
Standardverfahren für die Hirngefäßdiagnostik sind heute die Doppler- und die farbkodierte Duplexsonographie. Die Ergebnisse einer Ultraschalluntersuchung sind wie bei kaum einem anderen diagnostischen Verfahren abhängig von der Qualifikation und Erfahrung des Untersuchers.
Prof. Dr. Christian Arning und Dr. Jürgen Rieper aus der Abteilung Neurologie des AK Wandsbek verfügen über Zertifikate DEGUM-Stufe III bzw. II der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Sie leiten seit vielen Jahren die Gefäß-Ultraschall-Kurse in der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg.
Neben der Doppler- und Duplexsonographie der extra- und intrakraniellen Arterien (Hals- und Hirnarterien) werden in der Abteilung Neurologie u.a. folgende Spezialuntersuchungen durchgeführt:
- Foramen-ovale-Diagnostik (OFO-Test)
zur Frage eines Rechts-links-Shunt durch ein offenes Foramen ovale in der Herz-Scheidewand. Bei diesem Befund, der bei manchen Menschen angeboren vorliegt, können aus einer Beinvene stammende Blutgerinnsel einen Schlaganfall durch Hirnarterienembolie hervorrufen.
- Messung der zerebrovaskulären Reservekapazität
zur Frage der hämodynamischen Auswirkungen von Gefäßverengungen und Gefäßverschlüssen. Die Beeinträchtigung der Hirndurchblutung hängt nicht nur von dem Ausmaß einer Gefäßverengung, sondern auch von der Qualität vorhandener Umgehungskreisläufe (Kollateralen) ab; diese kann für die wichtigste Großhirnarterie (A. cerebri media) mit dieser Methode abgeschätzt werden.
- OP-Monitoring
zur frühzeitigen Erkennung von Komplikationen bei Operation an der A. carotis (Halsschlagader). Während des Eingriffs an der A. carotis muss die Blutversorgung durch die Arterie für einige Minuten vollständig unterbrochen werden. Durch Blutströmungsmessung an der Hirnarterie lässt sich sofort feststellen, ob die Versorgung über natürliche Umgehungskreisläufe ausreichend ist.
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