Über Sodbrennen klagen viele Menschen. Es weist darauf hin, dass vermehrt Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und dort die Beschwerden auslöst. Ein derartiger Säurerückfluss ist oft Ursache einer chronischen Entzündung der Speiseröhre (Refluxösophagitis). Beschwerden und Ausmaß der Entzündung korrelieren häufig nicht. Dass ein Patient über starkes Sodbrennen bis hin zu starken Schmerzen hinter dem Brustbein klagt und bei der Spiegelung der Speiseröhre keine entzündlichen Veränderungen gefunden werden, ist relativ häufig. Bei diesen Patienten ist es sinnvoll, eine 24-Stunden-pH-Metrie durchzuführen, um zu beweisen, dass tatsächlich Säurerückfluss die Ursache ist und nicht eine andere Krankheit in Frage kommt. Obligat ist diese Untersuchung auch, wenn die Refluxkrankheit gesichert und eine Antirefluxoperation (Fundoplicatio) geplant ist.

Säuremessgerät: Die gelbe Elektrode wird im Brustbereich auf die Haut geklebt. Die blaue pH-Sonde, die so dünn ist, dass sie hier kaum zu erkennen ist, verbleibt während der Messung in der Speiseröhre. Das Aufzeichnungsgerät wird um die Schulter oder den Hals gehängt.
Bei der Untersuchung wird nach lokaler Betäubung der Nasenschleimhaut eine sehr dünne Messsonde durch die Nase in die Speiseröhre vorgeschoben. Sie wird, nachdem sie optimal platziert ist, mit einem kleinen Aufzeichnungsgerät verbunden, das die Säurekonzentration im Ösophagus kontinuierlich registriert; die Daten werden später im Computer ausgewertet. Die Untersuchungsdauer beträgt 24 Stunden. Während dieser Untersuchungszeit darf der Patient sich "normal" bewegen und "normal" speisen. Auch die Fahrtüchtigkeit ist während der 24 Stunden-pH-Metrie nicht beeinträchtigt.

Bei dieser ausgewerteten Messung wurde ein erheblicher Säurereflux festgestellt.
Weitere Auskunft und Anmeldung: Sekretariat Prof. Treichel Tel. 040 18 18-83 1256