Ehrung für Engagement für MS-Erkrankte

Unermüdliches Engagement mit Herz und Verstand
Dr. Udo Polzer erhält Ehrennadel der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft
Für sein außergewöhnliches ehrenamtlichen Engagement ist Dr. Udo Polzer, Ärztlicher Direktor des Asklepios Fachklinikums Stadtroda, kürzlich von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet worden.
Der Chefarzt der Klinik für Allgemeine Psychiatrie/ Psychotherapie, Gerontopsychiatrie und Suchterkrankungen hat seit 2015 den Vorsitz des Thüringer DMSG-Landesverbandes inne. Schon vorher war er als stellvertretender Vorsitzender eine tragende Säule innerhalb des Landesverbandes gewesen. Bereits als Vorsitzender des Ärztlichen Beirats hat Dr. Polzer seine medizinische Kompetenz und seine Einsatzbereitschaft eingebracht.
„Es gibt Menschen, die durch ihr Wirken weit über das hinausgehen, was man erwarten kann – die mit Verstand, Herz und unermüdlichem Engagement Verantwortung übernehmen“, sagte DMSG-Schirmherr Christian Wulff. Der frühere Bundespräsident betonte in seiner Laudatio, dass Dr. Polzer mit Weitsicht und Besonnenheit sowie mit einem tiefen Verständnis für die Sorgen und Belange der MS-Erkrankten in Thüringen agiere.
Am Asklepios Fachklinikum Stadtroda führte Dr. Polzer 1998 den MS-Tag und das Patientenforum der Thüringer DMSG ein. Er findet immer wieder Zeit, medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufzubereiten und an die Mitglieder weiterzugeben. Damit stärkt er nicht nur das Vertrauen in die Arbeit des Verbandes, sondern gibt den Betroffenen Halt, Orientierung und das Gefühl, gehört und verstanden zu werden.
„Herr Dr. Polzer ist nicht nur Vorsitzender - er ist auch Ansprechpartner, Begleiter und Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Lebensrealität. Mit Empathie, klarem Blick und dem festen Willen, die Lebensumstände MS-Erkrankter zu verbessern, prägt er das gemeinsame Wirken des Landesverbandes seit Jahren entscheidend mit“, unterstreicht Christian Wulff.
„Ich freue mich über die Wertschätzung, die mir durch diese Ehrung entgegengebracht wird und bin dankbar, dass ich mich für die Belange der Betroffenen einsetzen darf“, sagt Dr. Udo Polzer.
Die multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark zerstören dabei die Markschneiden, die Umhüllungen der Nervenfasern und die Nervenfasern selbst. Die im Nerv weitergeleiteten Informationen kommen dadurch langsamer oder gar nicht am Zielort an.
Die Folge: Lähmungen, Sehstörungen oder Gefühlsverluste. Für die Betroffenen macht sich die Erkrankung verschieden bemerkbar, abhängig davon, welche Teile des Gehirns oder Rückenmarks entzündet sind. Die Anzeichen und der Verlauf dieser Nervenerkrankung sind von Fall zu Fall unterschiedlich, deshalb wird sie auch als „Erkrankung mit tausend Gesichtern" bezeichnet.
MS ist die häufigste neurologische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter. Sie trifft vor allem jüngere Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Frauen erkranken etwas häufiger als Männer. Die Verläufe können sehr unterschiedlich sein.