Angiologie

Die Angiologie ist das internistische Spezialgebiet, das sich mit Gefäßerkrankungen und deren Behandlung befasst. Die Experten der Angiologie, der Neuroradiologie und der Gefäßchirurgie arbeiten eng miteinander.

Wir helfen Ihnen

 

Wir analysieren das klinische Erscheinungsbild und untersuchen Sie mit speziellen diagnostischen Verfahren. Steht die Diagnose fest, besprechen wir mit Ihnen Ihre Behandlung. Dabei wenden wir entweder konservative oder interventionelle Methoden an. Die operative Versorgung organisieren wir für Sie mit unseren Kolleg*innen der Gefäßchirurgie und leiten gegebenenfalls Ihre Rehabilitation ein. Außerdem beraten wir Sie in Bezug auf vorbeugende Maßnahmen, die ein Wiederauftreten Ihrer Beschwerden verhindern können.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Zur weiteren Abklärung der Ursache der Gefäßerkrankung kommt anschließend die spezielle Ultraschalldiagnostik (farbkodierte Duplexsonografie) zum Einsatz. Bei der überwiegenden Zahl der Patienten reicht diese Art der Diagnostik dann auch aus, um die Behandlung des Krankheitsbildes einzuleiten. Patienten, die eine Gehstrecke von mehr als 200 Metern haben (Stadium IIa nach Fontaine), sollten in der überwiegenden Zahl der Fälle konservativ behandelt werden. Die Therapie besteht in der Regel aus einem strukturierten Gehtraining sowie einer Veränderung des Lebensstils der Patienten. Hier hat das Beenden des Nikotinkonsums eine überragende Rolle. Darüber hinaus ist eine medikamentöse Therapie wichtig, die das hohe Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko reduziert. Bei einer freien Gehstrecke von weniger als 200 Metern (Stadium IIb nach Fontaine) können an erster Stelle minimalinvasive Katheter-Eingriffe in unserer Abteilung vorgenommen werden. Unter lokaler Betäubung wird dabei das Gefäßsystem mittels einer Nadel punktiert und die Schlagaderversorgung zum Beispiel des Beines in seiner gesamten Länge dokumentiert. In Abhängigkeit vom Angiografie-Befund kann dann in der gleichen Sitzung eine Behandlung der PAVK durch Aufdehnung von Engstellen und ggf. Stent-Implantationen erfolgen. Um die Offenheitsrate der Gefäße nach Intervention zu gewährleisten, können heute zusätzlich medikamenten-freisetzende Ballonkatheter oder Stents eingesetzt werden.

Sollte die Gefäßsituation für eine katheterbasierte Therapie nicht geeignet sein, stehen Ihnen in unserem Zentrum die Gefäßchirurgen zur Beratung und operativen Therapie der PAVK zur Verfügung. Eine Operation wird aber erst dann in Betracht gezogen, wenn das Stadium Ihrer Erkrankung dies zwingend erfordert. Das Spektrum des Eingriffs reicht von einer lokalen Ausschälung der betroffenen Schlagader und anschließender Rekonstruktion mit einem Flicken („patch“) bis hin zur peripheren Bypass-Chirurgie. Diese bieten wir vorzugsweise mit Verwendung körpereigenen Venen an.
 Experten aus unserem Gefäßzentrum. Uns ist dabei sehr wichtig, Sie umfassend über Ihre Möglichkeiten, aber auch die damit verbundenen Risiken Ihrer Erkrankung aufzuklären und die für Sie individuell beste Lösung zu finden.

Peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK)

PD Dr. Peter Kuhlencordt, Chefarzt Angiologie

Etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz PAVK. Infolge einer Verengung der Arterien kann das Blut nicht mehr ungehindert durch Arme und Beine fließen. Privatdozent Dr. Peter Kuhlencordt, Gefäßspezialist und Chefarzt der Angiologie der Asklepios Klinik Altona, klärt über Ursachen und Behandlung der Durchblutungsstörung auf.

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