Chronisches venöses Geschwür (Ulcus)

Ein chronisches venöses Geschwür ist eine schlecht heilende (chronische), meist tiefe Wunde an den Beinen. Diese Krankheit wird auch als „Offenes Bein“ bezeichnet.

Offene Beine sind zu etwa 80 % durch eine Venenschwäche bedingt oder zumindest mitbedingt. Die Ursache der übrigen 20 % sind zur Hälfte arterielle (die Schlagadern betreffende) Durchblutungsstörungen und zur anderen Hälfte vielfältige weitere Erkrankungen, zum Beispiel rheumatische (schmerzhafte den Bewegungsapparat betreffende) Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Tumore und Infektionen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Wichtigster Hinweis für eine Diagnose sind die Beschwerden sowie das Aussehen des betroffenen Beines. Zudem sind verschiedene technische Untersuchungen entscheidend. Sie dienen dazu, sowohl die Funktion der Schlagadern (Arterien) als auch der Venen des betroffenen Beines zu beurteilen.

Mit einer Doppleruntersuchung (Bildgebungsverfahren, bei dem der Blutfluss farblich dargestellt wird) und weiteren bildgebenden Diagnostik-Verfahren (Röntgen mit Kontrastmittel) werden die Ursachen sichtbar gemacht.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Konservativ

Zu der konservativen Behandlung gehört die Kompressionstherapie mit Kompressionsstrümpfen oder Kompressionsstrumpfhosen, die für jeden Patienten maßangerfertigt werden, die manuelle Lymphdrainage (spezielle Massage zur Beseitigung von Lymphstauungen), die Hochlagerung der Beine sowie Übungen für die Muskeln. In unserem Haus arbeiten erfahrene Physiotherapeuten, die Sie kompetent betreuen.

Medikamente zur Zellwachstumsförderung zählen ebenfalls zum konservativen Behandlungsangebot.

Operativ

Neben der konservativen Behandlung besteht die Möglichkeit, das chronische venöse Geschwür mittels einer Operation zu behandeln. Bei dieser Krankheit ist meist eine Kombination aus beiden Behandlungsangeboten sinnvoll.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Wir empfehlen Ihnen eine Bewegungstherapie (dient der Wiederherstellung der Belastbarkeit und der normalen Bewegung) und/oder eine Physiotherapie.

Auch am Entlassungstag führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch, in dem wir Sie auf besondere Dinge hinweisen, die Sie weiterhin beachten sollten. Zudem wird eine eventuelle Weiterbehandlung oder Nachsorge besprochen.

Sprechen Sie uns an

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