Ausbildung von MedizinstudentenJeder klinisch tätige Arzt sollte die Grundlagen der Neurologie kennen und einen neurologischen Befund erheben können. Deshalb ist es für Medizinstudenten sinnvoll, eine 4-wöchige Famulatur oder den Wahlabschnitt des Praktischen Jahres in der Neurologie zu absolvieren. Unsere Abteilung beteiligt sich gern an der Ausbildung, auf jeder Station stehen 2 Ausbildungsplätze für PJ-Studenten oder Famulanten zur Verfügung. Wir erwarten ausreichendes Interesse und Engagement der Studierenden (Bewerbungen bitte an Prof. Arning über das Sekretariat der Abt. Neurologie / Frau Grapengeter).
Praktisches JahrZu den Zielen der Ausbildung gehört, dass Studierende am Ende des Tertials die wichtigsten neurologischen Krankheitsbilder gesehen haben und die Grundlagen der jeweiligen Diagnostik und Therapie kennen. Dazu finden wöchentlich Studenten-unterricht durch den Leitenden Arzt sowie Fallbesprechungen statt.
Studierende sollen die technischen Untersuchungen (EEG, EMG, Neuro-Ultraschall und Polysomnographie) kennenlernen und Grundwissen über jeweilige Indikationen, technische Durchführung und Aussagekraft erwerben. PJ-Studenten erhalten hierzu Einführungen durch die jeweils zuständigen Oberärzte.
Studierende sollen sich in ärztliche Aufgaben des Stationsarztes einarbeiten. Hierzu gehören Anamnese- und Befunderhebung, ärztlich-praktische Tätigkeiten einschl. Lumbalpunktion, organisatorische und Dokumentationsaufgaben sowie (nach einer Einarbeitungszeit) Betreuung eigener Patienten unter Supervision bis zum Fallabschluss mit Arztbriefschreibung. PJ-Studenten erhalten hierzu Anleitung durch den Stationsarzt und Supervision durch den zuständigen Oberarzt.
Studierende nehmen an der täglichen Fallbesprechung einschl. Morbiditäts-Mortalitäts-Konferenz, der täglichen Röntgenvisite, der dreimal wöchentlichen Abteilungsfortbildung und an der wöchentlichen Klinikfortbildung teil. Sie haben Gelegenheit, in der Abteilungsfortbildung selbst ein kleines Referat zu übernehmen und sich im Vortrag zu üben.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, neurologische Notfälle in der medizinischen Aufnahme und in der Unfallambulanz kennen zu lernen (Begleitung des Konsiliararztes am Ende des PJ-Abschnitts, ggf. Teilnahme an einem Nachtdienst).
Zum Selbststudium stehen den Studierenden 1 Studientag wöchentlich oder eine entsprechende Zahl von Tagen am Abschnittsende kumuliert zur Verfügung.
FamulaturFamulantinnen und Famulanten haben Gelegenheit, die neurologische Anamnese- und Befunderhebung zu erlernen und anzuwenden; dazu erhalten sie Anleitung durch den Stationsarzt und Supervision durch den Oberarzt. Sie lernen wichtige Krankheitsbilder, diagnostische Abläufe und Therapieverfahren kennen und nehmen am wöchentlichen PJ-Unterricht des Leitenden Arztes und an den Fallbesprechungen teil. Sie lernen die wichtigsten Aufgaben des Stationsarztes kennen und erhalten einen guten Einblick in das Fach Neurologie.
Untersuchungskurs Neurologie Prof. Arning führt im Rahmen seiner Lehrverpflichtung für den Fachbereich Medizin der Universität Hamburg Studentenunterricht durch. Im SS 2003 erfolgte eine Evaluation des im AK Wandsbek durchgeführten Untersuchungskurses Neurologie (Pflichtkurs im 1. klinischen Semester) durch den Fachbereich Medizin. Dabei erhielt der im AK Wandsbek durchgeführte Kurs - im Vergleich mit zwei anderen Kliniken - in allen 12 abgefragten Punkten die beste Bewertung. Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus der Evaluation:
Zufriedenheit der Studierenden mit der Ausbildung in drei verschiedenen Hamburger Krankenhäusern,
Beurteilung mit den Noten 1 (sehr negativ) bis 6 (sehr positiv).