:: Fachabteilung Physikalische Therapie
In der Krankengymnastik werden die allgemeine Beweglichkeit trainiert, das Gleichgewicht geschult, arthrotische Gelenke aktiviert und bei Lähmungserscheinungen gezielte Muskelübungen durchgeführt.
Körperliche Belastbarkeit und Ausdauer verbessern sich, die Standsicherheit, das Gangbild und Stehvermögen stabilisieren sich. Die physiotherapeutische Behandlung erfolgt auf neurophysiologischer Basis nach dem Bobath-Konzept.
Ziel ist es, bei Paresen und Plegien (Lähmungen unterschiedlicher Schweregrade) die betroffenen Extremitäten zu trainieren, der Bewegungsapparat wird durch gezielte Reize stimuliert und sensibilisiert. Diese Reize erhält der Patient durch Berührung, Druck, Temperatur, Schwerkraft, Sehen oder Hören.
Die so gebahnten und ausgelösten Bewegungsreaktionen entsprechen normalen Alltagsbewegungen. Kompensation, maximale Kraftanstrengung und Ausbildung einer Spastik mit oft schmerzhafter, stark erhöhter Muskelanspannung sowie Fehlstellung in den Gelenken wird vorgebeugt.
Die krankengymnastische Behandlung erfolgt als Einzeltherapie. Ergänzend können aktivierende Gruppenbehandlungen zur Anwendung kommen. Zusätzlich werden spezielle krankengymnastische Konzepte einbezogen.
Behandlungen nach Brügger, PNF, der Funktionellen Bewegungslehre, manuelle Therapie, Schlingenbehandlung, Ergometrie, Atemtherapie, therapeutisches Bewegungsbad, Wärme- und Kälteanwendungen kommen zur Anwendung. Wenn notwendig, wird der Umgang mit Schienen und Bandagen (Prothesen und Orthesen) und Gehhilfen trainiert.