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:: Pränataldiagnostik:
Familienplanung und Schwangerschaft bedeutet eine intensive Phase voller Gefühle, Wünsche, Hoffnungen und auch Unsicherheiten. Schon in der Zeit bevor man schwanger ist und insbesondere in den Frühphasen der Schwangerschaft fragt man sich vielleicht, was man zur Sicherheit des Kindes alles tun kann. Wesentlich für die Betreuung einer Schwangerschaft ist die Schwangeschaftsvorsorge bei einer Ärztin, einem Arzt oder einer Hebamme. In der Vorsorge wird die Entwicklung des Kindes beobachtet und sie bekommen Ratschläge für einen guten und sicheren Schwangerschaftsverlauf. Im Rahmen dieser Schwangerschaftsvorsorge bieten Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auch eine Reihe von Untersuchungen an, bei denen mit speziellen Verfahren nach Störungen und Fehlbildungen bei den Ungeborenen gesucht werden können. Für die die sogenannte Pränataldiagnostik stehen eine Vielzahl von Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Heute können Ärztinnen und Ärzte das Fruchtwasser untersuchen oder einen Bluttest bei einer Schwangeren durchführen. Bei diesen Tests wird nach Hinweisen auf mögliche Behinderungen oder Erkrankungen gesucht. Weiterhin dient der Ultraschall nicht nur zur Beobachtung der Entwicklung des Kindes in der Schwangerschaft, sondern auch um Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind zu entdecken. Hier bestehen je nach erreichter Schwangerschaftswoche mehrere Untersuchungs-möglichkeiten zur Verfügung.
Untersuchungsformen der Pränataldiagnostik:
:: Ultraschalluntersuchung:
Nach dem Mutterpass sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen: 9.- 12. SSW, 19.- 22. SSW und 29.- 32 SSW. Hier kann dei Ärztin / der Arzt das Alter der Schwangerschaft bestimmen, das Wachstum des Ungeboren kontrollieren und Aussagen über die Entwicklungsfunktion der Organe durchführen. Wichtig dabei ist, dass nur in den ersten 12 bis 18 Wochen, der Geburtstermin relativ sicher bestimmt werden kann. Eine genauere Untersuchung der Organe des Ungeborenen sind in der Regel erst nach der 19. SSW möglich.
Verfahren zur Risikoeinschätzung:
:: Nackenfaltenmessung:
Sie wird in der 12.- 14 SSW durchgeführt. Bei ihr wird die Nackenfalte des Ungeboren gemessen. Wird dabei ein bestimmter Wert erreicht, kann eine statistische Risikoeinschätzung mit Hilfe eines Computerprogrammes erfolgen. Hierbei lässt sich eine Risikoeinschätzung über eine mögliche Chromosomenabweichung oder einen Herzfehler festlegen. Dabei kann diese Risikoeinschätzung keine Aussagen über einen tatsächlichen Sachverhalt geben, da sie nur eine Berechnung von Wahrscheinlichkeiten darstellt. Auffällige Werte sollten hier zu weiteren Untersuchungen führen. Nur so können genauere Aussagen getroffen werden.
:: Triple-Test:
Dieser Triple-Test erfolgt durch eine Blutentnahme bei der Frau zur Bestimmung der Hormone: HCG, Östriol und des Alpha-Feto- Proteins. Auch hierbei erfolgt eine Risikoeinschätzung. Man kann diesen Test in der 16.- 18 SSW durchführen.
Invasive, eingreifende Untersuchungen:
:: Chorionzottenbiopsie:
Die Chorionzottenbiopsie kann man in der 10.- 12 SSW durchführen, hierbei werden Chorionzotten aus dem späteren Mutterkuchen entnommen und die gewonnenen Zellen werden im Labor direkt auf ihren Chromosomensatz hin untersucht. Es besteht ein Fehlgeburtenrisiko von 0,5- 2%.
:: Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese):
Sie erfolgt in der 14.- 20. SSW. Hierbei werden ca. 15ml Fruchtwasser mit abgelösten Zellen des Ungeborenen gewonnen. Daraus werden im Labor die Zellen auf ihren Chromosomensatz hin untersucht. Das Fehlgeburtsrisiko liegt in einer Größenordnung von 0,5- 1%. |