Kompetenzteam für die ganze Gruppe
In einer Zeit, in der das deutsche Gesundheitssystem vor einem massiven Umbau steht, werden Qualität und Leistung zu wettbewerbsentscheidenden Faktoren für Kliniken. Asklepios ist dank des Konzernbereichs DRG-, Medizin- und Qualitätsmanagement gut aufgestellt. Ein Team, bestehend aus Ärzten, Betriebswirten, Diplom-Pflegewirten und -Psychologen sowie Lehrern für Pflegeberufe, berät alle Kliniken des Verbundes bei der inhaltlichen und methodischen Umsetzung des DRG-basierten Vergütungssystems (G-DRG-System) und bei der Umsetzung von Qualitätsmanagementprozessen.
Als im Juni 2000 die Einführung eines leistungsorientierten, fallpauschalierten Abrechnungssystems für stationäre Krankenhausleistungen gesetzlich verabschiedet wurde, dachte noch niemand daran, dass das G-DRG (German-Diagnosis Related Group) System in solch kurzer Zeit ganz konkrete Auswirkungen auf die Krankenhäuser der Asklepios Gruppe und die Versorgungsqualität ihrer Patienten haben würde.
Eine wesentliche Herausforderung liegt in der Optimierung und Anpassung der eigenen Organisations- und Leistungsstrukturen an das G- DRG- System, bei gleichzeitiger kontinuierlicher Verbesserung der hohen Qualität der medizinischen Versorgung bei Asklepios. Medizinische Versorgung auf höchstem Qualitätsniveau sowohl im Akut- als auch im Rehabilitationsbereich ist eine Anforderung, die die Asklepios Gruppe seit jeher an sich selbst stellt.
Das Leistungsspektrum des Konzernbereichs DRG-, Medizin- und Qualitätsmanagement beinhaltet Folgendes:
· Budgetverhandlungen und Krankenhausrecht
· Strategie und Planung
· DRG-Benchmarking und -Berichtswesen
· Integrierte Versorgung und Netzwerke
· Erlössicherung
· Qualitätsmanagement
· Medizinische Ergebnisqualität
· Prozessreorganisation und klinische Behandlungspfade
· Kostenkalkulation
· International Health Services
Budgetverhandlungen und Krankenhausrecht
Das DRG- und Medizinmanagement-Team bereitet innerhalb des Unternehmens die Budgetverhandlungen vor und begleitet diese. Erfahrungen und Problemlösungen einzelner Häuser kommen auf diese Weise der gesamten Gruppe zugute.
Gründliche Analysen - DRG-Benchmarking und -Berichtswesen
Seit dem Jahr 2000 sammelt die Abteilung ausgewählte medizinische und betriebswirtschaftliche Daten aus allen Akutkliniken der Asklepios Gruppe in einer unternehmensinternen zentralen Datenbank. Die monatliche Auswertung ermöglicht einen aktuellen Überblick der Leistungs- und Erlössituation in den Kliniken.
Für ausgewählte Kennzahlen erfolgt auf Basis vergleichbarer Abteilungen und DRGs (Diagnosis Related Groups = ökonomisch-medizinisches Klassifikationssystem) ein umfangreiches Benchmarking. Die Ergebnisse werden den dokumentierenden Ärzten monatlich zur Verfügung gestellt und in regelmäßigen Schulungen in den Kliniken kommuniziert. Die umfassende Datenbasis erlaubt zudem die Analyse der Entwicklung wichtiger Qualitätsindikatoren.
Der Bereich DRG-Benchmarking und -Berichtswesen erstellt ferner Sonderanalysen für ausgewählte Themenbereiche und unterstützt die Kliniken bei der Weiterentwicklung des hauseigenen DRG-Berichtswesens.
Integrierte Versorgung und Netzwerke
Die Asklepios Kliniken zählen zu den federführenden Einrichtungen bei der Umsetzung von Modellen der integrierten Versorgung. Der Konzernbereich sorgt dafür, dass regionale Strukturen aufgebaut werden können. Sie erarbeiten Modelle zur Kooperation mit Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten, Rehabilitationskliniken und ambulanten Pflegediensten bis zu Selbsthilfegruppen. Den Patienten werden künftig Komplexangebote durch Haus- und Fachärzte, Krankenhaus- und Rehabilitationsmedizin zur Verfügung stehen, die ergänzt werden durch ein Netzwerk komplementärer Leistungsanbieter. Diagnostik und Therapie werden unter allen beteiligten Leistungserbringern abgestimmt und umgesetzt. Ein gemeinsames therapeutisches Team begleitet den Patienten durch die Behandlung und sichert damit einen optimalen Behandlungserfolg. Diese Organisationsstruktur erarbeitet der Konzernbereich, er schafft die rechtlichen, EDV-technischen und baulichen Voraussetzungen, begleitet die Umsetzung und stellt seine Erkenntnisse anderen, neuen Netzwerkprojekten zur Verfügung.
