Treten Schluckstörungen und/oder Schmerzen hinter dem Brustbein auf, die essensabhängig sind, dann sind Funktionsstörungen der Speiseröhre dafür mögliche Ursachen. Gestört können sowohl der Bewegungsablauf in der Speiseröhre als auch der Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen sein. Bei Verdacht auf solche Funktionsstörungen wird die Druckmessung in der Speiseröhre als Untersuchungsmethode eingesetzt.

Ein Druckaufnahmekatheter, der mit einem Computer verbunden ist, registriert dabei Bewegungsablauf, Druckschwankungen und misst exakt den Verschlussdruck zwischen Speiseröhre und Magen (unterer Ösophagussphinkter). Dieser Sphinkter hat eine wichtige Barrierefunktion und verhindert im Normalfall das Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre. Bei einer Fehlfunktion kann es zu Sodbrennen und bei längerem Bestehen zu einer chronischen chemischen Entzündung der Speiseröhre kommen (Refluxkrankheit, Refluxösophagitis). Auch seltenere Fehlfunktionen der Speiseröhre, dazu zählen Achalasie, Ösophagusspasmen, Sklerodermie und andere können durch die Ösophagus-Manometrie diagnostiziert werden.

Bei der Untersuchung wird nach lokaler Betäubung der Nasenschleimhaut eine Druckaufnehmersonde durch die Nase über die Speiseröhre bis in den Magen geschoben. Beim schrittweisen Zurückziehen werden die Drucke in den einzelnen Abschnitten der Speiseröhre gemessen und im Computer gespeichert. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 30 Minuten. Die Fahrtüchtigkeit des Patienten ist nach der Untersuchung nicht beeinträchtigt.
Druckkurven eines Schluckaktes an fünf Messpunkten in der Speiseröhre
Weitere Auskunft und Anmeldung: Frau Ebert (Sekretariat Prof. Otte), Tel: 040 18 18-83 1256