Brachytherapie des Prostatakarzinoms

Der Prostatakrebs ist in Deutschland die allgemein häufigste Tumorerkrankung bei Männern.

Bei Niedrig-Risiko-Tumoren bieten wir unter anderem eine LDR-Brachytherapie mit radioaktiven Seeds an. Die sogenannten Seeds sind lediglich so groß wie ein Reiskorn. Unsere Spezialisten pflanzen sie in die Prostata ein, wo sie eine gleichmäßige Strahlung an das umliegende Gewebe abgeben. Das umgebende Gewebe wird weitgehend geschont, obwohl die Seeds eine hohe Strahlendosis an den Tumor abgeben.

Für eine LDR-Brachytherapie narkotisieren wir unseren Patienten. Durch Hohlnadeln bringen wir die Strahlungsquelle, also die Seeds, in die Prostata über den Dammbereich ein. Ein erfahrener Strahlentherapeut berechnet mithilfe eines computergestützten Programms während des Eingriffs die optimale Verteilung und Intensität der Strahlung.

Der Patient verlässt unsere Klinik üblicherweise nach zwei Tagen.

Die Seeds verbleiben im Körper unseres Patienten ohne eine Reaktion auszulösen. Sie entfalten dort ihre länger anhaltende Strahlenwirkung auf das Prostatakarzinom (Krebsgeschwulst der Prostata).

Die Heilungschancen sind, sofern die Methode für die Patienten geeignet ist, ebenso hoch wie bei operativen Eingriffen. Sehr selten tritt bei Patienten eine Inkontinenz auf. Eine Impotenz wird vermehrt nach drei Jahren beobachtet.

Diesem Verfahren setzen gelegentlich die Prostatagröße und das Speichervermögen der Harnblase Grenzen.

Die Brachytherapie ist eine der empfohlenen Therapien laut der neuesten Deutschen Leitlinie für Prostatakrebsbehandlung.

Unser Chefarzt Dr. Fröhlich und sein strahlentherapeutischer Kollege setzen diese Therapieform bereits seit 2004 erfolgreich ein.

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