Psychische Belastungen der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie verunsichert derzeit Menschen weltweit. Wir stehen vor beruflichen und privaten Herausforderungen, die unsere Psyche zunehmend belasten können. Die Blomenburg ist während der Corona-Krise weiterhin wie gewohnt für Sie da! Bei Fragen, Sorgen und Ängsten stehen wir Ihnen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Psychische Gesundheit in Zeiten von Corona

Psychische Auswirkungen der Corona-Pandemie
© Unsplash: Fusion Medical Animation

Der derzeitige Ausnahmezustand und die damit verbundene große Unsicherheit versetzt viele Menschen in Angst und Sorge. Die sozialen Einschränkungen, angeordnete Kurzarbeit oder die Arbeit aus dem Home Office stellen zusätzliche psychische Belastungen dar. Der alltägliche soziale Austausch und eine feste Routine fehlen und führen zu einem erhöhtem Frustpotenzial. Für Menschen, die bereits unter psychischen Vorbelastungen wie einer Depression oder Angststörungen leiden, ist die Situation besonders herausfordernd.

Stressfolgen und mentale Risiken

Bild: Mann steht am Fenster und genießt das Licht in entspannter Atmosphäre
© GettyImages-882155992

Das Coronavirus ist ein unsichtbarer Gegner, der finanzielle, gesundheitliche und existenzielle Sorgen schürt und mit großer Hilflosigkeit, Angst und Ohnmacht verbunden ist. Wir sind aktuell einer unvergleichlichen Krisen- und Stresssituation ausgesetzt, auf die Menschen mit veränderten Gefühlen und Verhalten reagieren. Zunehmende depressive Symptomatik, körperliche Auswirkungen wie Schlafstörungen oder eine Steigerung von aggressivem Verhalten können auftreten. 

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Psyche

Die Corona-Krise schlägt sich auf unsere Psyche nieder und kann unter anderem folgende Auswirkungen nach sich ziehen:

  • Ängste, Sorgen, Ohnmacht
  • Verunsicherung & Hilflosigkeit
  • Aggressives Verhalten / Zunehmende häusliche Gewalt
  • Probleme in der Partnerschaft / Familie
  • Zunehmende Einsamkeit durch soziale Isolation
  • Regelverstöße als Machtdemonstration
  • Verstärkter Alkohol- und Medikamentenkonsum
  • Zunahme von Stressfolgeerkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Schlafstörungen

Den mentalen Risiken können Sie jedoch auch zu Hause entgegenwirken. Nachfolgend haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Sie dabei unterstützen sollen, diese herausfordernde Ausnahmesituation psychisch gesund zu meistern.

Praktische Tipps für die mentale Gesundheit

Tagesstruktur

Achten Sie auf einen geregelten Tagesrhytmus, der Ihnen Sicherheit und Selbstbestimmt vermittelt. Halten Sie nach Möglichkeit Ihre gewohnten Arbeits- und Schlafenszeiten bei und planen Sie Ihren Tagesablauf vor. Die aktive Gestaltung beugt Hilflosigkeit vor und gibt Ihnen eine gewisse Kontrolle über die aktuelle Ausnahmesituation.

Bewusster Medienkonsum

Beschränken Sie Ihre Nutzung sozialer Medien sowie verschiedener Streamingdienste und setzen Sie sich klare Grenzen. Falschmeldungen oder permanente negative Nachrichten fachen Panikmache an. Der vermehrte Konsum von Serien und Filmen verstärkt negative Gefühle zusätzlich. Konzentrieren Sie sich lieber auf Aktivitäten, die Ihnen fernab digitaler Medien Freude bereiten. Lesen Sie zum Beispiel ein Buch, kochen Sie Ihr Lieblingsrezept oder widmen Sie sich einem neuen Projekt.

Bewegung

Sport hat nachweislich einen erheblichen positiven Effekt auf unsere Psyche. Integrieren Sie die Bewegung fest in Ihren Tagesablauf und verabreden Sie sich  zu einer virtuellen Trainingseinheit im Wohnzimmer. Auch ein ausgedehnter Spaziergang in der Natur (selbstverständlich unter Beachtung des nötigen Abstandes) wirkt sich positiv auf einen reduzierten Stresspegel und einer vermehrten Ausschüttung der Glückshormone Serotonin und Dopamin aus.

Soziale Kontakte

Beugen Sie der Einsamkeit in der sozialen Isolation durch regelmäßige Telefonate und Videochats vor und halten Sie Kontakt zu Freunden und Familie. Der regelmäßige Austausch über die aktuelle Gefühlslage, aber auch über positive Themen fernab der Corona-Pandemie, wirkt beruhigend und hilft einem Gefühlschaos und der negativen Gedankenspirale entgegenzuwirken.

Projekte

Sehen Sie die neu gewonnene Zeit als Chance. Fokussieren Sie sich auf längst überfällige Projekte oder gehen Sie geliebten Hobbies nach. Erfolgserlebnisse stellen sich bei der Erledigung aufgeschobener Aufgaben ein und schaffen eine gewisse Routine in Zeiten der Unsicherheit. 

Entspannungsübungen

Bauen Sie Ängste und Stress durch gezielte Entspannungsübungen ab. Eine bewusste Auszeit mit Meditation oder Yoga hilft effektiv, Stress abzubauen und durchzuatmen. Verschiedene Atemtechniken können den Puls senken und meditativ wirken. Im Internet finden Sie hilfreiche Anleitungen, die die ersten Schritte erleichtern.

Gefühlswahrnehmung

Nehmen Sie Sorgen und Ängste bewusst war und teilen Sie sich jemandem mit. Versuchen Sie jedoch auch, vermehrtem Grübeln entgegenzuwirken. Verinnerlichen Sie den Fakt, dass die Situation zwar beängstigend ist, jedoch nur temporär besteht. Lenken Sie Ihre Gedanken ganz gezielt in eine positive Richtung und schmieden Sie Pläne für die Zeit nach dem Ausnahmezustand.

Wir sind auch in dieser akuten Ausnahmesituation an Ihrer Seite!

In Krisensituationen für Sie da!

Unterstützung durch Angehörige bei Wochenbettdepression
© Unsplash: Markus Spiske

Besonders bei Betroffenen einer psychischen Erkrankung verstärkt sich die indikationsspezifische Symptomatik aufgrund der sozialen Isolation zunehmend. Nehmen Sie erste Warnsignale ernst und wenden Sie sich an Ihren Haus- oder Facharzt. Professionelle Hilfe ist besonders in aktuen Situationen essenziell! Das Expertenteam der Blomenburg ist auch in Krisensituationen jederzeit telefonisch oder per E-Mail für Sie da. Vereinbaren Sie online einen unverbindlichen Beratungstermin und vertrauen Sie sich uns an!

Sprechen Sie uns an

Dr. Stephanie Grabhorn

Dr. Stephanie Grabhorn

Chefärztin

Seite teilen: