Organerhaltene Operationen in der Gynäkologie

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Im Falle Ihrer Operation ist es das Ziel unserer erfahrenen gynäkologischen Chirurgen, Ihre Erkrankung mit einer sicheren, für Sie optimalen Therapie zu bekämpfen und dabei betroffene Organe so weit wie möglich zu erhalten. Denn in der modernen Medizin führen Beschwerden nur allzu oft zur Entfernung des erkrankten Organs. Das betrifft nicht nur Blinddarm, Gallenblase, Mandeln (Tonsillen) oder Schilddrüse, sondern allzu oft auch Brust, Gebärmutter und Eierstöcke.

Welche Behandlung  für Sie als Patientin in Frage kommt, das entscheiden Sie nach einer ausführlichen Beratung und Aufklärung über die Erfolgsaussichten und Risiken der jeweiligen Therapie immer gemeinsam mit unseren Fachärzten.

Im Einzelnen umfasst unser Leistungsspektrum folgende Methoden:

Endometriumablation (Abtragung von Gebärmutterschleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutter gebildet hat) und operative Hysteroskopie (Spiegelung/Untersuchung der Gebärmutter mit einer feinen Sonde)

      Dieses Verfahren empfehlen wir bei:

  • Hypermenorrhoe (verstärkte Regelblutung)
  • Menometrorrhagie (starke, länger als 14 Tage andauernde Zwischenblutung)
  • Zyklusunregelmäßigkeiten
  • perimenopausale (nach den Wechseljahren auftretende) Blutung
  • Polypen (Wucherungen der Schleimhaut)
  • intrakavitäre Myome (in einem Hohlraum gelegene gutartige Wucherungen der Gebärmutter)
  • Kinderwunsch bei Uterusanomalien (Fehlbildungen der Gebärmutter).

Eine Thermoablation (Abtragung von Gewebe) mit Heißwasserballon ist für Sie als Patientin schnell und unkompliziert. Bei Polypen oder unregelmäßiger Oberfläche der extern gewachsenen Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) hilft diese Methode nicht ausreichend.

Alternativ tragen wir die Gebärmutterschleimhaut, die Ihre Beschwerden auslöst, und weitere auffällige Strukturen mit unterschiedlichen elektrischen Schlingen unter hysteroskopischer Kontrolle – also mit einer feinen Sonde zur genauen Untersuchung der Gebärmutter – ab.

Myomenukleation (Entfernung von Wucherungen in der Gebärmutter)

Dieses Vorgehen empfehlen wir bei:

  • intrakavitären (in einem Hohlraum gelegenen), subserösen (auf der Außenseite der Gebärmutter unter dem Bauchfell wachsenden) und intramuralen (inmitten der Muskelschicht wachsenden) Myomen (gutartigen Wucherungen in der Gebärmutter)
  • Myomen bei unerfülltem Kinderwunsch
  • Hypermenorrhoe (verstärkte Regelblutung)
  • Menometrorrhagie (starke, länger als 14 Tage andauernde Zwischenblutung)
  • Zyklusunregelmäßigkeiten (gegebenenfalls verbunden mit starken Schmerzen)
  • bei Ihrem Wunsch auf die Erhaltung Ihrer Gebärmutter.

 

       Im Einzelnen setzt unser qualifiziertes Team auf folgende Verfahren:

  • operative Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung/behutsame Abtragung des störenden Gewebes mit elektrischen Schlingen, siehe oben)
  • Laparoskopie (Bauchspiegelung/ Untersuchung des Bauchraums mit einer feinen Spezialsonde) bei submukösen (direkt unter der Gebärmutterschleimhaut wachsenden) und gestielten Myomen (Wucherungen an der Außen- oder Innenseite der Gebärmutter, die nur mit einem dünnen Stiel mit der Gebärmutter verbunden sind)
  • Laparotomie (operative Öffnung der Bauchhöhle) bei großen intramuralen (in der Gebärmutterwand gelegenen) und/oder transmuralen (alle Schichten der Gebärmutterwand durchdringenden) Myomen

Bei den meisten unserer Patientinnen können wir die Struktur der Gebärmutter vollständig wiederherstellen, sodass sie auch danach noch schwanger werden können.

