD ist das Rauchen. Die Mehrheit aller Patient:innen raucht oder hat in der Vergangenheit geraucht. Üblicherweise bildet sich die COPD nach 40 bis 50 sogenannten pack years, Packungsjahren. Darunter ist die Dosis an Zigaretten zu verstehen, auf die es Raucher:innen bereits gebracht haben und die relevant für das Risiko von raucherassoziierten Krankheiten ist. Wie der Name vermuten lässt, entspricht ein pack year einer Schachtel Zigaretten täglich über ein Jahr. Hat beispielsweise ein Raucher drei Jahre lang zwei Packungen Zigaretten am Tag geraucht, ergibt das sechs Packungsjahre.

Neben dem Rauchen kommen bei COPD noch andere Ursachen in Betracht – wenngleich diese weitaus seltener sind. Genetische Erkrankungen wie zum Beispiel Alpha1-Antitrypsinmangel, früher durchgemachte Infekte (zum Beispiel Tuberkulose) oder berufliche Noxen, also Belastungen (zum Beispiel Staub) können ebenso eine Rolle spielen, kommen allerdings eher in anderen Ländern vor. Beispielsweise begünstigt das hierzulande eher ungebräuchliche Verbrennen von Holz und anderen Materialien zum Kochen oder Heizen diese Lungenkrankheit.

Symptome

Die Symptome der COPD treten in der Regel schleichend auf. Luftnot (Dyspnoe) ist besonders typisch. Während diese in Anfangsstadien nur bei körperlicher Belastung auftritt, plagt sie die Betroffenen in fortgeschrittenen Stadien auch in Ruhe. Außerdem sind Husten, Auswurf, Brustschmerzen, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust und ein Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit Begleiterscheinungen dieser Krankheit.

Im Laufe der Erkrankung verschlimmert sich die Luftnot. Phasen völliger Beschwerdefreiheit wie etwa beim Asthma bronchiale treten bei der COPD nicht auf. Allerdings variiert die Schwere der Symptomatik von Tag zu Tag, das heißt, es gibt gerade in den Anfangsstadien durchaus Tage, an denen nahezu keine Einschränkung vorhanden ist.

Verstärken sich Luftnot, Husten und Auswurf binnen kurzer Zeit, spricht man von einer akuten Verschlechterung – einer sogenannten Exazerbation der COPD. Exazerbationen sind wichtige Ereignisse im Verlauf der COPD, da sie die Lungenschädigung jedes Mal weiter vorantreiben.

Wann sollte ich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Grundsätzlich muss jede Luftnot (Dyspnoe), die ohne erkennbare Ursache längerfristig besteht, ärztlich abgeklärt werden. Die COPD ist eine der häufigsten Ursachen dafür. Weitere Symptome, die Sie zu einer Ärztin oder einem Arzt führen sollten, sind Husten, Auswurf oder Brustschmerzen. Im stabilen Krankheitszustand werden diese Beschwerden in der Regel von Ihren niedergelassenen Ärzt:innen geprüft. Diese leiten eine Behandlung ein oder weisen Sie – je nach Schwere der Erkrankung – stationär ein. 

Im Notfall ist eine stationäre Aufnahme bei uns über die Zentrale Notaufnahme jederzeit möglich – jeden Tag, rund um die Uhr.

Für eine stationäre Abklärung stehen Ihnen unsere Expert:innen immer zur Verfügung.

Wann sollte ich den Rettungsdienst rufen?

Bei starker Luftnot (Dyspnoe), Husten und/oder Auswurf in Ruhe, insbesondere mit weiteren Symptomen wie Schläfrigkeit, Herzrasen oder Schwindel, sollten Sie den Rettungsdienst rufen, da eine akute, schwere Verschlechterung (Exazerbation) der COPD vorliegen kann, die meist stationär behandelt werden muss. Die Erstbehandlung erfolgt dann in der Zentralen Notaufnahme, danach verlegen wir Sie je nach Schwere der Exazerbation auf eine Normal- oder Überwachungsstation.

