Häufig ist es notwendig, zur Feststellung einer Erkrankung Gewebsproben oder Flüssigkeit tief aus dem Körper mit einer Nadel zu gewinnen (Punktion). Typischerweise lassen sich Leber, Tumoren, Eiterherde oder Bauchwasser so untersuchen.
Um die interessierenden Strukturen sicher und risikoarm zu punktieren, ohne dass Nachbarorgane verletzt werden, hat es sich bewährt, derartige Punktionen unter permanenter sonographischer Kontrolle durchzuführen, da so das Vordringen der Nadel am Monitor genau verfolgt werden kann. Spezielle Sonographiesonden mit einem Führungskanal für die Punktionsnadel stehen dafür zur Verfügung.
Mit einer Ultraschallsonde wird die korrekte Punktionsrichtung eingestellt. Nachbarorgane werden so nicht verletzt. Der Führungskanal für die Punktionsnadel ist bereits an der Ultraschallsonde befestigt.
Mit Hilfe einer Punktionsnadel kann in diesem Fall Flüssigkeit aus einer großen Pancreaspseudozyste (Wasseransammlung an einer Bauchspeicheldrüse) abgelassen werden.
Für eine Punktion im Bauchbereich sollte die letzte Nahrungsaufnahme vier bis sechs Stunden zurückliegen. Der Patient liegt auf einer Untersuchungsliege. Die Haut wird lokal betäubt und desinfiziert. Die Untersuchungsdauer inkl. Punktion beträgt zirca 20 Minuten.
Weitere Auskunft und Anmeldung: Frau Ebert (Sekretariat Prof. Otte), Tel: 040 18 18-83 1256