|
Stadtroda (OTZ/Schöler). Warme orange-gelbe Farbtöne wechseln sich ab. Sie sollen den Patienten beruhigen, ihm die Angst vor der Untersuchung nehmen. Das Lichtkonzept gehört zu dem Computer-tomographen, den das Asklepios Fachklinikum Stadtroda in seinem Funktionsbereich Radiologie in Betrieb genommen hat.
Das neue Gerät mit einer Investition von rund 350 000 Euro sei ein weiterer Bestandteil zur Sicherung des Fach-klinikums in Stadtroda, sagt Geschäftsführer Jens Betker zur kleinen Einweihungsfeier. Das vorherige Gerät sei nicht mehr das neueste gewesen und habe auch nicht mehr den diagnostischen Anfor- |
derungen entsprochen, begründete Betker zudem die Investition. Radiologin Dr. Lore Höfer berichtet von einer schwierigen Entscheidungsfindung, in die jedoch ihr
Mit dem neuen CT ist eine erhebliche Erwei-terung der Diagnostik möglich.
Radiologin Dr. Lore Höfer
Team mit einbezogen worden war, „Hier steht unser Wunsch-CT", bedankte sie sich bei Geschäftsführung und Klinikleitung, die sich gerade für dieses hochmoderne Mehrzeilen-Gerät entschieden haben.
Damit gebe es wesent-lich mehr Möglichkeiten der Diagnostik. „Wir können sehr dünne Schichten fahren, unter einem Millimeter", |
spricht Dr. Höfer insbesondere Untersuchungen von Knochen an. Sehr schöne Bilder bekom-me man aus dem Bereich der Lunge. Damit lasse sich beispielsweise eine Medikamenten-Diagnose bei Parkinson stellen, um mögliche Nebenwirkungen auf die Lunge frühzeitig zu erkennen. Es gebe auch sehr gute Programme zur Gefäß-darstellung, etwa bei Schlaganfällen.
Was den Patienten besonders freuen wird: Die Zeit der Unter-suchung lässt sich mit dem neuen CT wesentlich verkürzen. „Benötigte man vorher zehn Minuten, sind es jetzt drei Minuten", vergleicht Dr. Höfer.
Das zusätzlich instal-lierte Lichtkonzept sei von den bisher |
Untersuchten positiv bewertet worden. Die Farbvarianten, ob ruhiger, friedlicher oder peppiger - dies werde vor allem von jungen Leuten gewünscht - kann vom Patienten selbst ausgewählt werden.
Die Investition sei vor allem für die Behand-lung der Patienten in der Region ein Gewinn, wurde betont. Sie brauchen nun nicht mehr nach Jena oder Eisenberg. „Wir können alle Untersuchungen machen", wandte sich Dr. Höfer zur offiziellen Inbetriebnahme an die anwesenden niedergelassenen Ärzte.
Er hoffe, dass die Ärzte das Angebot auch annehmen, erklärt MdL Wolfgang Fiedler (CDU). Das neue CT sei eine „wichtige Geschichte für die Region". |