Asklepios Fachklinikum  
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Struktur

Abteilung für Psychosomatische Medizin
 
Die Abteilung Psychosomatische Medizin umfasst 26 Behandlungsplätze, die auf der Station Schwidder-Haus untergebracht sind. Hier werden Patienten behandelt, bei denen körperlich-seelische Wechselwirkungen im Vordergrund des Leidens stehen.
 
Viele unserer Patienten leiden an Störungen, für die der Hausarzt und die hinzugezogenen Fachärzte keine ausreichende Behandlung anbieten können, wenn auch bei intensiver Untersuchung keine organische Erkrankung feststellbar ist. Dabei kann es sich um Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes, des Bewegungsapparates, um Hauterkrankungen, Schwindel-erscheinungen, Schmerzen sowie Beschwerden in anderen Organsystemen handeln.
 
So ist es nicht nur Alltagserfahrung, sondern heute auch wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis, dass seelische Erkrankungen ebenso auf den Körper rückwirken, wie körperliche Erkrankungen seelische Folgen haben. Untersuchungen weisen darauf hin, dass ca. 30% aller Patienten, die eine allgemeinärztliche Praxis aufsuchen, dies wegen sogenannter funktioneller Beschwerden tun, also wegen Beeinträchtigungen, für die organische Ursachen im engeren Sinn nicht diagnostiziert werden können.
 
In unserem Medizinsystem werden körperlich begründbare Beschwerden meistens mit hoher Sicherheit erkannt und behandelt, die psychischen und emotionalen Aspekte einer Erkrankung kommen dabei jedoch oft zu kurz. Wenn dies der Fall ist, können sich Schwierigkeiten in der Bewältigung einer Erkrankung einstellen, Beschwerden können chronifizieren und Depressionen, Ängste sowie verstärkte körperliche Symptome kommen zum Krankheitsbild hinzu.
 
Berufliche und familiäre Konflikte, als Stress erlebte Anforderungen, Umbrüche und Lebenskrisen können die Bewältigungsmöglichkeiten eines Menschen überfordern und zu anhaltenden Erkrankungen führen, wenn ihnen nicht sinnvoll begegnet wird. Schwere körperliche Erkrankungen führen oft zu einer ständigen sorgenvollen Beschäftigung mit dem Körper, auch nachdem der eigentliche organische Genesungsprozess abgeschlossen ist.
 
Psychosomatische Erkrankungen können somit Ausdruck eines seelischen Konfliktes sein, der sich in körperlichen Symptomen manifestiert, aber auch zunächst körperlich verursachte Störungen haben oft erhebliche psychische Auswirkungen.
 
Zur Veranschaulichung mag ein einfaches Schaubild dienen, dass die Wechselwirkung und gegenseitige Beeinflussung körperlicher und seelischer Prozesse darstellt. Angenommen ist hier die Situation eines Patienten, bei dem eine koronare Herzerkrankung diagnostiziert wurde, oder sogar ein Herzinfarkt eingetreten ist:
 
 
 
Psychosomatische_Medizin_1
 
 
Die Mechanismen sind bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen vergleichbar, angeführt sei hier zur Veranschaulichung ein weiteres Beispiel: 
 
 
Psychosomatische_Medizin_2
 
 
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, genau in diesem Bereich von Erkrankungen tätig zu werden und Behandlungskonzepte für diese spezifischen Fragestellungen anzubieten. Wie in allen Tiefenbrunner Abteilungen wird in einem Team aus verschiedenen Berufsgruppen gearbeitet, so dass die Behandlungsangebote möglichst 'passend' für die einzelnen Therapieziele und Fragestellungen ausgelegt werden können. Im Sinne einer integrativen Psychotherapie kommen analytisch-tiefenpsychologische Behandlungs-verfahren ebenso zur Anwendung wie Elemente der kognitiven Verhaltentherapie und systemischen Psychotherapie.
 
Behandelt werden folgende Störungen:
  • Somatoforme Störungen
  • Funktionelle Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes, des Bewegungsapparates und anderer Organsysteme
  • Schmerzstörungen und Schwindelerscheinungen
  • Schwierigkeiten in der Verarbeitung von Hauterkrankungen, z.B. Neurodermitis
  • Anhaltende Probleme in der Bewältigung schwerwiegender und/oder belastender körperlicher Erkrankungen (z.B. Depressionen nach Herzinfarkt)
  • Essstörungen in Form von Anorexie, Bulimie, Adipositas
  • Körperliche Auswirkungen von Stress, übermässigem Genussmittelkonsum
 
Zugang:
Bei inhaltlichen Fragen zur Behandelbarkeit eines Patienten in unserer Einrichtung ist die unmittelbare Kontaktaufnahme mit den ärztlichen KollegInnen der Abteilung oder mit dem Chefarzt per Telefon oder e-mail problemlos möglich.
Gleiches gilt für Patientinnen und Patienten, die die Behandlungsmöglichkeit in unserer Klinik für sich prüfen wollen, wobei wir hier die vorherige Konsultation mit dem Hausarzt bzw. dem behandelnden Arzt zu Hause empfehlen.
 
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