Was tun wir für Patient:innen mit COPD?

In der Notaufnahme prüfen wir zunächst, ob Lebensgefahr besteht und ob intensivmedizinische Hilfe notwendig ist. Sollte die Lungenfunktion durch die COPD akut so stark eingeschränkt sein, dass eine Unterversorgung mit Sauerstoff (Hypoxämie) oder ein erhöhter Kohlendioxidwert (Hyperkapnie) im Blut nachweisbar sind, ist in der Regel eine Beatmung erforderlich. Meist können wir unsere Patient:innen auf nichtinvasive Weise beatmen, also mit Maske und ohne Intubation. Wir versorgen Sie mit Sauerstoff und Medikamenten, die die Bronchien erweitern. Bei Infekten erhalten sie zusätzlich Antibiotika. Außerdem spielt die Atem- und Physiotherapie eine wichtige Rolle.

Ist die akute Verschlechterung überwunden oder die COPD stabil, überprüfen wir Ihre Lungenfunktion, anhand derer wir die Atemwege beurteilen können. Ein Röntgenbild der Lungen gehört zu den Standarduntersuchungen. Bei spezielleren Fragestellungen veranlassen wir eine Computertomografie – also ein computergestütztes Röntgenverfahren für überlagerungsfreie Bilder. Ob dauerhaft Sauerstoff gegeben werden muss, ergibt eine sogenannte Blutgasanalyse.

Neben der medikamentösen Therapie mit bronchialerweiternden und neuen, entzündungshemmenden Mitteln ist es in ausgewählten Fällen auch möglich, zur Erleichterung des Atmens mithilfe eines Endoskops Luftgeschwulste (Emphyseme) zu verkleinern. Unsere Expert:innen stehen Ihnen für Fragen zu diesem Thema gerne zur Verfügung.

Pneumonie und Pleuritis – was ist das?

„Pneumonie“ ist der medizinische Fachbegriff für eine Lungenentzündung. Im Gegensatz zur einfachen Bronchitis ist bei der Pneumonie das gesamte Lungengewebe betroffen und der Verlauf in der Regel schwerer. Die Pneumonie ist eine der häufigsten Ursachen für eine Einweisung ins Krankenhaus. Pleuritis ist der medizinische Fachbegriff für eine Rippenfellentzündung (Rippenfell = Pleura).

Pneumonien werden heutzutage danach eingeteilt, ob sie zu Hause (ambulant erworbene Pneumonie oder auch community acquired pneumonia, CAP) oder im Krankenhaus erworben worden sind (nosokomiale Pneumonie). Diese Unterteilung ist wichtig für die antibiotische Therapie, da sich das Erregerspektrum der beiden Pneumonieformen deutlich unterscheidet. Daneben spielen Risikofaktoren wie Vorerkrankungen (zum Beispiel Herzinsuffizienz) eine wichtige Rolle für die Behandlung.

Die Pleuritis bezeichnet eine Entzündung des Rippenfells. Dieses umkleidet den Brustkorb von innen und grenzt an das Lungenfell, das die Lunge nach außen hin umschließt. Zwischen Rippen- und Lungenfell existiert unter normalen Bedingungen ein minimaler, mit Flüssigkeit gefüllter Spalt, der ein Gleiten der beiden Häute gegeneinander und somit die Atembewegungen ermöglicht. Bei Entzündungen der Pleura kommt es zu vermehrter Flüssigkeitsabsonderung mit der Ausbildung von Ergüssen innerhalb der Brusthöhle, sogenannten Pleuraergüssen. Eine Pneumonie und eine Pleuritis treten oft gemeinsam auf. Man spricht dann von einer Pleuropneumonie.

