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eMail: c.kabis@asklepios.com

OTZ vom 21.04.2007

Pflegedienstdirektoren aus Kliniken auf Jahrestreffen in Stadtroda

bflk

Von Mittwoch bis gestern tagten im Stadtrodaer Asklepios-Klinikum Pflegedienst-direktoren aus Kliniken in ganz Deutschland über „Auswirkungen der Gesundheitsstrukturreform". (Foto: Cornelia Kabis)
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OTZ vom 23.04.2007

Klinikum ein würdiger Tagungsort

Bundesfachtagung in Stadtroda beendet

Stadtroda (OTZ). Erfolgreich ging die Jahrestagung der Bun desfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psy­chiatrie (BFLK) am Freitag in Stadtroda zu Ende,
Der Vorsitzende des Verban­des, Heinz Lepper, Pflegedirek­tor aus Bonn, war mit der Organi­sation und dem Ablauf der Ta­gung sehr zufrieden und kann sich eine Wiederholung im Stadtrodaer Klinikum sehr gut vorstellen.
Die Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegeperso­nen der Psychiatrie (BFLK) hielt ihre diesjährige Jahrestagung vom 18. bis 20. April im Asklepi­os Fachklinikum Stadtroda ab. Dabei gab es eine doppelte Pre­miere. Erstmals fand dieses Treffen der gesamtdeutschen Pflegedirektoren in Thüringen statt, und ebenfalls zum ersten Mal in den
Räumlichkeiten ei­nes privaten Krankenhausträ­gers. Im Mittelpunkt des 32. Tref­fens stand das Thema „Wieviel Ethik können wir uns leisten?". Dieser Thematik wurde sich in mehreren Arbeitsgruppen genä­hert.
Zum Rahmenprogramm der von gut 110 Pflegedirektoren be­suchten Tagung zählte neben der Möglichkeit der Besichtigung des Asklepios Fachklinikums Stadtroda auch ein ökumeni­scher Gottesdienst und die Auf­führung eines Theaterstückes durch die Laienspielgruppe der Mitarbeiter des Asklepios-Fachklinikums Stadtroda.
Die Teilnehmer, aus der ge­samten Bundesrepublik ange­reist, und nahezu alle erstmalig in Ostthüringen zu Gast, zeigten sich sowohl von den kulinari­schen Genüssen als auch von den landschaftlichen Reizen beein­druckt.
OTZ vom 25.04.2007

Den ethischen Maßstäben treu bleiben

Pflegedienstdirektoren diskutieren über Auswirkung von Gesundheitsreform - Keine Fallpauschale im psychiatrischen Bereich

Von OTZ-Redakteur
Axel Ukena

Stadtroda. Am vergangenen Freitag endete in Stadtroda die 32. Jahrestagung der Bundes-fach­vereinigung Leitender Kranken-pflegepersonen in der Psychiat­rie (BFLK) e. V. (OTZ berichtete).
Im Mittelpunkt der Diskussion beschäftigten sich die 110 Pflege­dienstverantwortlichen mit der Gesundheitsreform und Auswir­kungen durch die Strukturreform zum einen sowie mit der Frage „Wieviel Ethik können wir uns noch leisten?" zum anderen.
Viele Mitarbeiter im Pflege­dienst stoßen dabei an Grenzen, weiß Marie-Luise Windorf aus den Gesprächen am Rande der Fachtagung.
„Es muss alles schneller gehen, es wird von den Mitarbeitern im­mer mehr verlangt und die Verweildauer der Patienten wird im­mer kürzer", skizziert die Pflegedienst-leiterin am Stadtrodaer Asklepios-Fachklinikum den an vielen Einrichtungen beklagten allgemeinen Trend.
Sicher seien betriebswirt­schaftliche Dinge wichtig.
 „Das wissen wir auch, dass wir wirt­schaftlich arbeiten müssen. Aber ethische Aspekte dürfen dabei nicht außer Acht gelassen wer­den", weiß Frau Windorf um den Zwiespalt, der sich auftut.
Die Teilnehmer, die zum ers­ten Mal bei einem privaten Trä­ger ihre Tagung durchführten, in­teressierte dabei auch die Situati­on in Stadtroda. „Wir stehen per­sonell im Vergleich sehr gut da, gleichfalls auch wirt-schaftlich", verweist Marie-Luise Windorf auf 317 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allein im Pflege­dienst des Klinikums.
Gerade auf dem Pflege-dienst lastet eine enorme Verantwor­tung. „Die Zahl der psychiatrisch Erkrank-ten nimmt immer weiter zu. Viele sind dem Leistungs­druck der Gesellschaft nicht mehr gewachsen." Damit steigen die Anforderungen für die hel­fende Berufs-gruppe.
„Denn was nützt mir die beste Leistungsgesell-schaft, wenn sie nicht den Schwächsten mit­nimmt?", wirft Marie-Luise Win­dorf die Frage auf, zu der auf der Tagung vielfach Antworten ge­sucht wurden.
Stadtroda verfügt dabei über ein gutes Netzwerk. Das zahlt sich aus. Die Hilfe bindet Patien­ten. Arzte und Angehörige glei­chermaßen ein, begleitend auch in der Nachsorge, beispielsweise bei einer Unterbringung in einem Heim oder in einer anderen Woh­nung. „Oftmals sind Angehörige mit den Problemen völlig über­fordert. Das erfordert Teamarbeit und auch ein gutes Klima."
Um ein solches ist man in Stadtroda ständig bemüht. Mitar­beiter, die sich wohl fühlen, strahlen auch auf die Patienten positiv aus. „Bei uns müssen alle Berufsgruppen an einem Strang ziehen. Hilfe in der psychiatri­schen Betreuung ist in erster Li­nie Beziehungsarbeit. Das erfor­dert gut ausgebildetes Personal." Dinge, auf die in Stadtroda gro­ßen Wert gelegt werde und wofür das Klinikum bekannt sei.
Dass der psychiatrische Be­reich in der Patientenbetreuung weiter ohne Fallpauschale arbei­ten kann, sei positiv, kommt Frau Windorf auf die Reform zurück. Wie andere Dinge darin greifen, die in erster Linie dem Patient dienen, „lässt sich erst später an Details beurteilen".