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Stadtroda. "Willkommen zu einer abenteuerlichen und vergnüglichen Reise in die nicht nur kulinarischen Gepflogenheiten unserer Nachbarn" laden "Die S(t)imulanten" im Programmheft zu ihrem neuen Stück ein. Die Theatergruppe des Asklepios Fachklinikums Stadtroda hat die mittlerweile zehnte Aufführung auf die Bahn gebracht. Im September zum Tag der offenen Tür im Klinikum war Premiere. Sie ist beim Publikum sehr gut angekommnen, bestätigen die Akteure schmunzelnd. Am kommenden Freitag, 23. November, 20 Uhr, gehen die Laienschauspieler im Stadtrodaer Felsenkellersaal noch einmal der Frage nach, "Warum Pizza und Wodka nicht zusammen passen". "Es ist ein ganz fröhliches, lebensbejahendes Stück", beschreibt Petra Billing, die in zwei Rollen schlüpft. "So etwas Düsteres wie den Gevatter Tod vor zwei Jahren wollten wir alle nicht wieder machen."
Anleihen haben die "S(t)imulanten" diesmal bei William Shakespeare und seinem Wintermärchen genommen.
Der Heldenklau, dargestellt |
von Katrin Ullrich, begleitet das Publikum wie ein roter Faden durch die Handlung. Diese dreht sich um zwei Jugendfreunde, die im reiferen Alter mit Geld, Liebe und Eifersucht konfrontiert werden, "wie das wahre Leben eben so spielt". Und das spielt diesmal - wie der Titel schon andeutet - in zwei Ländern. Dafür haben Thomas Ochell und Christoph Jank eine tolle Kulisse gebaut, die wahlweise nach Italien mit dem schiefen Turm und nach Russland mit dem Kremlturm führt. Selbst eine schwenkbare Bar fehlt nicht. "Schade, dass wir diesmal nur zwei Vorstellungen haben. Denn das Bühnenbild ist super gemacht", meint Anita Jank etwas bedauernd. Zurn ersten Mal bleibl allerdings das Ende offen und es gibt kein Happy End. "Aber unser Publikum ist unschlagbar im Interpretieren", weiß Petra Billing aus Erfahrung.
Es ist nun fast zehn Jahre her, dass sich 12 Stadtodaer Krankenhausmitarbeiter zusammentaten, um ein Theaterstück aufzuführen. Anlass war das 150-jährige Bestehen des |
Landesfachkrankenhauses für Psychiatrie und Neurologie 1998. Seither sind die Laienschauspieler bei der Stange geblieben, angeleitet von der Spiel- und Theaterpädagogin Charlote Storch. Zum Team gehören auch die Verantwortlichen für Organisation, Bühnenbild, Licht, Ton, Musik, Technik. Jeden Donnnerstagabend ist Probe. Wegen der Schichtdienste ist es mitunter nicht einfach, dass alle kommen können. Und Krankenschwester Anita Jank gibt zu, dass "man sich auch manchmal erst aufraffen muss". Doch wenn alle zusammen sind, dann hilft die Begeisterung am Spielen und an der Verwandlung über so manchen Alltagsstress hinweg. Wenn ein Stück Premiere hatte, dann hat die Theatertruppe schon das neue Thema im Blick. Was wollen die "S(t)imulanten" im nächsten Jahr auf die Bühne bringen? "Ich glaube es wird mörderisch", lässt Anita Jank schon einmal anklingen, ohne zu viel zu verraten. |