"Ich-Kompetenz-Gruppe"

Experte in der Eigenwahrnehmung

Worum geht es in der „Ich-Kompetenz-Gruppe"?

Thema der Gruppe ist, sein Leben und seine sozialen Kontakte so gestalten zu können,

  • wie es einem selbst entspricht,
  • Experte in der Wahrnehmung der eigenen Gefühle, Empfindungen, Bedürfnisse und Interessen zu werden,
  • mit ihnen umgehen zu können
  • und sie angemessen, sozial verträglich und positiv wirkungsvoll vertreten zu können.

Viele Menschen haben das Gefühl, nicht so sein zu können, wie sie es möchten. Sie leiden darunter, dass ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche zu kurz kommen und sich ihr Leben so gestaltet, wie andere es von ihnen fordern. Sie tun viel für andere Menschen und fühlen sich trotzdem nicht akzeptiert, unsicher und viel Kritik ausgesetzt.

In der „Ich-Kompetenz-Gruppe“ geht es um das Kennenlernen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche und um die Verbesserung einiger grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten in zwischenmenschlichen Kontakten – seien sie partnerschaftlich, familiär, freundschaftlich oder beruflich.

Module der Ich-Kompetenz-Gruppe

Volleyball im Innenhof des alten Gebäudekomplexes
  • die Fähigkeit zur Abgrenzung (Nein sagen und ein Nein vertragen)
  • die Fähigkeit zur Auseinandersetzung (Kritik konstruktiv üben und Kritik annehmen können)
  • Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstachtung (mit eigenen Unsicherheiten, Fehlern und Schwächen selbstbewusster umgehen können

Themen, die in den Modulen zur Sprache kommen:

  • Was macht Neinsagen und Kritiküben so kompliziert?
  • Technik/Fertigkeit des Neinsagens/Kritikübens
  • Wie fühlt sich Unsicherheit an?
  • Wodurch wird man unsicher?
  • Was hilft gegen Unsicherheit?
  • Welche Gefühle, Gedanken und Grundeinstellungen hemmen mich?
  • Identifizieren der eigenen Wünsche und Bedürfnisses
  • „Bauchentscheidung“ vs. „Gewissensdruck im Brustkorb“
  • Egoismus gegen gesunde Selbstfürsorge
  • Schuldgefühle, Gewissen
  • Vorwürfe, Vorhaltungen
  • Unversöhnlichkeit
  • Enttäuschen und Enttäuschtwerden
  • das Gefühl, ausgenutzt zu werden
  • das Dilemma, ein Ja zurückzunehmen
  • das Dilemma, ein „Jein“ auszusprechen
  • „Ja, aber...“ sagen
  • sich rechtfertigen
  • sich herausreden
  • überredet werden
  • Was tun, wenn der andere nicht ablässt?
  • Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit
  • Akzeptanz, Freundlichkeit
  • Umgang mit eigenen Fehlern und Fehlern anderer
  • „Irren ist menschlich“/„aus Fehlern lernen“
  • Wie kann ich Wünsche äußern und Wünsche anderer erkennen?
  • Kann man Wünsche wirklich von den Augen ablesen?
  • Selbstachtung und Achtung des anderen
  • Versprechungen
  • das Bedürfnis zu helfen, gut zu sein
  • verletzt sein und die Angst, jemanden zu verletzen
  • Ablehnen und die Angst vor Ablehnung
  • Entscheiden/Entschiedenheit
  • die mögliche Reaktion des anderen im Auge behalten
  • konsequent sein
  • Ich-Bezug/Willensbotschaft/Sachbezug/Zeitbezug
  • verbindliche Worte aussprechen
  • Tonfall, Mimik, Gestik

Die Auswahl der jeweils für Sie hilfreichen Angebote erfolgt störungsspezifisch und individuell in Absprache mit dem Arzt beziehungsweise Therapeuten und Ihnen.

Wie läuft die Gruppentherapie ab?

An lebensnahen Beispielen vermittelt Ihnen die Therapeutin, worum es beim Neinsagen, Kritiküben und bei Selbstsicherheit geht und auf welche Fertigkeiten es dabei ankommt. Das Einüben erfolgt zunächst an einfachen Alltagsbeispielen und bezieht dann kompliziertere zwischenmenschliche Konfliktsituationen mit ein.

 Die aktive Beteiligung ist freiwillig. Sie dürfen aber zunächst auch gerne nur zuhörend dabei sein. Wer möchte, kann auf eigenen Wunsch auch eigene Beispiele einbringen.

Es gilt gegenseitige Schweigepflicht über persönliche Beiträge der Teilnehmer. Sie können den Raum aufgrund persönlicher Gründe jederzeit verlassen. Bitte vermitteln Sie, wenn Sie sich in einer Situation nicht wohlfühlen.

Kontakt

Station 5.2 (Stationszimmer)
Tel.: (0551) 402 15 20
Fax: (0551) 402 15 17
E-Mail: s5.2.goettingen@asklepios.com

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