Bonding

Der Begriff Bonding bezeichnet den intensiven, ungestörten Kontakt zwischen Mutter und Kind zum Aufbau einer tragfähigen (Still-)Beziehung.

Uns ist es sehr wichtig, Ihnen dieses Bonding in einer für Ihre individuellen Bedürfnisse bestmöglichen Atmosphäre zu ermöglichen. Stille, Wärme und Dunkelheit prägen deshalb bei uns die Geburt. Unsere Geburtshelfer nehmen sich zurück aus der soeben geborenen kleinen Familie, damit diese ihre eigenen, Sicherheit gebenden Strukturen entwickeln kann. Sie als Eltern sind die ersten, die Ihr Kind ansprechen und es berühren. Wir geben Ihrem Kind ausreichend Raum, um sich zu orientieren. Es bekommt viel Zeit für intensiven Hautkontakt und darf auf Ihrer Brust ankommen, Geborgenheit tanken und dann den nächsten Schritt ins Leben in aller Ruhe gehen: die erste Nahrungsaufnahme. In unserer Klinik geben wir Mutter und Kind viel Zeit für diesen ersten Schritt, denn so gelingt die umfangreiche mütterliche hormonelle Umstellung von der Schwangerschaft in die Stillzeit optimal. Das ausgiebige Bonding hat bei uns Vorrang vor der ersten Untersuchung Ihres Kindes, vor dem Baden und Ankleiden. Die tragfähige Mutter-Kind-Beziehung dient als Grundlage und Modell für alle folgenden Beziehungen. Die optimale Unterstützung in diesem Bereich gilt daher als Psychoprophylaxe für das weitere Leben. Bonding ist die beste Basis für eine erfolgreiche Stillbeziehung. Stillen wiederum fördert die gute gesundheitliche Entwicklung Ihres Kindes und beugt verschiedensten Erkrankungen wie etwa Sprechstörungen, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus und Adipositas vor.

Auch wenn Sie Ihr Kind per Kaiserschnitt entbinden, ist es uns wichtig, den Kontakt zwischen Ihnen und Ihrem Kind zu ermöglichen. Die meisten unserer Kaiserschnitt-Patientinnen bleiben wach und können ihr Kind bereits während der Operation auf der Brust liegen haben, oft auch stillen. So können Sie und Ihr Baby sich ohne Verzug kennenlernen. Sollten Sie Ihr Kind unter Vollnarkose entbinden, so kann sich Ihr Partner, der Kindsvater, um Ihr Baby kümmern. Auf diese Weise können wir immer sicherstellen, dass es auch dann im Kontakt mit der Kernfamilie bleibt.

„Im Raum ist es heimelig dunkel und warm. Das einzige Geräusch, das ihn durchdringt, ist ein leises Schnaufen und Schmatzen von dem kleinen Menschlein, das soeben das Licht der Welt erblickt hat. Nass und noch etwas verwirrt liegt es zwischen den Beinen seiner Mutter – ein Auge auf, eines noch geschlossen – und rudert mit den Armen. Der Papa hat Tränen in den Augen und die Mama staunt über ihr Werk. Verliebt fragt sie die Hebamme, ob sie ihr kleines Mädchen anfassen darf. Diese nickt und die Mama berührt ganz sanft die Haut der Kleinen und redet leise mit ihr. Dann nimmt sie ihr Kind hoch auf ihre nackte Haut. Als die Plazenta sich löst, schreit die Kleine kurz auf, aber sie ist bei ihrer Mutter, die sie tröstet. Sie öffnet nun beide Augen und fängt an, sich mit den Beinchen abzustoßen und mit den Händchen zu tasten. Sie wendet den Kopf hin und her und macht schmatzende Bewegungen mit dem Mund und schleckt mit der Zunge. Sie erkundet die gesamte Brust und findet zu guter Letzt, was sie gesucht hat. Zufrieden nimmt sie ein paar Züge der guten Vormilch. Was für ein gelungener Start ins Leben.“

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