Die Behandlung von Patienr:innen mit Pneumonie und Pleuritis bildet einen der Schwerpunkte unserer Abteilung. Mit umfassendem Fachwissen sind wir für Ihre Diagnostik und Therapie da.

Ursachen

Eine Pneumonie wird in der Regel durch Bakterien oder Viren ausgelöst. Pilze oder Parasiten spielen eine untergeordnete Rolle und treten unter anderem bei Patient:innen mit einer Schwächung des Immunsystems auf, beispielsweise bei einer HIV-Infektion oder unter einer Chemotherapie. Das Spektrum möglicher Erreger hängt auch davon ab, ob die Pneumonie zu Hause (CAP) oder im Krankenhaus (nosokomiale Pneumonie) erworben wurde.

Eine Pleuritis kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Bakterien, die eine Pneumonie auslösen, können auch eine Pleuritis verursachen, zumal Pneumonie und Pleuritis oft zusammen auftreten. Auch Viren spielen eine wichtige Rolle. Daneben ist bei einer Pleuritis auch immer an eine Tuberkulose zu denken. Pilze und Parasiten sind in unseren Breitengraden selten die Ursache. Auch Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen als nichtinfektiöse Ursachen können zu einer Pleuritis führen.

Symptome

Es gibt typische und atypische Verläufe einer Pneumonie, die auch als typische und atypische Pneumonie bezeichnet werden. Bei ersterer Form treten hohes Fieber, Husten mit eitrigem Auswurf, Luftnot, Brustschmerzen und ein starkes allgemeines Krankheitsgefühl auf. Die Symptomatik beginnt in der Regel akut, das heißt innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen. Bei der atypischen Form kommt es zu erhöhter (subfebriler) Temperatur, Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen sowie – wenn auch vergleichsweise seltener – zu trockenem Husten und Luftnot. Wichtig ist zu wissen, dass sich eine Pneumonie im hohen Lebensalter völlig untypisch äußern kann, beispielsweise nur durch Schwäche, Schläfrigkeit oder Verwirrtheit.

Die Pleuritis führt zu starken atemabhängigen Brustschmerzen und weiteren Symptomen wie Fieber und Husten. Kommt es bei einer Pneumonie zu Brustschmerzen, so ist in der Regel von einer begleitenden Pleuritis auszugehen, sogenannter Pleuropneumonie.

Wann sollte ich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Bei typischen Symptomen einer Pneumonie wie Fieber, Luftnot oder Husten mit Auswurf sollten Sie schnellstmöglich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Auch länger anhaltende grippale Beschwerden mit Husten und Luftnot oder atemabhängige Brustschmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden. Meist übernehmen das Ihre niedergelassenen Ärzt:innen. Diese werden eine Behandlung einleiten oder bei schweren Fällen eine stationäre Einweisung veranlassen. Im Notfall ist eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus jederzeit bei uns über die Zentrale Notaufnahme möglich – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Für eine stationäre Abklärung stehen wir Ihnen natürlich auch immer zur Verfügung.

Wann sollte ich den Rettungsdienst rufen?

Bei starker Luftnot, Husten mit eitrigem Auswurf und hohem Fieber unter anderem in Verbindung mit weiteren Symptomen wie atemabhängigen Brustschmerzen, Herzrasen, Schwindel oder Müdigkeit, sollte der Rettungsdienst gerufen werden, da eine schwere, lebensbedrohliche Pneumonie vorliegen kann und die Gefahr einer Blutvergiftung (Sepsis) besteht. Die Erstbehandlung erfolgt in der Zentralen Notaufnahme und dann je nach Schwere der Pneumonie auf einer Normal- oder Intensivstation.

Im Zweifel immer:  112

Was tun wir für Patient:innen mit Pneumonie und Pleuritis?

Nach der Aufnahme wird zunächst geprüft, ob eine lebensbedrohliche Situation vorliegt und ob eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich ist.

