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OTZ vom 07.12.2006

Dankeschön für Ehrenamtliche

Thüringer Regionalgruppe der Parkinson-Vereinigung lud gestern ins Fachklinikum ein

Stadtroda
(OTZ/Schöler). Den Ehrenamtlichen ein Dankeschön zu sagen, hatte im Jahr 2000 Klaus Möller, Landesvorsitzen­der der Deutschen Parkinson-Vereinigung e.V., die erste Ver­anstaltung organisiert. Gestern fand bereits die sechste statt, wie­derum im Asklepios Fachklini­kum Stadtroda, das damit laut Chefarzt und Ärztlichem Direk­tor Dr. Udo Polzer seine Verbun­denheit mit der Parkinson-Verei­nigung ausdrücken will. Und er gab auch schon die Zusage als Gastgeber für 2007.
Rund 200 Parkinson-patienten aus Thüringen, die in den Kon­taktstellen und Regionalgruppen ehrenamtlich tätig sind, Angehörige und Begleitpersonen wur­den am Nachmittag im Felsen­kellersaal zur Jahresabschluss- und Dankeschönveranstaltung begrüßt.
Am Vormittag gab es im Klini­kum ein Gespräch im 
kleinen Kreis. Dabei seien psychische Störungen im Verlauf der Parkin­sonkrankheit und die Möglich­keiten der Behandlung im Klini­kum besprochen worden, berichtete Magdalene Kaminski, die 1. Bundesvorsitzende der Deutschen Parkinson-Vereini­gung e.V. Weiterhin habe man das Thema Parkerleichterungen für Parkinson-Patienten ange­sprochen. Nur wenige von ihnen seien als „außergewöhnlich gehbehindert" anerkannt, was die Parkerleichterung nach dem Ge­setz möglich mache. Doch müsse diese Regelung - etwa durch der Streichung des Zusatzes „außer­gewöhnlich" - auf alle Parkin­sonpatienten ausgedehnt wer­den. Er wolle sich dafür einsetzen, dass dies thüringen weit durchgesetzt wird, ver­sprach gestern Dr. Paul Brock­hausen, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen im Thüringer Sozialministerium.
Im Verlauf des Jahres sind zwei weitere Parkinsongruppen hin­zugekommen, so dass es in Thüringern jetzt 19 Regionalgruppen und acht Kontaktstellen mit 700 bis 800 Mitgliedern gibt, informierte die 2. Landesvorsitzende Marlis Grimmer unter anderem. In Stadtroda und Apolda seien die Kontaktstellen anerkannt worden, so dass sie jetzt als Regi­onalgruppen arbeiten können.
Am Vormittag hatten die Teil­nehmer der Jahrsabschlussfeier die Möglichkeit, sich im Klini­kum umzusehen und Erfahrun­gen mit anderen Gruppen auszu­tauschen.
Am Nachmittag standen Vor­träge zur medikamentösen Be­handlung von Parkinson und zu Problemen der Krankheitsbewäl­tigung auf dem Programm wie auch ein gemeinsames Kaffee­trinken und kulturelle Darbie­tung.

OTZ071206

Dr. Udo Polzer, Chefarzt und Ärztlicher Direktor, begrüßt die Teilnehmer der Jahres-abschlussveranstaltung der regionalen ParkinsonVereinigung im Asklepios Fachklinikum Stadtroda. (Foto: OTZ/Schott)
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