Revision oder Wechseloperation bei gelockerter Hüftendoprothese

Trotz aller Erfolge, die im Bereich des künstlichen Hüftgelenkersatzes in den vergangenen Jahrzehnten erzielt wurden, gibt es noch keine Prothese, die ewig hält. So kommt es nach vielen Jahren des schmerzfreien Gehens häufig zu Problemen am operierten Hüftgelenk. Die häufigste Ursache ist die verschleißbedingte Lockerung einzelner oder aller Komponenten des künstlichen Hüftgelenkes. Wechseloperationen sind heutzutage sehr häufig ausgeführte Eingriffe, mit denen wir wieder eine dauerhaft gute Versorgung Ihres Hüftgelenks erreichen können.

Diagnostik und Therapie bei einer Infektion der Gelenkprothese

Sofern bei Ihnen der Verdacht auf eine Protheseninfektion besteht, führen wir im Vorfeld der Revisionsoperation die Punktion (Entnahme von Flüssigkeit) des Hüftgelenkes durch. Ein aussagefähiges Ergebnis aus dem mikrobiologischen Labor ist nach Ablauf von etwa 14 Tagen zu erwarten. Unter Berücksichtigung des individuellen Befundes erfolgt im Infektionsfall die individuelle Therapieplanung für unsere Patienten. Im Normalfall führen wir einen zweizeitigen Wechsel durch. Das bedeutet, dass zunächst ein Prothesenausbau erfolgt, anschließend schließt sich ein prothesenfreies Intervall bis zum Abklingen der Infektion an. In einem zweiten Eingriff setzen unsere Ärzte dann die neue Prothese ein.

Ersatz einer gelockerten Hüft-Prothese

Ersatz einer gelockerten Hüft-Prothese

Bei einer gelockerten Endoprothese ist eine Operation (Revision) im Normalfall unumgänglich. Dabei sollte der zeitliche Abstand zwischen dem Erkennen der Lockerung und dem operativen Eingriff so kurz wie möglich gehalten werden. Auf diese Weise kann ein unnötiger Verlust an Knochen oder eine unnötige Weichteilreizung vermieden werden. Gemeinsam mit Ihnen wählt unser Operateur in einem persönlichen Gespräch die für Sie optimal geeignete Endoprothese und Verankerungsmethode aus. Ein Wechseleingriff ist ein individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmtes Behandlungsverfahren, bei dem die große Erfahrung unserer Operateure eine wichtige Grundlage für den Behandlungserfolg darstellt.

Nachbehandlung in der Reha

Ziel der postoperativen (nach dem Eingriff erfolgenden) Rehabilitation ist die möglichst schnelle Wiederherstellung Ihrer Gelenkfunktion und Ihrer Gehfähigkeit. Dazu erfolgt im Regelfall die stationäre Weiterbetreuung im Rahmen der Anschlussheilbehandlung (sogenannte Reha oder Kur). Bei besonders aufwendigen Knochenrekonstruktionen oder schlechten Muskelverhältnissen kann es im Einzelfall jedoch sinnvoll sein, die Rehabilitation beziehungsweise Kurmaßnahme erst in einem gewissen zeitlichen Abstand durchzuführen und eine moderate ambulante Krankengymnastik voranzustellen. Unser Operateur wird Ihnen dies im Einzelfall genau erklären.

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