An erster Stelle der Behandlung einer Pneumonie steht die antibiotische Therapie. Nach den ersten notwendigen diagnostischen Schritten – Blutentnahme und Röntgenbild der Lunge sowie Punktion des Rippenfells bei größeren Ergüssen – bekommen unsere Patient:innen noch in der Notaufnahme ein Antibiotikum, das das zu erwartende Keimspektrum abdeckt.

Sollte eine Unterversorgung mit Sauerstoff (Hypoxämie) bestehen, gleichen wir dieses Defizit aus. Ist es schwer und/oder liegt ein erhöhter Kohlendioxidwert (Hyperkapnie) im Blut vor, ist in der Regel eine Behandlung auf der Intensivstation mit Beatmung erforderlich.

Außerdem bekommen die Patient:innen kreislaufunterstützende Medikamente, Mittel gegen Fieber und Schmerzen sowie eine Prophylaxe gegen Blutgerinnsel (Thromboseprophylaxe). Daneben spielen Atem- und Physiotherapie eine wichtige Rolle.

Bei einer Pleuritis ist es in vielen Fällen erforderlich, einen Schlauch zum Abfließen von Flüssigkeit in die Brusthöhle zu legen (Thoraxdrainage). Sollte sich bereits Eiter in der Brusthöhle gesammelt haben (Pleuraempyem), ist eine Operation erforderlich.

Unsere Spezialist:innen stehen Ihnen während der gesamten Zeit der Behandlung gern für Fragen zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an.

Wir sind für Sie da!

Lungenschwäche – Respiratorische Insuffizienz

Respiratorische Insuffizienz bezeichnet die Unfähigkeit der Lunge, ausreichend Sauerstoff aus der Umgebungsluft in das Blut aufzunehmen und damit die Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Dabei können sowohl eine Schädigung des Lungengewebes, der Atemmuskulatur, der Lungengefäße, des Herzens als auch der Blutkörperchen allein oder eine Kombination verschiedener Ursachen zu dieser Insuffizienz führen.

Folge ist in allen Fällen der Abfall des Sauerstoffgehalts im Blut. Je nach Ursache kann es zusätzlich zu einem Anstieg des Kohlendioxid im Blut kommen, wenn dies nicht mehr ausgeatmet werden kann. Dieser Fall wird als ventilatorische Insuffizienz (von Ventilation = Atmung) bezeichnet. Die respiratorische Insuffizienz kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Die akute respiratorische Insuffizienz ist in der Regel für die Patient:innen bedrohlicher und nicht selten lebensgefährlich.

Ursachen

Verschiedene Ursachen können zu einer respiratorischen Insuffizienz führen. Am häufigsten ist sie durch Lungenerkrankungen bedingt. Hierzu gehören u. a. die COPD, Pneumonien, interstitielle Lungenerkrankungen (z. B. Lungenfibrose) und im weiteren Sinn das Obesitas-Hypoventilationssydnrom. Aber auch Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur (z. B. Muskeldystrophie, amyotrophe Lateralsklerose, Querschnittslähmungen) können eine respiratorische Insuffizienz bedingen. Neben den Lungenerkrankungen können Herzerkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz, Herzinfarkt), Erkrankungen der Lungengefäße (z. B. Lungenembolie) oder auch Erkrankungen des blutbildenden Systems (z. B. Anämie) zur respiratorischen Insuffizienz führen.

Symptome

Die Symptome einer respiratorischen Insuffizienz können akut oder chronisch auftreten.

Die akute respiratorsiche Insuffizienz ist durch akute, starke Luftnot (Dyspnoe) gekennzeichnet. Je nach zu Grunde liegender Erkrankung können weitere Symptome wie Husten, Auswurf (schaumig, eitrig, blutig), Brustschmerzen, Schmerzen beim Atmen hinzukommen. Wenn der Sauerstoffgehalt sehr stark erniedrigt ist, treten Kollaps und Ohnmacht auf, so dass die Dyspnoe gar nicht bemerkt wird. Lippen und Extremitäten sind meist bläulich verfärbt.

