Von OTZ-Redakteurin Monika Schöler Stadtroda. Es sehe von vorn aus wie ein Schiff, das sei es aber definitiv nicht Es ähnele eher einem abgerundeten Dreieck, beschrieb Jens Betker den Laborneubau, der gestern auf dem Gelände des Asklepios Fachklinikums Stadtroda eingeweiht wurde. Einen Spitznamen habe aber das neue Gebäude in Laborkreisen: Schmuckkästchen. Dem könne man sich unbedingt anschließen, fügte der Geschäftsführer des Klinikums hinzu. Als einen weiteren Baustein im Rahmen der Modernisierung des Fachklinikums bezeichneten MdL Wolfgang Fiedler (CDU) und Ärztlicher Direktor Dr. Udo Polzer das neue Labor. Das architektonisch imposante Gebäude war als Ersatzmaßnahme im Rahmen |
der Forensischen Abteilung innur sieben Monaten durch die Firma Bilfinger und Berger erdichtet worden. Das alte Haus musste dem Bau des neuen Maßregelvollzugs weichen. Seit Oktober 2005 wird das medizinische Labor privat betrieben von Dr. Wolfgang Schultis und Dr. Martin Roskos, ärztlicher Leiter vor Ort. Die Umstrukturierung sei zum einen aus der finanziellen Notwendigkeit heraus geschehen. Man müsse effizienter arbeiten und sich deshalb größeren Strukturen anschließen, begründete Dr. Schultis die Abkehr von kleineren Labors. Zum anderen - und das sei der Hauptgrund der Umstrukturierung - sei die Labormedizin ein immer breiter werdendes Feld mit immer mehrSpezialgebieten, dessen Komplexität von einem Labor nicht abgedeckt werden könne. So hat sich das Stadtrodaer Labor nebenden Leistungen für |
das Fachklinikum, die weiterhin erbracht werden, zum Liquorzentrum (Verfahren zur Untersuchung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit) spezialisiert und arbeitet innerhalb des Laborverbundes „synlab". Die insgesamt neun Mitarbeiter erbringen die spezielle Labordiagnostik thüringenweit für 50 bis 60 Einsendelabors, vor allem aus Kliniken. Ebenso arbeite man im Bereich Forschung, wolle dabei auf dem Gebiet der liquordiagnostik weiter die Nase vorn haben, sagte Dr. Schultis. Er hob positiv hervor, dass der langjährige Leiter der Einrichtung, Dr. Ernst Linke, im Rahmen des wissenschaftlichen Beirates weiterhin beratend tätig ist. Das neue Laborgebäude bietet nun optimalere Arbeitsabläufe gegenüber dem Altbau. Die Arbeitsplätze befinden sich auf einer Ebene, so dass vor allem auch kurze Wege gesichert sind.
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