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Stadtroda (OTZ/A. Schott). Im Rahmen der 16. Thüringer Gesundheits-woche, sie steht in diesem Jahr unter dem Motto "Gesundheit gemeinsam gestalten", organisierte das Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises gestern gemeinsam mit dem Asklepios-Fachklinikum von 10 bis 17 Uhr einen Gesundheitstag im Felsen-keller der Klinik. Am Vormittag präsentierten sich zahlreiche Vereine, Verbände, Behörden und betroffene Selbsthilfe-gruppen dem interessierten Publikum. Darunter u.a. das Gesundheitsamt, der Wendepunkt e.V. aus Eisenberg mit seiner Tagesstätte, die als teil-stationären Einrichtung für Kranke und Abhängigkeits-erkrankungen agiert, die Roda-Werkstatt sowie das Heinrich-Sommer-Haus in Bad Klosterlausnitz. |
Am Stand der Diakonie, die am Vormittag durch Jana Steinke und Ines Dörre von der Kirchgemeinde Stadt-roda betreut wurde, bot man u.a, Tipps rund um das seelische Wohlbefinden an. Video-Kurzbeitrage ergänzten das Vormittags-programm. Am Nachmittag standen zahlreiche Fachvorträge zum Tagesthema Depres-sion auf dem Programm. Vor allem Angehörige von Betroffenen lauschten den Ausführungen der Ex-perten. Sie referierten u.a. darüber, was überhaupt eine Depression ist, wie sie sich äußert und welche Merkmale für eine Depres-sion sprechen, die zum Beispiel Angehörige sensi-bilisieren könnten.
Aufmerksam machten die Experten auch darauf, dass bereits im Kindes- und Jugendalter depressive Störungen zu beobachten |
sind.
In Deutschland leiden nach statistischen Erhebungen rund vier Millionen Menschen an akut behand-lungsbedürftigen Depressionen. Betrachtet man die zumeist lange Zeit der Erkrankung, so stehe in den Industrieländern Depressionen noch vor allen anderen psychischen oder physischen Erkran-kungen an erster Stelle und zähle damit zur Volkskranheit Nummer eins, schätzen die Experten ein. Einig sind sie sich, dass eine Diagnose äußerst kompliziert sei, weil viele unterschiedliche Symptome auf die Krankheit, schließen lassen, Ist die Krankheit allerdings diagnostiziert, gebe es durch gezielte Therapieverfahren gute Möglichkeiten, die Krank-heit zu heilen, 80 Prozent der Erkrankten kann geholfen werden. |