Bei der chronischen respiratorischen Insuffizienz sind die Symptome in der Regel milder und meist stehen die Symptome der Grunderkrankung im Vordergrund. Der Grad der Luftnot korreliert nur schlecht mit dem Grad der Sauerstoffsättigung im Blut. Oft stehen auch eher Symptome wie Vergesslichkeit, Nachlassen der geistigen und körperlichen Fähigkeiten im Vordergrund. Langfristig bestehender Sauerstofmangel kann zu Veränderungen der Finger und Nägel führen (Trommelschlegelfinger, Uhrglasnägel).

Bei einer Erhöhung des Kohlendioxid treten Symptome wie morgendliche Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) auf. In fortgeschrittenen Fällen kommt es zum Bewusstseinsverlust (sog. CO2-Narkose).

Wann sollte ich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Bei akuter Luftnot ohne klare Ursache sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Auch die chronische Luftnot oder andere Symptome wie nachlassende geistige Fähigkeiten, ständige Müdigkeit, anhaltende morgendliche Kopfschmerzen müssen ärztlich abgeklärt werden. Bei akuten Symptomen ist oft eine notfallmäßige stationäre Aufnahme erforderlich. Dies ist über unsere Zentrale Notfaufnahme jederzeit möglich.

Für eine stationäre Abklärung stehen wir Ihnen natürlich auch immer zur Verfügung.

Wann sollte ich den Rettungsdienst rufen?

Bei akuter, stärkster Luftnot insbesondere in Verbindung mit bedrohlichen Symptomen wie Bluthusten, stärksten Brustschmerzen, Herzrasen oder Verwirrtheit sollte unverzüglich der Rettungsdienst über die 112 gerufen werden.

Was tun wir für Patient:innen mit Lungenschwäche?

Bei einer akuten respiratorischen Insuffizienz nehmen wir Sie in der Regel über unsere Zentrale Notaufnahme auf. Dort werden die ersten diagnostischen Schritte – Prüfung und Überwachung der Kreislaufparameter und des Sauerstoffgehalts im Blut, Blutentnahme, Röntgenbild – und ggf. auch bereits weitergehende Untersuchungen (z. B. Computertomographie der Lunge, Echokardiographie des Herzens) durchgeführt.

Parallel dazu leiten unsere Spezialist:innen Ihre Behandlung ein. Diese umfasst die Therapie der Grunderkrankung und die Gabe von Sauerstoff sowie in schweren Fällen die Beatmung. Je nach Schwere wird die weitere Behandlung auf einer Normalstation oder auf der Intensivstation fortgeführt.

Im Fall einer chronischen respiratorischen Insuffizienz steht die Abklärung der Ursachen an erster Stelle. Mit Hilfe diagnostischer Techniken wie der Lungenfunktionsprüfung und der Blutgasanalyse, bildgebender Verfahren wie der Computertomographie und ggf. invasiver Techniken wie der Bronchoskopie wird zunächst die zu Grunde liegende Erkrankung identifiziert. Dann erfolgen die Therapie der Grunderkrankung und die Behandlung der respiratorischen Insuffizienz. Oftmals lässt sich die respiratorische Insuffizienz durch eine adäquate Behandlung der Grunderkrankung deutlich bessern und z. T. auch beheben. Wenn dies nicht möglich ist, ist die kontinuierliche Sauerstoffgabe erforderlich. Diese wird von den Ärzt:innen auf Station angepasst und auch für zu Hause verordnet.

Besteht eine dauerhafte Erhöhung des Kohlendioxidgehalts im Blut, muss die Indikation zur dauerhaften Beatmung geprüft werden. Dies erfolgt im Rahmen des stationären Aufenthalts ebenso wie die Anpassung der Beatmung und die Verordnung eines Beatmungsgeräts für zu Hause. Die Beatmung wird bis auf wenige Ausnahmen regelhaft als sog. nicht-invasive Beatmung durchgeführt, d. h. sie  erfolgt über eine Maske, die auf Mund und Nase oder auch nur die Nase gesetzt wird.

