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Grundsteinlegung Neubau der Klinik für Forensische Psychiatrie vom 06.04.2006
 
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Dr. Manfred Ziepert mit der Kupferschatulle die im Grundstein versenkt wurde.

Fotos: Kaiser
Minister Klaus Zeh (links) und Chefarzt Dr. Manfred Ziepert beim dritten Hammerschlag. Dieter Steinbrück, Niederlassungs-leiter von Bilfinger und Berger, über-gibt dem Ärtzlichen Direktor Dr. Udo Polzer einen Scheck über 1500 € für den Hilfsverein "Die Brücke"

Grundstein für neue Klinik (OTZ vom 07.04.2006)
Gestern offizieller Akt an der Baustelle Maßregelvollzug des Asklepios Fachklinikums

von OTZ-Redakteurin
Monika Schöler

Stadtroda. Seit 2002 ist die Klinik für Forensische Psychiatrie in Stadtroda in Planung. Jetzt sind schon erste Konturen sichtbar. Gestern wurde für den Neubau der Grundstein gelegt.
Man sei der Stadt sehr dankbar für ihre Unterstützung. Habe sie doch das Grundstück zur Verfügung gestellt, auf dem nun der Maßregelvollzug errichtet werde kann. Es sei nicht alltäglich, dass ein solcher Bau inmitten einer Stadt entstehen könne. Das setze ein großes Maß an Vertrauen vo¬raus, sagte Volker Thesing, der als scheidender Geschäftsführer des Asklepios Fachklinikums die
Grundsteinlegung noch. - mit vornahm.
Insgesamt werden in dem Neubau 80 Plätze entstehen. Bislang sind es 70. Im April 2005 begann die erste Bauetappe mit dem Umbau der ehemaligen Umformerstation zum Technikgebäude und Fuhrpark des Klinikums. Das bisherige Laborgebäude wird im Zuge des Neubaus abgerissen und erhält im Gelände ebenfalls ein neues Domizil.
Der Maßregelvollzug wird rund 21 Millionen Euro kosten, vorfinanziert von Asklepios. Der Freistaat refinanziere die Summe
in den nächsten Jahren über die Pflegesätze, informierte Thesing weiter. Und er hatte auch noch ein paar andere Zahlen parat. So seien bislang für den Neubau 20000 Kubikmeter Erde ausgehoben worden, davon 4000 Kubikmeter Fels. Das Ganze sei auf 2500 Lkw. abtransportiert worden. An Material seien 8800 Kubikmeter Beton, 900 Tonnen Stahl und 500 Quadratmeter Holz verbaut worden. Der Kran stelle mit seinen 35 Metern den derzeit höchsten Punkt der Stadt dar. Trotz Wahrung der notwendigen Funktion und Sicherheit werde sich das Gebäude gut ins städtebauliche Bild einfügen, blickte Volker Thesing voraus. Er lobte in diesem Zusammenhang das Bautempo des Generalunternehmers Bilfinger und Berger.
Der Neubau sei eine Maßnahme, die dem Freistaat seit längerem unter den Nägeln brenne, erklärte Thüringens Gesundheitsund Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU). Thüringen sei Vorreiter bei der Privatisierung psychiatrischer Kliniken und damit des Maßregelvollzuges. Auch andere Bundesländer interessierten sich bereits für diesen Weg,
 erklärte Zeh, dass sich der Trägerwechsel bewährt habe. Insbesondere Asklepios gehe sehr sensibel und kompetent mit dem Thema Maßregelvollzug um.
Das Fachklinikum halte 550 Betten vor und sei größter Arbeitgeber in der Stadt, appellierte MdL Wolfgang Fiedler (CDU) an Minister Zeh, im Zuge des Krankenhausplanes die Stadtrodaer Einrichtung hinsichtlich ihrer Bettenzahl nicht anzutasten.
Die jetzige Forensische Abteilung sei sehr beengt, was für Patienten wie für Mitarbeiter belastend sei, erklärte der Ärztliche Direktor Dr. Udo Polzer, dass man Patienten des Maßregelvollzuges nicht als solche zweiter Klasse behandeln dürfe. Der Neubau biete nicht nur für die Forensik wesentlich bessere therapeutische Bedingungen. Es werde auch mehr Platz für Patienten im Klinikum selbst geschaffen, nannte Dr. Polzer die geplante Sanierung des Haupthauses, sobald der Maßregelvollzug ausgezogen ist. Eine Aufgabe für die Zukunft sehe er in einer Institutsambulanz für die Nachsorge von Patienten der Forensischen Psychiatrie.

