Knochensarkom (Osteosarkom)

Das Osteosarkom - im Volksmund auch Knochenkrebs genannt - ist der häufigste bösartige Knochentumor bei Kindern und jungen Erwachsenen. Jedes Jahr erkranken etwa zwei von 100.000 Menschen in Deutschland daran. Tritt es als Ersttumor auf, sind also keine anderen Krebserkrankungen bekannt, dann meist in einem Alter zwischen 4 und 25 Jahren. Sind über 50-Jährige betroffen, so entsteht ein Knochentumor häufig als Folge einer anderen Krebserkrankung und damit als Sekundärtumor bzw. Metastase.

Besonders gefährlich macht das Knochensarkom, dass es oft erst sehr spät entdeckt wird, weil die Beschwerden, die es verursacht, zum Beispiel Schmerzen oder Schwellungen, falsch gedeutet werden.

Diese bösartigen Tumoren kommen vielfach am Oberarm, Oberschenkel und Schienbein vor. Mit ihrem aggressiven Wachstum können sie die Knochen – und auch die Gelenke in ihrer Umgebung – zerstören.

Diagnostik

Ein Röntgenbild hilft dabei, Größe und Form der Wucherung zu bestimmen, besteht der Verdacht auf Knochenkrebs. Eine Kernspintomographie (MRT) bringt weitere Absicherung. Um das Gewebe genauer zu untersuchen, können zusätzlich Gewebeproben entnommen werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Bestätigt sich der Verdacht, besprechen wir gemeinsam mit dem Patienten und seinen Angehörigen die nächsten Schritte. In der Regel beginnen wir die Behandlung mit einer Chemotherapie. Im Idealfall schrumpft der Tumor dadurch und kann bei der OP leichter entfernt werden. Positiver Nebeneffekt: auf diese Weise lässt sich auch die Wirksamkeit der eingesetzten Medikamente überprüft werden, die nach einem Eingriff erneut zum Einsatz kommen,  um möglicherweise zurückgebliebene Krebszellen zu zerstören.

Bei der Operation selbst ist unser Ziel, den Tumor vollständig zu entfernen. Dabei ist besonders wichtig, die gesamte Geschwulst zu entfernen, um spätere Wucherungen zu vermeiden. Auch wenn die großflächige Entfernung oberste Priorität hat, versuchen unsere Spezialisten immer möglichst viel natürliches Gewebe zu erhalten und bei selbst bei großen Tumoren das betroffene Körperteil, wie Oberarm oder Schienbein zu erhalten. Dafür  stehen an unsere Klinik spezielle Therapieformen wie der Fixateur externe zur Verfügung (Link Fixateur externe).

Ist der Knochen jedoch so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Prothese nötig wird, so verfügen wir zum einen über spezielle Endoprothesen, die sehr passgenau eingesetzt werden können. Zum anderen ist Prof. Hillmann einer von nur sehr wenigen Experten, der das Verfahren der Umkehrplastik beherrscht (Link Umkehrplastik). Sie verhilft dem Patienten zu sehr viel mehr Beweglichkeit und sind damit kaum in ihrem Alltag eingeschränkt.

Nachsorge

In regelmäßigen Abständen kontrollieren wir mit Röntgenbildern oder andere bildgebenden Verfahren, ob der Patient tumorfrei geblieben ist oder, ob der Tumor Metastasen in anderen Knochen gebildet hat, um auch hier möglichst früh geeignet Therapiemaßnahmen einleiten zu können.

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