Schlafapnoe – was ist das?

Als Apnoe (Atemaussetzer) wird eine vollständige Unterbrechung des Atemflusses über mindestens zehn Sekunden bezeichnet. Bei einer Hypopnoe (Minderatmung) ist der Atemfluss um mindestens 50 Prozent über mindestens 10 Sekunden reduziert. Der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) beschreibt die Anzahl der Apnoen und Hypopnoen pro Stunde. Diese treten auch bei Gesunden auf. Bis zu fünf Apnoen bzw. Hypopnoen pro Stunde sind völlig normal. Ab einem AHI von 10/Stunde liegt ein relevanter Befund, also ein Schlafapnoesyndrom, vor.

Die Schlafapnoe wird nach der Ursache der Atmungsstörungen in die obstruktive und die zentrale Schlafapnoe unterteilt. Während bei der obstruktiven Schlafapnoe die Apnoen und Hypopnoen durch eine Verlegung/Verengung (Obstruktion) der oberen Atemwege bedingt sind, fehlen bei der zentralen Schlafapnoe die Atembewegungen (zentrale Apnoe und Hypopnoe).

Die Behandlung von Patient:innen mit Schlafapnoe ist einer der Schwerpunkte unserer Abteilung.

Ursachen

Die Ursachen der obstruktiven und zentralen Schlafapnoe unterscheiden sich.

Die obstruktive Schlafapnoe wird durch einen Verschluss bzw. eine starke Einengung der oberen Atemwege im Schlaf bedingt. Während des Schlafs erschlafft die Muskulatur. Dies geschieht auch mit der Schlundmuskulatur. Bei der obstruktiven Schlafapnoe verschließt der Kollaps der Schlundmuskulatur die oberen Atemwege (Rachen, Kehlkopf) und es kann keine Luft mehr in die Lunge strömen – trotz weiterer Zwerchfellbewegung. Als Folge sinkt die Sauerstoffsättigung im Blut. Dies führt zu einer kurzen Weckreaktion (sog. Arousal), die eine Aktivierung der Schlundmuskulatur bewirkt. Diese kontrahiert sich und der Luftweg in den oberen Atemwegen ist wieder offen. Begleitet wird dieses Öffnen der oberen Atemwege durch Schnarchgeräusche. Durch die wiederholten Arousals, die in der Regel nicht bewusst bemerkt werden, wird der Schlaf gestört (sog. Schlaffragmentation), was zur Tagesmüdigkeit führt. Die wiederholten Sauerstoffentsättigungen in der Nacht führen zur Ausschüttung verschiedener Botenstoffe und steigern das Risiko für Vorhofflimmern, KHK, Bluthochdruck und Schlaganfall. Die Ursachen, die zur obstruktiven Schlafapnoe führen, sind nicht sicher geklärt. Übergewicht und anatomische Veränderungen in den oberen Atemwegen spielen eine Rolle.

Die zentrale Schlafapnoe ist durch wiederholte Atemaussetzer charakterisiert, bei denen auch keine Atembewegungen des Zwerchfells und Brustkorbs nachweisbar sind. Im Gegensatz zur obstruktiven Schlafapnoe setzt der Atemantrieb aus. Auch dies bewirkt einen Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut. Dies ist ein Reiz für die Atmung, so dass nach kurzer Apnoephase die Atmung wieder einsetzt. Typischerweise zeigt die Atmung bei der zentralen Schlafapnoe eine periodische Ab- und Zunahme der Atemtiefe (Cheyne-Stokes-Atmung). Die zentrale Schlafapnoe tritt u. a. bei Herzinsuffizienz, aber auch bei Erweiterungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) und bei Erkrankungen des Zentralnervensystems auf. Auch Gesunde haben teilweise zentrale Apnoen, u. a. in der Einschlafphase.

