Schultergelenkinstabilitäten (Schultergelenkluxationen)

Das Glenohumoralgelenk ist das eigentliche Schultergelenk. Aufgrund seines vorwiegend kapsulären Aufbaus können hier Instabilitäten in verschiedene Richtungen auftreten.

Angeborene Schulterinstabilitäten werden auch „habituelle“ oder „willkürliche Schulterinstabilitäten“ genannt. Dabei ist die Gelenkkapsel extrem ausgeweitet, was die Instabilität der Schulter bedingt. Meistens sind diese Schultern in verschiedene Richtungen luxierbar, also verrenkbar (sogenannte multidirektionale Instabilitäten).

Anders stellt es sich bei den erworbenen Instabilitäten dar: Diese können durch eine chronische Überbeanspruchung und Mikroinstabilität entstehen, zum Beispiel bei Sportlern mit Wurf- oder Schlagbelastung (Volleyball, Handball, Speerwurf, Tennis). Demgegenüber stehen die unfallbedingten Auskugelungen nach einer direkten oder indirekten Krafteinwirkung. Insbesondere nach einem Unfall mit einer Verletzung der Gelenklippe kann die Schulter immer wieder auskugeln.

Nachbehandlung

Die rasche Mobilisierung des operierten Schultergelenkes hat für uns höchste Priorität. Dennoch ist eine kurze Ruhigstellung in einer Orthese (spezielles medizinisches Hilfsmittel) notwendig. Anschließend erfolgen eine gezielte Krankengymnastik und eine sportartspezifische Rehabilitation.

Erfolgsaussichten

Betrachtet man das Qualitätsmerkmal einer erneuten Auskugelung nach einer arthroskopischen Stabilisierung, so liegt die Gefahr bei den heutigen Techniken etwa bei 5 %. Diese Ergebnisse können bei multidirektionalen Instabilitäten nicht erreicht werden. In unserer Klinik werden alle Eingriffe von Experten durchgeführt, die über eine umfassende Erfahrung in der Behandlung von Schulterbeschwerden verfügen.

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