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OTZ vom 25.09.2006

Tag der Begegnung im Asklepios Fachklinikum

Einblick in Kinder- und Jugendpsychiatrie

Stadtroda (OTZ). Auch in die­sem Jahr öffnet das Asklepios Fachklinikum Stadtroda zum Tag der Begegnung am kommen­den Mittwoch um 14 Uhr seine Türen für alle interessierten Bür­gerinnen und Bürger, teilt das Klinikum mit.
Bewusst habe man die Veran­staltung als Tag der Begegnung benannt, da das gegenseitige Ge­spräch gesucht und mit diesem immer noch bestehende Vorur­teile und Unklarheiten in Bezug auf die Behandlung psychiatri­scher Erkrankungen ausgeräumt werden sollen - biete sich doch hierdurch die Möglichkeit, die Arbeit der Angestellten im Klini­kum nach außen hin sichtbar und auch nichtfachmännischen Be­suchern verständlich zu machen.
Damit knüpfe man an die be­reits in den vergangenen Jahren veranstalteten Informationstage an, die auf Grund des öffentli­chen Interesses stets gut besucht gewesen seien. Seit dem Jahr 2004 wird dieser Tag federfüh­rend von einer Klinik der Ein­richtung übernommen und unter)

 

ein spezielles Motto gestellt. So weist die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie schon mit dem gewähl­ten Thema auf das Anliegen der vollumfänglichen Information hin. „Wirklich Klappse?" heißt es in diesem Jahr.
Besucher können eine Kinder-und Jugendstation sowie Thera­pie- und Schulräume besichti­gen. Es werden verschiedene Therapieformen vorgestellt (z.B. die tiergestützte Therapie), psychologische Tests zum Auspro­bieren anderes mehr angeboten.
Neben den zahlreichen Aktivi­täten auf der zentralen Wiese im Gelände werden vor allem Fachvorträge angeboten. Im Anschluss gibt es Zeit für individu­elle Gespräche.
Die fachspezifischen Vorträge behandeln die Themen Autis­mus, Aufmerkamkeits-defizitsyndrom (ADHS) und Sucht im Ju­gendalter.
Alle Interessierten - vor allem auch Schulen - sind herzlich zum Besuch im Klinikum einge­laden.9
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Öffentlichkeitsarbeit


Cornelia Kabis
Bahnhofstr. 1a
07646 Stadtroda

Telefon: 036428 - 56 11 06
Fax:        036428 - 56 11 02

eMail: c.kabis@asklepios.com

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OTZ vom 29.09.2006

Einblicke in psychiatrische Welten

Kinder- und Jugendpsychiatrie stellt sich bei Tag der Begegnung in Asklepios-Klinikum vor

Von OTZ-Redakteur
Axel Ukena

Stadtroda. Mit Trommelwir­bel und chinesischem Gong wur­den gestern die Besucher zum Tag der Begegnung im Asklepios Fachklinikum Stadtroda begrüßt.
Die akustische Einstimmung oblag diesmal den Hauptakteu­ren der Veranstaltung: den hier betreuten Kindern und Jugendli­chen.
Die kleinen und größeren Pati­enten öffneten sich ganz speziell, sie quasi luden in ihre Zimmer und Therapieräume, sie ließen die Besucher teilhaben an ihrem Alltag. Der stellt sich aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen anders dar. Er ist geprägt von Therapien, die eingebettet in Schulunterricht, Sport, Spiel und Freizeit, einen breiten Rah­men einnehmen.
Diplompsychologin Ulrika Rudat gab bei Rundgängen Besu­chern
Einblicke, welcher Zugang auch bei schwer traumatisierten Kindern möglich ist.
Eine Therapieform ist die Mu­sik. Trommeln, Schlagzeug, Querflöte und anderes waren gestern für ein kleines Orchester aufgebaut. Ausgelassen wurde darauf musiziert, aber gleichfalls aufmerksam zugehört und mitge­klatscht. Über die Noten und den Rhythmus fanden Akteure und Zuhörer schnell zusammen - ein Anliegen der Therapie.
„Wer nicht spricht, kann sich über die Instrumente austauschen, egal, ob man selber spielt oder nur zuhört", erläutert Vio­lette Thielemann. Ihre Musikthe­rapie wird von allen Altersgrup­pen sehr gut angenommen. Seit zehn Jahren ist sie damit am Krankenhaus tätig.
Das Krankenhaus ist in diesem Jahr aber auch auf den Hund ge­kommen. Genauer gesagt, sind es schon zwei, welche zu Therapie­zwecken regelmäßig große und
kleine Patienten besuchen. Es sei erstaunlich, wie sie dabei Patien­ten öffnen oder Hyperaktive zur Ruhe kommen. „Und auch uns Schwestern tut der Hund gut, wir bauen dabei Stress ab", betont Schwester Renate Heimesaat.
Natürlich gab es gestern weit mehr als diese Therapieformen zu sehen. Kleine Stände informierten u.a. auch darüber, was im Falle einer Krankenhausbe­treuung nötig ist. es konnten psy­chologische Tests ausprobiert werden und Fachvorträge über Autismus, zum Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) und zu Sucht im Jugendalter besucht werden.
Bei all dem konnte auch die Frage beantwortet werden -„Wirklich Klappse?" Diese pro­vozierende Frage hatten Asklepios-Geschäftsführer Jens Betker sowie KJP-Chefarzt Dr. Bernd Lutter zur Eröffnung gestellt, welche bei Patienten Ängste aus­drückt vor Spott und Hänselei.
Doch die Sorge darum war zu­mindest beim gestrigen Tag un­begründet. Spätestens bei der Musik fanden Patienten und Be­sucher schnell zusammen.
Der einjährige Therapiehund "Ben" stand vorallem bei den Kinder im Mittelpunkt.

links: Die Musik findet zunehmend größere Bedeutung bei der therapeutischen Behandlung.

rechts: Die „Sunlight-Band" begeisterte zum Tag der offenen Tür und spielte dabei so manchen Wunschtitel. (Fotos: OTZ)