Symptome

Das wichtigste Symptom der Schlafapnoe ist die Tagesmüdigkeit. Oft besteht eine ausgeprägte Einschlafneigung u. a. bei passiver Aufmerksamkeit beispielswiese beim Fernsehen oder als Beifahrer:innen. Manchmal kommt es zum sogenannten Sekundenschlaf. Dieser ist vor allem im Straßenverkehr extrem gefährlich. Weitere Symptome sind die nächtlichen Atemaussetzer und das Schnarchen. Auch eine Minderung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und der Libido kann auftreten.

Wann sollte ich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Bei typischen Symptomen wie Tagesmüdigkeit, Schnarchen oder durch andere beobachtete Atemaussetzer in der Nacht sollten eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Diese werden eine entsprechende Diagnostik oder auch eine stationäre Einweisung veranlassen.

Für eine stationäre Abklärung stehen wir Ihnen natürlich auch immer zur Verfügung.

Wann sollte ich den Rettungsdienst rufen?

Die Schlafapnoe stellt in der Regel kein akut lebensbedrohliches Krankheitsbild dar. Selbst Patient:innen mit schweren Befunden und vielen Aussetzern pro Nacht müssen nicht notfallmäßig ins Krankenhaus aufgenommen werden.

Was tun wir für Patient:innen mit Schlafapnoe?

Nach der Aufnahme wird zunächst eine gezielte Anamnese bezüglich der Schlafapnoe und weiterer Erkrankungen sowie eine eingehende klinische Untersuchung erfolgen. Mit Hilfe der Polygraphie – also der Messung der Atembewegungen, Sauerstoffsättigung, Schnarchen, EKG während des Schlafs – gelingt in der Mehrzahl der Fälle eine diagnostische Einordnung. Bei schweren oder komplizierten Fällen ist eine kardiorespiratorische Polysomnographie in einem Schlaflabor notwendig.

Die obstruktive Schlafapnoe kann in der Regel durch eine sogenannte CPAP-Therapie gut behandelt werden – meint continous positive airway pressure. Dabei wird über eine Nasen- oder seltener Mund-Nasen-Maske ein positiver Druck abgegeben, der die oberen Atemwege während des Schlafs offen hält. In seltenen Fällen kann schon eine Änderung der Schlafposition helfen.

Weitere Möglichkeiten in ausgesuchten Fällen sind das Einsetzen einer Zahnschiene (sogenannte Unterkieferprotrusionsschiene), die den Unterkiefer nach vorn schiebt und somit die Atemwege offen hält, oder auch operative Verfahren. Neuerdings ist es auch möglich, durch die Implantation eines elektrischen Geräts – ähnlich einem Schrittmacher – die Schlundmuskulatur im Schlaf elektrisch zu stimulieren und somit die Atemwege offen zu halten.

Bei der zentralen Schlafapnoe steht die Behandlung der Grunderkrankung – in der Regel Herzinsuffizienz – an erster Stelle. Durch die nächtliche Gabe von Sauerstoff oder auch eine Beatmung über eine Mund-Nasen-Maske kann die zentrale Schlafapnoe gebessert werden. Seit kurzem besteht auch bei der zentralen Schlafapnoe die Möglichkeit, über die Implantation eines Schrittmachers den Zwerchfellnerv (Phrenicus) elektrisch zu stimulieren und so die zentrale Schlafapnoe zu therapieren.

Unsere Spezialist:innen suchen für Sie jeweils das am besten geeignete Verfahren aus und beraten Sie gern zu neuen Therapiemöglichkeiten. Wir sind für Sie da!

Luftnot (Dyspnoe) – Was ist das?