Zeh: Thüringer Modell macht von sich reden (TLZ, 07.04.2006)
Grundstein für den Neubau des Maßregelvollzugs gelegt

Von Bruno Skirl

Stadtroda. (tlz) Für den Neubau der Klinik für Forensische Psychiatrie der Asklepios Fachklinikum Stadtroda GmbH ist gestern der Grundstein gelegt worden. Die traditionellen drei Hammerschläge nahmen der Thüringer Minister für Soziales, Familie und Gesundheit Dr. Klaus Zeh und der Chefarzt der Klinik für Forensische Medizin, Dr. Manfred Ziepert, gemeinsam vor. Die Klinik soll 2007 fertig gestellt sein. Generalun-ternehmer für das Bauvorhaben ist Bilfinger Berger. Zeh hatte in seinem Gruß wort erklärt, der Anfang 2002 vollzogene Wechsel der traditionsreichen Stadtrodaer Fachklinik in die Asklepios-Trägerschaft habe sich bewährt. „Durch den Trägerwechsel hat das Land die Rahmenbedingungen dafür
geschaffen, dass hier und an den anderen Forensischen Kliniken Thüringens kräftig investiert werden kann. Ohne einen Trägerwechsel wäre das so nicht möglich gewesen", sagte Zeh. Mit der Privatisierung sei eine deutliche Verbesserung des Maßregelvollzugs verbunden, der jedoch weiterhin eine hoheitliche Aufgabe des Landes bleibe. Asklepios handele sehr kompetent und sehr umsichtig, sagte der Minister.
Stadtroda verlegt über 70 Plätze im Maßregelvollzug. Mit Fertigstellung des Neubaus werden es 80 sein. An den drei Standorten Stadtroda, Mühlhausen und Hildburghausen werden nach den Worten von Zeh insgesamt 308 Behandlungsplätze zur Verfügung stehen.
Die Gesamtkosten betragen allein in Stadtroda über 21,2 Millionen Euro. Dieses Inves-
titionsvolumen wird nach den Worten von Geschäftsführer Volker Thesing von der Asklepios-Gruppe finanziert und in einem Zeitraum von mehr als 25 Jahren über die Pflegesätze refinanziert. Minister Zeh sagte, für dieses bundesweit einmalige Modell habe sich inzwischen auch das Land Schleswig-Holstein entschieden und Brandenburg werde sehr wahrschein-lieh demnächst folgen.
Der Ärztliche Direktor des Asklepios-Fachklinikums, Dr. Udo Polzer, setzte sich für den Aufbau der ambulanten Versorgung für jene Patienten ein, die nach vielen Jahren stationärer Behandlung entlassen werden können. Damit die Psychiatrische Klinik als Ganzes die Aufgaben im Massregelvollzug erfüllen kann brauche sie die Angebote in voller Breite und ein garantiertes Vesorgungsgebiet.

Grundstein für Maßregelvollzug gelegt (AA vom 12.04.2006)
Großes vertrauen fundamentiert

AA/-kv-. 2500 Lkw-Ladungen Erde und Fels wurden bewegt, 1100 Lkw-Ladungen Beton, 900 Tonnen Stahl und 50 Kubikmeter Holz bisher verarbeitet auf der wohl momentan größten Baustelle in Stadtroda: am Asklepios-Fachklinikum beim Neubau der Forensischen Psychiatrie. Das Krankenhaus investiert nicht nur in Größenordnungen, sondern ist zudem der größte Arbeitgeber der Stadt.
Viele Dankesworte wurden ausgesprochen, sowohl vom scheidenden Geschäftsführer Volker Thesing als auch von Leiter der Forensik, Dr. Manfred Ziepert. Sie richteten sich als erstes an die Mitarbeiter des Klinikums, an die Stadt, die das Areal zur Verfügung stellte, auf dem der Neubau unentwegt wächst, an die Bauleute für ihre gute Arbeit, an die Bürger der Stadt für ihr großes Vertrauen in die Arbeit der Ärzte, Therapeuten und Schwestern und in die Sicherheit, die mit dem Maßregelvollzug verknüpft ist. „Es ist nicht alltäglich, dass ein Bau dieser Art mitten in der Stadt entstehen kann, so Thesing. Trotz der Wahrung der notwendigen Funktionen, die zu erfüllen seien, werde sich der Komplex gut in das städtische Bild einfügen.
Gesundheitsminister Klaus Zeh bei der Grundsteinlegung: „Durch den Trägerwechsel hat das Land die Rahmenbedingungen geschaffen, dass hier und an den anderen Forensischen Kliniken Thüringens kräftig investiert werden kann. Ohne diesen wäre das nicht möglich gewesen. Wichtig ist, dass sich durch den Neubau in Stadtroda die Kapazität vergrößern wird. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden es 80 Plätze im Maßregelvollzug sein, an allen drei Standorten in Thüringen in naher Zukunft 308." Die Gesamtinvestition in Stadtroda beträgt über 21 Millionen Euro. Der Neubau bietet künftig wesentlich bessere therapeutische Bedingungen.
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