Der Verdacht auf Funktionsstörungen im Bereich des Schließmuskels oder des Enddarms (Rektum) sind Gründe, die anorektale Manometrie als Untersuchungsmethode einzusetzen. Die meisten Patienten, die zu dieser Untersuchung geschickt werden, leiden darunter, dass sie den Stuhl nicht sicher halten können (Stuhlinkontinenz) oder man vermutet eine seltene Ursache einer Verstopfung (Obstipation). Vom Ergebnis der anorektalen Manometrie hängt es ab, welchen Behandlungsvorschlag der Arzt dem Patienten machen kann. Ist beispielsweise eine Schwäche des Schließmuskels Ursache für die Stuhlinkontinenz, dann kann durch systematisches Training bei Biofeedback oft eine entscheidende Verbesserung erreicht werden.
Die Druckaufnehmersonde ist an ein spezielles Manometriegerät angeschlossen, welches wiederum mit einem Computer verbunden ist, der die gemessenen Daten auswertet.
Für die anorektale Manometrie ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Während der Patient entspannt auf dem Untersuchungstisch liegt, wird eine Druckaufnehmersonde durch den After in den Enddarm eingeführt. In mehreren Messdurchläufen werden der Ruhedruck des Schließmuskels sowie der Verschlussdruck beim Pressen gemessen, die Daten im Computer gespeichert und anschließend ausgewertet. Die Untersuchungszeit beträgt ca. 15 Minuten.
Weitere Auskunft und Anmeldung: Sekretariat Prof. Treichel Tel. 040 18 18-83 1256