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Von OTZ-Redakteur Axel Ukena
Stadtroda. Auf 30 Jahre Psychotherapie blickt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Asklepios Klinikum in Stadtroda. Gestern Nachmittag wurde dieses Ereignis im Felsenkellersaal umfangreich gewürdigt. 1977 galt die Eröffnung der Abteilung als ein Meilenstein in der Therapie psychisch erkrankter Kinder, hob Dr. Udo Polzer, Ärztlicher Direktor des Klinikums, jene Etappe und das Engagement der Macher um Frau Dr. Köhler hervor.
Gemessen an der Gründung der Kinder- und Jugendpsychiatrie immerhin schon im Jahr 1886 - damals noch als |
„Blödenanstalt" abgetan -sei es aber noch eine sehr junge Disziplin. Gerade die Entwicklung Ende der 60er bis Anfang der 80er Jahre brachte wesentliche Veränderungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit, hob der heutige Chefarzt der Klinik, Dr. Bernd Lutter, heraus. Neben Diagnostik standen Rehabilitation und Förderung im Einklang und sie passten ins somatisch orientierte Krankheitsverständnis zu damaliger Zeit in der DDR - das heißt, auf den Körper oder Organe bezogen.
Bis heute erfuhr die damalige Abteilung des Bezirksfachkrankenhauses mehrfache Veränderungen sowohl in der räumlichen Gestaltung als auch in der |
Profilierung, nannte Dr. Lutter verschiedene Etappen. Festgehalten sind darin u.a. der Einzug der ersten Lehrerin 1976, später der ersten Kindergärtnerin, neuartige Therapien, die Förderpflegestation, der Umzug und die Aufteilung in neue Stationen (heute sind es sechs). Ebenso haben sich bis heute die Krankheitsbilder verändert, was sich durch eine Zunahme von Bindungsstörungen und Traumata kennzeichnet.
Wir stehen vor der komplexen Sanierung der Klinik ab 2008, die in einem Neubau mündet. Chefarzt Dr. Bernd Lutter |