Der Begriff Dyspnoe lässt sich am besten mit Atemnot oder Luftnot oder Kurzatmigkeit übersetzen, also dem Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen. Entscheidend für den Krankheitswert einer Kurzatmigkeit oder Luftnot oder Atemnot ist, dass sie der entscheidende begrenzende Faktor für die Ausübung von körperlicher Aktivität ist. Oft wird das auch als ein „hinter Luft kommen“ empfunden und beschrieben. Dagegen sind eine erhöhte Atemanstrengung und schnellere Atemzüge bei körperlicher Anstrengung ganz normal, solange sie nicht dazu führen, dass die Aktivität wegen Luftnot abgebrochen werden muss.

Ursachen

Ursachen für eine Atemnot sind meist entweder Erkrankungen der Lunge oder des Herzens. Bei Lungenerkrankungen können das Lungengewebe, die Bronchien oder die Lungenblutgefäße betroffen sein. Eine Atemnot (Dyspnoe) bei Herzerkrankungen ist meist Ausdruck einer eingeschränkten Herzfunktion aufgrund von Herzklappenfehlern, einer reduzierten Pumpleistung oder Herzrhythmusstörungen. Dadurch kommt es zu einem Blutrückstau in die Lunge, was so zur Atemnot führt. Selten liegt eine Blutarmut oder eine Erkrankung der Nerven oder der Muskulatur als Ursache zugrunde.

Symptome

Atemnot kann sehr quälend sein. Das Ausmaß der Beeinträchtigung unterscheidet sich jedoch sehr bei allen Patient:innen und hängt von individuellen Faktoren ab – zum Beispiel dem Schweregrad der Grunderkrankung und von Begleitsymptomen, wie z. B. Aufregung, Angst, Ärger und Schmerzen. Viele Patient:innen beschreiben auch eine Abhängigkeit von Situation und Tageszeit.

Meistens leiden Patient:innen ab einer gewissen Belastungsstufe an Atemnot, es gibt jedoch auch Fälle, in denen bereits bei körperlicher Ruhe eine Atemnot vorliegt. Dieser Zustand ist besonders quälend, weil den Patient:innen keine Möglichkeit mehr bleibt, sich durch Verhaltensänderung, wie körperliche Ruhe, Erleichterung zu verschaffen.

Wann sollte ich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Eine Ärztin oder ein Arzt muss immer dann aufgesucht werden, wenn Sie Beschwerden verspüren, die Sie zuvor nicht hatten, oder wenn sich bereits bekannte Symptome verschlimmern oder verändern. Da Sie Ihren Körper am besten kennen, sollten Sie auf entsprechende Symptome und Veränderungen achten und diese keinesfalls ignorieren.

Wann sollte ich den Rettungsdienst rufen?

Plötzliche und/oder starke Luftnot ist ein Alarmsignal. Bleiben Sie dennoch möglichst ruhig und holen Sie sich Beistand von Angehörigen oder anderen Personen. Öffnen Sie beengende Kleidung und die Fenster und wählen Sie den Notruf. Der Rettungsdienst ergreift die Erstmaßnahmen und bringt Sie anschließend in unsere Notaufnahme zu unseren Spezialist:innen.

Im Zweifel immer:  112

Was tun wir für Patient:innen mit Luftnot?

Unser Ziel ist es immer, Ihnen möglichst schnell eine Linderung bei Atemnot und Kurzatmigkeit zu verschaffen. Hierzu können wir auf sämtliche Möglichkeiten der modernen Medizin zurückgreifen. Da in unserer Abteilung Spezialist:innen für Herz (Kardiologie) und Lunge (Pneumologie) direkt zusammenarbeiten, können wir meist schnell die Ursache für eine Luftnot erkennen und diese spezifisch und bestmöglich behandeln. Darüber hinaus stehen neben modernster radiologischer Diagnostik weitere Fachrichtungen wie die Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neurologie zur interdisziplinären Diagnostik und Therapie der Atemnot zur Verfügung.

Wir sind für Sie da!

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