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Neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten des Asklepios Fachklinikums Stadtroda
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Betriebsratsvorsitzender Frank Wagner erläutert während der Betriebs-versammlung den anwesenden Beschäftigten den neuen Tarifvertrag der vorher feierlich unterzeichnet wurde.
Gerda Kanzleiter von der Dienstleistungsgesellschaft verdi und Dieter Brenneis, Verhandlungsführer der Asklepios-Gruppe, unterschreiben den neuen Tarifvertrag für die über 500 Beschäftigten des Fachklinikums.
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Von links nach rechts: OÄ Gabriele Schaarschmidt (Betriebsrätin), Garde Kanzleiter (verdi), Dieter Brenneis (Asklepios), Jens Betker (Geschäftsführer AFK Stadtroda) und Volker Thesing (Reginonalgeschäftsführer).
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OTZ vom 24.07.2006

Tarifvertrag für Stadtroda steht

Asklepios-Geschäftsführung und Gewerkschaft verdi unterzeichnen Vertragswerk

Von OTZ-Redakteur
Axel Ukena

Stadtroda. Der Akt war eigentlich nur noch Formsache, die Vorbereitung dafür dauerte allerdings zweieinhalb Jahre.

Zur gestrigen Betriebs-versammlung unterzeichneten im Felsenkellersaal des Asklepios Fachklinikums Stadtroda die beiden Verhandlungsführer Gerda Kanzleiter (verdi) und Dieter Brenneis, Leiter der Zentralen Dienste - Arbeits- und Tarifrecht - der Asklepios-Gruppe, einen neuen Haustarifvertrag für die hier 550 Beschäftigten.

"Ich glaube, wir haben damit einen Kompromiss für beide Seiten gefunden, der akzeptabel ist. Wichtig war für uns, aus dem starren BAT-Ost herauszukommen", so Verhandlungsführerin Gerda Kanzleiter.

Sie sprach von einem modernen Vertrag, welcher damit gelungen sei. "Er ist dynamisch und damit auch weiterentwickelbar." Der neue Vertrag enthält Gehaltserhöhungen und ist variabel bei Sonderzahlungen.

"Das Weihnachtsgeld setzt sich aus einem Fixbetrag sowie je nach Betriebserfolg dem Einschnitte betreffen den Servicebereich wie Küche, Reinigung, Hol- und Bringe-dienst, Telefondienst. Hier habe man sich den allgemeinen Bedingungen angepasst, werde ein Abschmelzen der Gehälter künftig nicht ausbleiben.

"Wir bleiben aber weiter über der tariflichen Grenze", betonten dazu alle Seiten, dass man der sozialen Verantwortung gegen-über den hier Beschäftigten Rechnung trage. Und: Man wolle keine fremde Bewirt-schaftung, sprach Volker Thesing, Regionalgeschäfts-führer Ost und einer der Wegbereiter des Vertrages, dazu. "Wir wollen, dass das auch in Zukunft so bleibt." Gelungen sei, dass die Mitarbeiter in diesem Bereich nicht dem Outscoring zum Opfer fallen. Ein Bestands-schutz ist zunächst für sechs Jahre vereinbart. Die gehalt-liche Schere gehe allerdings jetzt weiter auseinander, so Gerda Kanzleiter abschließend.

Dieter Brenneis befürwortete haustarifliche Verträge und begründet.

"Die Standorte sind unterschiedlich und es herrschen andere Voraus-setzungen." Es sei ein Vertrag entstanden, der sich sehen lassen kann, worin Argumente von beiden Seiten einflossen, würdigte der Verhandlungsführer der Asklepios-Gruppe.

"Dass jetzt Arbeiter und Angestellte gleichgestellt sind, war ein wichtiges Ziel in diesem Vertrag", stellte Jens Betker, Geschäftsführer des Klinikums in Stadtroda, gegenüber OTZ heraus. Alles andere sei nicht mehr zeitgemäß. Gleiches beziehe sich auf die Entgeltregelung, wobei jetzt die Berufserfahrung und nicht mehr das Lebensalter maßgebend sei.

Insgesamt sechs Verträge waren gestern zu unter-zeichnen. Neben solchen zu Arbeitszeiten Urlaub, Entgelt u.a. auch zu Fort- und Weiterbildung.

"Natürlich hätten wir gern einen Flächentarifvertrag vereinbart. Das ist im Moment nicht erreichbar." Gerda Kanzleiter, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft verdi.

