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OTZ vom 14.06.2007

16park07

Blick in den Tagungssaal zum Auftakt der 16. Parkinsonwoche in Stadtroda. Im Felsenkellersaal sowie in weiteren Räumen des Asklepios Klinikums finden bis Freitag Vorträge rund um Behandlungsmöglichkeiten und neueste Medikationen statt. 160 Teilnehmer haben für das Symposium gemeldet. (Foto: OTZ/Axel Ukena)

Start für Ferndiagnostik

16. Parkinsonwoche in Stadtroda - Patientenverhalten wird per Video übertragen

Von OTZ-Redakteur Axel Ukena

Stadtroda.
Ein neues Projekt soll dieses Jahr starten, welches die ärztliche Beobachtung von Parkinsonpatienten in den Vor­dergrund rückt. Per Video wird Alltagsverhalten übertragen, welches Aufschlüsse gibt.
„Anhand der Ferndiagnose kann die Einstellung der Medika­tion überprüft werden", verweist Dr. Udo Polzer, Ärztlicher Direk­tor des Asklepios Klinikums Stadtroda, auf eine wesentliche Neuerung, welche gemeinsam mit den Krankenkassen greifen soll. Die Beobachtung werde ei­nen Zeitraum von einem Monat umfassen. Dieses Vorhaben wird im Rahmen der Parkinsonwoche näher beleuchtet.
Seit gestern läuft in Stadtroda wieder die Parkinsonwoche. Es ist die 16. derartige Veranstal­tung, und sie vereint neben Me­dizinern, ebenso Patienten und Angehörige, Vertreter von Selbst­hilfegruppen  und  Verbänden. Insgesamt 160 Meldungen lagen bis gestern für die dreitägige Ver­anstaltung vor.
Dr. Sigrun Bever, Referentin im Thüringer Gesundheitsminis­terium, überbrachte Grußworte von Minister Klaus Zeh (CDU), der wiederum die Schirmherr­schaft für die Veranstaltung über­nommen hat. Sie hob dabei das Engagement der Selbsthilfegrup­pen heraus und bestärkte sie, mehr auf ihre Belange aufmerk­sam zu machen. Seitens des Landes gebe es auch 2007 Förder­gelder für die Arbeit der Gruppen und des Verbandes.
Bis Freitag stehen vielfältige Fragen rund um Morbus Parkin­son im Vordergrund. „Insbeson­dere geht es um psychische Ver­änderungen bei Patienten, um Konzentrationsschwächen und Gedächtnisstörungen. Die Vor­gänge dazu wollen wir näher er­läutern", nennt Dr. Polzer einen Schwerpunkt. Ein weiterer - und darüber referierte er eingangs der gestrigen Tagung im Felsenkel­lersaal des Klinikums - dreht sich um die Rücknahme zweier Medikamente, welche als Neben­wirkung die Herzklappenfunkti­on stören.
Eingebettet sind Vorträge in Therapieprogramme, aber auch in ein Rahmenprogramm. Letzte­res führt die Teilnehmer heute auf die Buga nach Gera und Ron­neburg. Ersteres lud gestern Nachmittag u.a. zu einer Tanz­therapie.
„Tanz und Bewegung stabili­sieren das Gedächtnis und die motorischen Fähigkeiten. Wir nutzen das, um geistige Fähigkei­ten zu trainieren", so Dr. Polzer. Des Weiteren konnte künstle­risch gestaltet werden, fand eine psychologische Gesprächsrunde und ein Kurs Logopädie statt.
Abgerundet werden die Vor­träge zu interessierenden Fragen der Betroffenen wie Schluck­problernen, Störungen der Bla­senfunktion und Potenzstörun­gen, ebenso zu Schwindel- und Schwitzanfällen sowie die Fahr­tauglichkeit unter Berücksichti­gung der Erkrankung.
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