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OTZ vom 08.10.2006

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Im gestern eröffneten Medizinischen Versorgungszentrum der Asklepios-Kliniken in Räumen der Volkssolidarität in der Kurzackerstra­ße 12 in Pößneck-Ost wirken Dr. Renate Renner (I.), Dipl.-Med. Achim Bittersmann und Dr. Sybille Reich (r.). (Fotos [2]: OTZ/Marius Koity)

Kürzere Wartezeiten beim Nervenarzt

Neues Medizinisches Versorgungszentrum zweiter Asklepios-Standort in Pößneck
Von OTZ-Redakteur
Marius Koity

Pößneck.
In Pößneck öffnete ein weiteres Medizinisches Ver­sorgungszentrum (MVZ) seine Pforten. Es ist die erste Betriebs­stätte der zu diesem Zweck ge­gründeten Asklepios MVZ Thü­ringen GmbH, die wiederum eine Tochtergesellschaft der Asklepi­os Fachklinikum Stadtroda GmbH ist. Die ersten Patienten wurden am Mittwoch empfangen und gestern wurden die Räume in einem Gebäude der Volkssoli­darität in der Kurzackerstraße 12 mit einer Feier eingeweiht.
In dem MVZ mit über 400 Qua­dratmetern praktizieren drei Me­diziner. Eine nervenärztliche Praxis besetzt Dr. Renate Renner, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, und als hausärztli­che Internistin wirkt Dr. Sybille Redlich, Fachärztin für Innere Medizin. Dritter im Bunde ist Dipl.-Med. Achim Bittersmann, der für die Psychiatrische Institutsambulanz in dem Haus zutändig ist. Diese Ambulanz, hieß es, ist eine Abteilung des Fach­klinikums aus Stadtroda und er­gänzt das Angebot der Tageskli­nik für Psychiatrie, die Asklepios im Mai in der Pößnecker Marien­straße 12 eröffnet hatte.Die Ärzte im MVZ kommen vom Fachklinikum aus Stadtroda und Dr. Udo Polzer, Ärztlicher Direktor

 
dieses Fachklinikums, stellte sie als „sehr qualifiziert" vor.
 
Wir schließen eine Versorgungslücke im Saale-Orla-Kreis.
Jens Betker, Geschäfts-führer der Asklepios Fach-klinikum Stadtroda GmbH
 
Den Ärzten stehen fünf Mitarbeiterinnen zur Seite, weitere Kräfte könnten noch hinzukom­men, gab Jens Betker, Geschäftsführer der Asklepios Fachklini­kum Stadtroda GmbH, zu verste­hen. Er schließt einen „Ausbau" des Standortes nicht aus, in den - Schätzungen zufolge - etwa 250 000 Euro investiert wurden.Die Asklepios-Kliniken nehmen mit den zwei binnen kurzer Zeit eröffneten Standorten in Pöß­neck im psychiatrischen Bereich offensichtlich den Wettbewerb mit den Thüringen-Kliniken auf. Jens Betker erläuterte, dass in Gesprächen mit dem Sozialpsy­chiatrischen Dienst des Saale-Orla-Kreises und mit niedergelasse­nen Ärzten sowie bei der Be­obachtung des Marktes „deutli­che Versorgungslücken" im ambulanten psychiatrischen und neurologischen Bereich festge­stellt worden seien. Mit dem „kompakten Angebot unter ei­nem Dach" in Pößneck-Ost sol­len diese Lücken geschlossen werden. Patienten könnten jetzt von kürzeren Wartezeiten ausge­hen. Auch der „große Bedarf" auf dem Gebiet der Kinder-
und Ju­gendpsychiatrie könne jetzt bes­ser gedeckt werden. Ferner sol­len „umfassende Strukturen" in der ambulanten Versorgung altersdementer Patienten aufge­baut werden, „leider ein Wachs­tumsbereich", wie Helmut Weißbrich, Geschäftsführer der Volks­solidarität Pößneck, sagte.
Das MVZ sei „sehr kurzfristig" eingerichtet worden, hieß es. Die Volkssolidarität sei nicht zuletzt politischen Bemühungen in die­ser Sache nachgekommen. Die früheren Räume des Hortes und des Teeny-Treffs in Pößneck-Ost seien für das MVZ innerhalb von sechs Wochen umgebaut wor­den. Hort und Teeny-Treff befin­den sich jetzt im Obergeschoss des zweigeschossigen Gebäudes.
Beim Rundgang durch das MVZ schätzten niedergelassene Ärzte die medizinische Ausstat­tung des Hauses anerkennend, aber auch etwas wehmütig als „top" ein. Sämtliche Geräte seien neu, bestätigte Jens Betker. An­sonsten fielen die künstlerisch anspruchsvollen Malereien in den Fluren und in den etwa fünf­zehn Behandlungsräumen auf. Wie zu hören war, habe eine Ga­leristin eigens für dieses MVZ ein künstlerisches Konzept entwi­ckelt und entsprechend 30 Bilder mehrerer Künstler ausgewählt.
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