TLZ vom 27.07.2006

Tarifeinigung im Klinikum in Stadtroda

Langer Streit wurde endlich beigelegt

Stadtroda. (tlz) Nach fast zweieinhalbjähriger Verhand-lungsdauer haben sich das zum Krankenhauskonzern Asklepios gehörende Fachklinikum Stadtroda und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf einen Haustarifvertrag für die 550 Beschäftigten geeinigt. Das teilte die Gewerkschaft gestern mit.

Künftig 150 Euro Urlaubsgeld

Danach wird das Unternehmen 0,25 Prozent der Brutto-Lohnsumme plus fünf Arbeitstage pro Mitarbeiter für interne und externe Bildungsmaßnahmen aufwenden. Neben den monatlichen Vergütungen erhalten die Beschäftigten künftig ein Urlaubsgeld von 150 Euro und eine jährliche fixe Sonderzahlung zwischen 52,5 Prozent einer Monatsvergütung für die unteren Entgeltgruppen und 30 Prozent für die höheren Entgeltgruppen. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter durch eine variable Sonderzahlung, die zurzeit bei 85
Prozent eines Monatsgehaltes liegt, direkt am Unternehmenserfolg beteiligt. Der neue Haustarifvertrag löst den seit Übernahme des Klinikums durch Asklepios unverändert geltenden BAT-0 beziehungsweise MTArb-0 ab.
„Mit dem neuen Tarifvertrag haben wir zukunftsorientierte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter des Asklepios Fachklinikums Stadtroda geschaffen", sagte ver.di-Ver-handlungsführerin Gerda Kanzleiter. Besonders wichtig sei, dass jetzt für Arbeiter und Angestellte gleiche Arbeitsbedingungen gelten. Allerdings seien die Gespräche der letzten zweieinhalb Jahre nicht immer konstruktiv gewesen. Doch sei jetzt ein Kompromiss gefunden worden, mit für beiden Seiten ak-zeptablen Bedingungen. Etwas Dynamisches sei entstanden, das weiterent-wickelt werden kann.
Asklepios-Verhandlungsführer Dieter Brenneis sagte, das Unternehmen habe Desonderen Wert auf die Bildung und Qualifizierung des Fachpersonals gelegt.
TLZ vom 27.07.2006

Haustarifvertrag für Fachklinik

Asklepios einigt sich mit Gewerkschaft

Stadtroda. (dpa/tlz) Für die 550 Beschäftigten der Asklepios Fachklinik Stadtroda (Saale-Holzland-Kreis) ist ein Haustarifvertrag abgeschlossen worden. Der rückwirkend zum 1. Juni geltende Vertrag sehe Gehaltsverbesserungen für Ärzte vor, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit. Ungelerntes nicht-ärztliches Personal muss demnach teilweise finanzielle Einbußen hinnehmen.
Das ehemalige Landeskrankenhaus für, Psychiatrie und Neurologie war Anfang 2002 privatisiert worden. Nach Angaben von ver.di-Verhandlungsführerin Gerda Kanzleiter erhalten Ärzte als Berufseinsteiger ein monatliches Grundgehalt von 3275 Euro brutto bei einer 40-Stun-den-Woche. Der Haustarif liege damit etwas über dem Kürzlich geschlossenen Tarifvertrag für Universitätsärzte. An der Klinik arbeiten rund 40 Ärzte. Alle Beschäftigten erhalten Urlaubsgeld von 150 Euro, eine jährliche feste Sonderzahlung
von bis zu 52,2 Prozent einer Monatsvergütung sowie eine variable Sonderzahlung von derzeit 85 Prozent eines Monatsgehaltes.
Die Tarifverhandlungen liefen über zweieinhalb Jahre. Für Beschäftigte der untersten Einkommensgruppen wurde laut Gewerkschaft als Ausgleich für finanzielle Verschlechterungen ein fünfjähriger Kündigungsschutz ver-' einbart. Der Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2007, darüber hinausgehende Regelungen etwa zur Altersteilzeit gelten bis 2011. Bis! zum Abschluss des Haustarifvertrages hatte in dem einstigen Landeskrankenhaus der Bundesangestelltentarif-Ost unverändert weiter gegolten. Die Ärztegewerkschaft Mar-; burger Bund hatte kürzlich! beim Wochenlangen Streik der Universitätsärzte ein Gehalt von 3200 Euro für Berufsanfänger bei einer 42-Stunden-Woche ausgehandelt.