In der Praxis können eine Reihe von Beschwerden auf Schlafstörungen hindeuten oder mit Schlafstörungen einhergehen. So können zum Beispiel das Nachlassen der Leistungsfähigkeit und die Minderung der Aufmerksamkeit Zeichen gestörten Schlafes sein. Für den behandelnden Arzt sollte die Maxime gelten, dass nicht die alleinige Bewertung der Funktion „Schlaf“ von Wichtigkeit ist, sondern gleichwertig der Funktion „Wachheit“ am Tage Rechnung getragen wird. Die Ätiologie von Schlafstörungen reicht von psychischen Störungen, die reaktiver Natur sein können, über die Psychosen, bis hin zu schweren neurologischen und internistischen Krankheiten. Selbst wenn klinisch eine spezifische Schlafstörung besteht, können eine Reihe von zusätzlichen neuro-psychiatrischen oder körperlichen Faktoren zu ihrer Verstärkung beitragen. Je nach Schweregrad und Art können bei Schlafstörungen auch internistische und neurologische Komplikationen bis hin zu Organdefekten auftreten. Einige Krankheiten zeigen Schlafstörungen als Frühwarnzeichen (z. B. Depressionen). Entsprechend dieser Komplexität gibt es eine Vielzahl verschiedener Diagnosen im Bereich der Schlafstörungen.
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