Beckenendlage

Hier war ein Bild: Beckenendlage
© Fotograf Morozova Tatiana

In unserer Abteilung finden Sie kompetente Hilfe, wenn Ihr Kind sich nicht rechtzeitig vor der Geburt so dreht, dass es mit dem Kopf unten liegt (Schädellage), sondern in einer sogenannten Beckenendlage – mit dem Po nach unten – verharrt. Unsere erfahrenen Gynäkologen unterstützen Sie mit persönlicher Beratung bei Ihrer Entscheidung, ob Sie Ihr Kind auch in diesem besonderen Fall vaginal oder lieber per Kaiserschnitt (Sectio) und den zugehörigen Risiken entbinden möchten.

Uns ist es sehr wichtig, dass Sie umfassend über die Chancen und Risiken beider Methoden informiert sind, damit Sie die für sich persönlich beste Entscheidung treffen können. Für Ihr Kind sind die Gesundheitsrisiken nach einer vaginalen Geburt oder nach einer Sectio statistisch annähernd gleich hoch. Für Sie als Mutter können neben den unmittelbaren Risiken einer Operation auch die Konsequenzen für eine eventuell folgende, weitere Schwangerschaft eine Rolle spielen. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass trotz aller Bedenken und trotz der bekannten Risiken beide Methoden als gleich sicher einzuschätzen sind. Es gibt also keinen besseren oder sichereren Weg. Deshalb nehmen wir uns gern die Zeit, in einem Gespräch unter vier Augen in Ruhe alle Ihre Fragen dazu zu beantworten.

Zu einem Kaiserschnitt raten unsere erfahrenen Spezialisten zum Beispiel, wenn

  • Ihr Becken sehr eng ist,
  • Ihr Mutterkuchen eine außergewöhnliche Lage aufweist (Plazenta praevia),
  • Ihr Kind sehr groß ist,
  • das Köpfchen Ihres Kindes überstreckt ist (das kann man mit einer Ultraschallaufnahme klären),
  • die Nabelschnur mehrfach umschlungen ist oder
  • die Geburt auffällig verläuft.

Sollten Sie sich für eine vaginale Geburt aus Beckenendlage entscheiden, so verläuft sie grundsätzlich zunächst genau so wie die Geburt aus einer Schädellage. Unterschiede ergeben sich erst, sobald Po, Bauch und Beine Ihres Kindes auf der Welt sind. In dieser Situation kann die Nabelschnur nämlich, anders als bei einer Schädellage, durch den engen Geburtskanal zusammengedrückt werden, sodass die Sauerstoffversorgung Ihres Babys im Einzelfall gestört sein kann. Um die größtmögliche Sicherheit für Sie und Ihr Kind zu gewährleisten, kann es sein, dass unsere qualifizierten Geburtshelfer in dieser Phase bei Bedarf beherzt eingreifen und Sie – wenn erforderlich – anders lagern. Nur so können wir sicherstellen, dass auch der Kopf Ihres Babys so schnell wie möglich hervorkommt, damit Ihr Kind immer genügend Sauerstoff bekommt.

Uns ist es sehr wichtig, dass Sie gerade bei einer Geburt aus Beckenendlage eng und vertrauensvoll mit unseren kompetenten Geburtshelfern zusammenarbeiten können. Mit unserer langjährigen Erfahrung können wir Sie optimal in dieser besonderen Situation unterstützen.

Sollten unsere Spezialisten im Verlauf der Geburt auch nur die geringsten Unregelmäßigkeiten wie etwa auffällige Herztöne registrieren oder sollte sich der Geburtsverlauf verzögern, so können wir Ihr Baby immer noch per Kaiserschnitt entbinden und Ihnen so die größtmögliche Sicherheit bieten. In unserer Klinik stehen Ihnen bei einer vaginalen Geburt aus Beckenendlage jeweils zwei Frauenärzte, ein Kinderarzt und ein erfahrener Anästhesist zur Seite. Um Ihre bestmögliche Versorgung zu gewährleisten, stellen wir Ihnen darüber hinaus modernste Medizintechnik zur Verfügung.

In einem ausführlichen Gespräch nehmen unsere kompetenten Fachärzte sich Zeit, um Sie eingehend zu beraten. Auf dieser Basis können Sie gemeinsam mit uns entscheiden, welcher Weg für Sie persönlich der richtige ist, ob Sie eine ganz natürliche vaginale Kindsgeburt versuchen oder lieber per Kaiserschnitt entbinden möchten. Unserer Erfahrung nach empfiehlt es sich in den meisten Fällen, bis zum Einsetzen Ihrer natürlichen Wehen zu warten. Manche Kinder drehen sich eben erst im letzten Augenblick in Schädellage –  und wer weiß, vielleicht würde gerade Ihr Kind noch gerne etwas länger bei Ihnen bleiben und kommt deshalb wie viele andere Kinder erst nach dem errechneten Termin zur Welt?

Wir möchten Ihnen die größtmögliche Entscheidungsfreiheit ermöglichen. Deshalb können Sie es sich auch unter der (vaginalen) Geburt noch anders überlegen und sich jederzeit für einen Kaiserschnitt entscheiden.

Versuch der äußeren Wendung

In der Asklepios Südpfalzklinik Germersheim bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit an, Ihr Baby sanft unter Einwirkung von außen zur Wendung in Richtung Schädellage zu bewegen. Bei diesem behutsamen Versuch, bei dem wir Sie weder mit einer Narkose noch mit einem Schmerzmittel belasten, können wir gemeinsam herausfinden, ob Ihr Baby es eventuell gut findet, die andere Lage anzunehmen. Dabei können Sie sich darauf verlassen, dass weder Ihr Kind noch Sie selbst durch die Wendung in Gefahr gebracht werden.

Sollte dieser äußere Wendungsversuch misslingen und Ihr Baby weiterhin die Beckenendlage bevorzugen, so können wir uns im Anschluss gemeinsam der nächsten Herausforderung stellen: der Entscheidung zwischen einer natürlichen Geburt und einem Kaiserschnitt.

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