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OTZ vom 12.11.2005

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Poßögel-Mitarbeiter Guido Weinhardt beim Pflastern der Rinne an der neu zu bauenden Straße entlang des künftigen Maßregelvollzuges in Stadtroda. Im Bildhintergrund erfolgt der Erdaushub für den Neubau im Auftrag des Asklepios Fachklinikums.      (Foto: OTZ/Schott)

Größte Investition im Mittelpunkt


Fachklinikum Stadtroda informiert zur Einwohnerversammlung über den Neubau

Von OTZ-Redakteurin Monika Schöler

Stadtroda. Im Mittelpunkt der Ein-wohnerversammlung in Stadtroda am Don-nerstagabend im Fel-senkellersaal stand der Neubau des Maß-regelvollzuges des As-klepios-Fachklinikums. Dieser sei eine Ver-pflichtung bei der Über-nahme des damaligen Landesfachkranken-hauses gewesen, er-läuterte Asklepios-Ge-schäftsführer Volker Thesing. Er sowie Bau-Projektmanager Karsten Fricke erläu-terten ausführlich die mit knapp 22 Millionen Euro größte Investition, aber auch die bereits erfolgten oder noch geplanten Veränderun-gen im Klinikgelände und beantworteten Fra-gen der Besucher.
Derzeit sind für den Neubau umfangreiche Erdarbeiten im Gange. Das Gelände sei deut-lich abschüssig in Ri-chtung Klinikum. Man müsse sehr tief ins Gelände gehen. Denn die Gebäude würden nicht höher als die bis-herigen Altbauten und sie könnten
nicht von den Bewoh-nern des Tachover Ringes eingesehen werden. Dies werde auch über die Pult-dachkonstruktion ge-währleistet. Ein Blick-kontakt bestehe also weder für die Pa-tienten nach außen noch von den Einwohn-ern ins Innere desMaß-
von Einwohnern hin-sichtlich der Sicherheit.
Die neue Forensik biete Platz für maximal 80 Patienten, derzeit seien es rund 70, die in verschiedenen Gebäu-den und in einem provisorischen Contai-nerbau untergebracht seien.
Man wolle aber mög-lichst schon etwas schneller fertig werden. Das Vorhaben musste, weil Fördermittel vom Freistaat dafür ausge-reicht werden, europa-eit ausgeschrieben werden. Generalunter-ehmer sei die Thüringer Firma Bilfinger und Berger, die sich ihrer-eits Subunternehmer suche. Dabei sei sie angehalten, dass mög-ichst viele Firmen aus Thüringen bzw. der Re-ion die Möglichkeit er-alten, sich dem Wett-bewerb zu stellen, wur-e auf eine Anfrage zur Ver-gabe von Aufträgen informiert.
Nach dem Einzug in die neue Forensik werde der Altbau, das Haus 21, ab-gerissen, es sei nicht mehr zu halten. Anstelle entstehe ein Neubau für die Tages-klinik und die ambu-lanten Praxen im Klinik-gelände. Die vom Maß-regelvollzug auch noch genutzte Abteilung im Haus 1 werde nach Aus-zug der Patienten mo-dernisiert und für die Erwachsenenpsychiatrie eingerichtet. Der Contai-ner werde zurückgebaut.
Das neue Gebäude bietet deutlich bessere Nut-zungs- und Sicherheitsmöglichkeiten als das im Altbau der Fall war.
Asklepios-Geschäftsführer Volker Thesing zum Neubau des Maßregelvollzuges
regelvollzuges, wurde unterstrichen.
Bei der Planung habe man viele Auflagen des Justizministeriums er-füllen müssen. Alle Sicherheiteeinrichtung-en seien sehr genau durchdacht, erklärte Karsten Fricke. Man werde keine anderen Patienten behandeln als das bisher der Fall sei. Auch den offenen Maßregelvollzug, der in das neue Gebäude integriert ist, habe man bislang schon prak-tiziert. Dazu sei man gesetzlich verpflichtet, weiß auch Volker Thesing um manche Bedenken
Einen Spagat hatten die Planer zu vollführen zwi-schen Sicherheit, Funk-tionalität und Optik des neuen Kom-plexes, der sich städte-baulich in das Wohn-gebiet einfügen soll. So seien die Gebäude mit Klinkermauerwerk in Höhe und Länge ge-gliedert, die wenigen Fenster seien nicht ver-gittert. Grün werde an-gepflanzt. Das Ganze sehe aus wie ein Wohngebäudekomplex mit ein bisschen wenig Fenstern, beschrieb Karsten Fricke.
Ziel sei es, den Bau im dritten Quartal 2007 abzuschließen.
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