Erfolgreiche Zertifizierung dank Qualitätsmanagement
Fachleute des Konzernbereichs DRG-, Medizin- und Qualitätsmanagement unterstützen die Kliniken im Vorfeld anstehender Zertifizierungen und stehen den Qualitätsbeauftragten vor Ort beratend zur Seite. Monatliche Statusberichte zeigen dem zuständigen Projektleiter, wieweit die Klinik ihre Qualitätsmaßnahmen ableitet und umsetzt. Die Überprüfung der Qualität der Krankenhausleistungen erfolgt in den Kliniken unter anderem durch Befragungen von Patienten, Mitarbeitern und niedergelassenen Ärzten zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit. Außerdem führt der Konzernbereich jährlich externe Qualitätsaudits in allen Kliniken durch.
Zertifizierung nach KTQ
Um unser Qualitätsmanagement ständig auf dem besten Stand zu halten, nutzt Asklepios seit 2001 das krankenhausspezifische Qualitätsverfahren der „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“ (KTQ). Ziel ist es, alle unsere Akutkliniken der Asklepios Gruppe nach KTQ zu zertifizieren. Aktuell wurden 39 Kliniken erfolgreich nach KTQ zertifiziert.
Re-Zertifizierung nach KTQ
Die Asklepios-ASB Klinik Radeberg durchlief das KTQ-Verfahren bereits zum zweiten Mal. Im Juni 2005 hat sie als erste Klinik in Deutschland das KTQ®-Zertifikat für eine erneute Zertifizierung erhalten, diesmal nach dem weiterentwickelten KTQ-Katalog der Version 5.0. Aktuell konnte die Asklepios-ASB Klinik Radeberg als erste deutsche Klinik erfolgreich re-rezertifiziert werden.
Als erstes psychiatrisch-neurologische Fachkrankenhaus hat das Salus Fachkrankenhaus Bernburg unter der Regie von Asklepios eine Zertifizierung erhalten. Für Reha-Kliniken gibt es eigene Qualitätssicherungsverfahren, die die Kliniken durchführen müssen, wie zum Beispiel das „QS-Reha“ der gesetzlichen Krankenversicherungen und das Reha-Qualitätssicherungsprogramm der Rentenversicherungsträger. Erst seit 2006 können sich auch Reha-Einrichtungen nach KTQ zertifizieren lassen.
Interne Strukturierung mit AMIQ
Seit über zehn Jahren betreiben die Asklepios Kliniken ein umfassendes Qualitätsmanagement auf Basis des Asklepios Modells für Integriertes Qualitätsmanagement (AMIQ). Es bewertet die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität und ermöglicht, Behandlungsprozesse zu überprüfen, zu optimieren und so die Ergebnisqualität laufend zu steigern. Dabei wenden wir national und international anerkannte Qualitätsmodelle und verfahren an, wie zum Beispiel DIN EN ISO und EFQM (European Foundation for Quality Management).
AMIQ dient der internen Strukturierung der Qualitätsmanagement-Maßnahmen. Es bildet den Rahmen für die verschiedenen Qualitätsbausteine (Bewertung, Optimierung, Befragungen, Prozessdokumentation etc.) und legt den Ablauf der Projekte fest. AMIQ spiegelt im Wesentlichen den kontinuierlichen Verbesserungszyklus oder auch Plan-Do-Check-Act-Zyklus (PDCA) wider. Dabei wird davon ausgegangen, dass jeder Vorgang als Prozess betrachtet und als solcher kontinuierlich und schrittweise verbessert werden kann.
Asklepios hat sich hinsichtlich der externen Qualitätssicherung für das bundesweit etablierte BQS-Verfahren entschieden, welches von einer unabhängigen externen Institution, der BQS Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung, durchgeführt wird. Deren Gesellschafter sind die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Spitzenverbände der Krankenkassen und der Verband der Privaten Krankenversicherungen.
Objektiv trifft dieses Verfahren auf Basis der folgenden Kriterien eine Aussage zur medizinischen Behandlungsqualität in deutschen Krankenhäusern:
- bundesweit einheitliche und verpflichtende Dokumentation, dadurch Schaffung von Transparenz und
validen Referenzwerten;
- bundesweite Entwicklung von Qualitätsindikatoren und Referenzbereichen von Fachexperten,
kontinuierliche Anpassung an aktuelle Erkenntnisse;
- Beschreibung des Qualitätsziels; nachvollziehbare Herleitung von Messmethoden und Rechenregeln;
- Betrachtung von Prozess-, Ergebnisqualität und Indikationsstellung;
- Referenz: medizinisch-wissenschaftliche Literatur;
- Berücksichtigung von Erkrankungsschweregraden durch „Risikoadjustierung“.
ISO
Im Gegensatz zu KTQ ist das Qualitätssicherungsverfahren nach ISO nicht krankenhausspezifisch. Einige Brustzentren und die Klinik St. Wolfgang in Bad Griesbach sind nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und haben den AMIQ-Baustein „Prozessführung“ vollständig und erfolgreich umgesetzt.
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