Sucht und Abhängigkeit im Alter

Wir helfen Ihnen bei

Pfad an der alten Kegelbahn

Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren – diese Einstellung teilen viele Menschen, darunter auch Senioren. Kommt ihnen mit Eintritt in den Ruhestand oder durch den Verlust einer Bezugsperson jedoch die gewohnte Tagesstruktur abhanden, laufen sie umso eher Gefahr, den Konsum von Alkohol nicht mehr richtig kontrollieren zu können – mit fatalen Folgen. Immerhin kann sich eine Sucht auch noch in höherem Alter entwickeln. Auch dann drohen Unfälle und andere gesundheitliche Risiken.

Auch Medikamentenabhängigkeit kann sich noch in fortgeschrittenem Alter entwickeln. Zum Beispiel, wenn man wegen hartnäckiger Schlafstörungen öfters vom Arzt Schlafmittel verschrieben bekommen hat und sich nicht daran hält, diese nur im äußersten Notfall einzunehmen und ansonsten auf die Einnahme zu verzichten. Dann kann es zur Gewöhnung und zur Abhängigkeit kommen.

Ähnlich verhält es sich mit Schmerzmitteln. Solange tatsächlich körperliche Gründe für Schmerzen vorhanden sind, können die Medikamente ein Segen sein. Wenn aber der Grund für den Schmerz sich zurückgebildet hat und die Medikamente trotzdem weiter eingenommen werden, kann sich auch hier eine Abhängigkeit entwickeln.

Entzugssymptome

Will man dann auf Alkohol oder Medikamente verzichten und tut dies abrupt, können sich massive Entzugserscheinungen entwickeln, die von Schweißausbrüchen und Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zu lebensgefährlichen Deliren (akuten Verwirrtheiten) reichen.

Bei Abhängigkeit von höheren Dosen dieser Substanzen sollte eine Entgiftung deshalb unter kontinuierlicher medizinischer Kontrolle erfolgen. Unsere Klinik bietet Ihnen hierfür beste Voraussetzungen und den nötigen geschützten Rahmen.

Entzug

Wir bieten Ihnen Hilfe bei einem kontrollierten qualifizierten Entzug und helfen Ihnen ebenso bei der Bewältigung von durch die Sucht entstandenen körperlichen oder sozialen Folgeschäden.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Mit unserem Therapieangebot helfen wir Ihnen, die Ursache Ihrer Beschwerden zu finden, diese zu behandeln und einen Weg einzuschlagen, der die Symptome lindert.

Mit diesen Verfahren helfen wir weiter:

  • Einzel- und Gruppengespräche, in denen Sie die Krankheiten und ihre Hintergründe besser kennenlernen können
  • medikamentöse Therapie
  • Milieutherapie mit Hilfen zur Gestaltung und Strukturierung des Alltags
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie (Training von Alltagsfunktionen) mit Haushaltstraining, Koch- und Backgruppe
  • Entspannungsverfahren
  • sozialpädagogische Beratung und Hilfestellung
  • Angehörigenarbeit

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung

Sobald eine vollstationäre Behandlung nicht mehr erforderlich ist, empfehlen wir Ihnen zunächst eine Weiterbehandlung in der Tagesklinik. Dadurch kann es Ihnen besser gelingen, sich allmählich in Ihr häusliches Umfeld wieder einzugliedern, weil alle einzelnen Schritte im täglichen Behandlungsprogramm intensiv besprochen und bearbeitet werden können.

Ist die akute Erkrankung erfolgreich überwunden, besteht leider für eine gewisse Zeit ein erhöhtes Rückfallrisiko. Daher ist es uns äußerst wichtig, unsere Patienten schon während der stationären oder tagesklinischen Behandlung auf die Zeit „danach“ vorzubereiten. Nach der Entlassung kann das in der Klinik Erlernte – falls erforderlich im Rahmen einer ambulanten Weiterbehandlung – aufgefrischt und nachhaltig gefestigt werden. Wir sind an Ihrer Seite und unterstützen Sie dabei, Probleme zu bewältigen, alte Fähigkeiten und Interessen wiederzubeleben und neue zu entwickeln.

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