Laparoskopische Eingriffe an Ovar (Eierstock) und Adnexe (Eierstöcke und Eileiter)

Dieses Vorgehen empfehlen wir bei:

  • symptomatischen Ovarialzysten (Beschwerden verursachenden Zysten der Eierstöcke), die größer als 2 cm sind
  • Dermoidzysten (angeborenen, gutartigen Keimzelltumoren)
  • Endometriose (gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter)
  • Hydatiden (Wasserblasen/gutartige, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in der Art von Zysten)
  • Verwachsungen
  • dem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO: komplexe hormonelle Störung, bei der sich viele Zysten in den Eierstöcken bilden und sich übermäßig viele männliche Geschlechtshormone im Blut befinden)
  • Sterilisation (Unterbindung der Fruchtbarkeit)
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter
  • extrauterine (außerhalb der Gebärmutter befindliche) Schwangerschaft

      Eine Inzision (Schnitt) am Nabel, der nach der Operation nicht sichtbar sein wird, bei:

  • Chromopertubation (spezielles Verfahren zur Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter)
  • Sterilisation (Koagulation (Gerinnungsverfahren) mit oder ohne Durchtrennung der Eileiter)

       Meist eine Inzision (Schnitt) am Nabel und zwei kleine (ca. 5 mm) Schnitte am Unterbauch bei:

  • tubenerhaltender (Eileiter-erhaltender) Operation bei Extrauteringravidität (EUG: Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter/ „Eileiterschwangerschaft“)
  • mikroinvasiver Zystenexstirpation (operative Entfernung einer Zyste) oder Zystenfensterung (Öffnung und Entleerung einer Zyste), nahtlose Versorgung des Ovars (Eierstocks) zur Narbenvermeidung
  • Destruktion (Zerstörung) von Endometrioseherden (Bereichen, in denen sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter bildet) im gesamten kleinen Becken (unterer Teil des Beckens)
  • Myomenukleation (Entfernung von gutartigen Wucherungen in der Gebärmutter, siehe oben)
  • suprazervikaler Hysterektomie (Entfernung des Gebärmutterkörpers) bei Erhalt von Gebärmutterhals und Eierstöcken
  • totaler laparoskopischer Hysterektomie (komplette Entfernung der Gebärmutter mithilfe einer Bauchspiegelung)

 

Mamma (Brust)

  • Entfernung von Lymphknoten aus Ihrer Achselhöhle: Unsere erfahrenen Chirurgen behandeln Sie in diesem Fall möglichst nach der sogenannten Wächterlymphknoten-Methode. Das bedeutet, dass wir den ersten der in einer Reihe angeordneten Lymphknoten markieren und nur diesen über einen ganz kleinen Hautschnitt oder von der gleichzeitig operierten Brust aus entnehmen. So ersparen wir Ihnen größere Narben, Sie können Ihre Arme wie gewohnt bewegen und Ihr Lymphfluss wird nicht beeinträchtigt. Ein ausschließlich operativ bedingtes Lymphödem mit plötzlich anschwellendem Arm gehört deshalb bis auf wenige zu besprechende Ausnahmen der Vergangenheit an.
  • Entfernung von kleinen Knoten, Zysten (flüssigkeitsgefüllten, säckchenförmigen Hohlräumen) oder gutartigen Veränderungen: Diese können wir meist mit einer kosmetisch platzierten Hautschnittposition so entfernen, dass Ihre Narbe unaufdringlich und klein bleibt.
  • Kosmetische Eingriffe nach der Entfernung größerer und/oder bösartiger Tumore: Diese hinterlassen oft einen größeren Defekt (Schädigung), den unsere erfahrenen Spezialisten mit einer gezielten Anpassung des Hautschnittes und bei Bedarf mit einem Versetzen des Warzenhofes so ausgleichen können, dass das Ergebnis kosmetisch ansprechend wird. In jedem Fall besprechen wir zunächst ausführlich mit Ihnen unseren Therapievorschlag, sodass Sie gemeinsam mit uns über das genaue operative Vorgehen  entscheiden können.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, in dem wir Ihnen alle Ihre Fragen zu unseren Behandlungsmöglichkeiten ausführlich beantworten können. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Sie erreichen uns

Mo
8 - 12 + 12.30 -16 Uhr
Di
8 - 12 + 12.30 -16 Uhr
Mi
8 - 14 Uhr
Do
8 - 12 + 12.30 -16 Uhr
Fr
8 - 14 Uhr

Seite teilen: