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Von OTZ-Redakteur Axel Ukena
Stadtroda. Mit Trommelwirbel und chinesischem Gong wurden gestern die Besucher zum Tag der Begegnung im Asklepios Fachklinikum Stadtroda begrüßt. Die akustische Einstimmung oblag diesmal den Hauptakteuren der Veranstaltung: den hier betreuten Kindern und Jugendlichen. Die kleinen und größeren Patienten öffneten sich ganz speziell, sie quasi luden in ihre Zimmer und Therapieräume, sie ließen die Besucher teilhaben an ihrem Alltag. Der stellt sich aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen anders dar. Er ist geprägt von Therapien, die eingebettet in Schulunterricht, Sport, Spiel und Freizeit, einen breiten Rahmen einnehmen. Diplompsychologin Ulrika Rudat gab bei Rundgängen Besuchern
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Einblicke, welcher Zugang auch bei schwer traumatisierten Kindern möglich ist.
Eine Therapieform ist die Musik. Trommeln, Schlagzeug, Querflöte und anderes waren gestern für ein kleines Orchester aufgebaut. Ausgelassen wurde darauf musiziert, aber gleichfalls aufmerksam zugehört und mitgeklatscht. Über die Noten und den Rhythmus fanden Akteure und Zuhörer schnell zusammen - ein Anliegen der Therapie. „Wer nicht spricht, kann sich über die Instrumente austauschen, egal, ob man selber spielt oder nur zuhört", erläutert Violette Thielemann. Ihre Musiktherapie wird von allen Altersgruppen sehr gut angenommen. Seit zehn Jahren ist sie damit am Krankenhaus tätig. Das Krankenhaus ist in diesem Jahr aber auch auf den Hund gekommen. Genauer gesagt, sind es schon zwei, welche zu Therapiezwecken regelmäßig große und |
kleine Patienten besuchen. Es sei erstaunlich, wie sie dabei Patienten öffnen oder Hyperaktive zur Ruhe kommen. „Und auch uns Schwestern tut der Hund gut, wir bauen dabei Stress ab", betont Schwester Renate Heimesaat. Natürlich gab es gestern weit mehr als diese Therapieformen zu sehen. Kleine Stände informierten u.a. auch darüber, was im Falle einer Krankenhausbetreuung nötig ist. es konnten psychologische Tests ausprobiert werden und Fachvorträge über Autismus, zum Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) und zu Sucht im Jugendalter besucht werden. Bei all dem konnte auch die Frage beantwortet werden -„Wirklich Klappse?" Diese provozierende Frage hatten Asklepios-Geschäftsführer Jens Betker sowie KJP-Chefarzt Dr. Bernd Lutter zur Eröffnung gestellt, welche bei Patienten Ängste ausdrückt vor Spott und Hänselei. Doch die Sorge darum war zumindest beim gestrigen Tag unbegründet. Spätestens bei der Musik fanden Patienten und Besucher schnell zusammen. |