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Ergebnisse der Traumaforschung haben das Verständnis psychotischer Zustände erheblich erweitert. Für die Entwicklung psychotischer Vulnerabilität konnten mittlerweile viele physiologische und biochemische Daten und Befunde erhoben werden, die für Diagnostik und Behandlung relevant sind. Die Zusammenhänge zwischen Trauma und Psychose erweitern aber nicht nur biologische Modelle der Psychosenentstehung, sondern rücken auch soziokulturelle Faktoren in den Brennpunkt, die sich rein naturwissenschaftlich nicht erfassen lassen. Psychotische Zustände sind nicht nur klinische Fakten. In Medien und öffentlichem Diskurs findet sich jedoch aktuell kaum ein Ort, wo Psychosen, kein seltenes Krankheitsbild, selbstverständlich als eine von vielen menschlichen Möglichkeiten rezipiert und kommuniziert werden. Das dadurch wohl ästhetisches Erkenntnispotential verloren geht, hat auch Folgen für die Einbeziehung psychotischer Menschen in soziale Prozesse, und das trotz aller Antistigma-Kampagnen. Die Vorträge unseres 15. Workshops werden diese Fragestellungen aufgreifen und dazu Beiträge in psychiatrischer, traumatologischer, historischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive bei-steuern. Wir laden Sie und Ihre MitarbeiterInnen herzlich zu unserem Workshop am 8.11.2008 ein und freuen uns darauf, Sie in Tiefenbrunn zu begrüßen und mit Ihnen zu diskutieren. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem zum Download bereit gestellten Flyer. :: Flyer zum 15. Tiefenbrunner Workshop [PDF; 25 KB] |