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Schlaflabor
 
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Mit der Einrichtung eines schlafmedizinischen Labors in Stadtroda besteht jetzt die Möglichkeit Schlafstörungen auch in der Region Ostthüringen abklären zu lassen. Die Diagnosestellung folgt der Internationalen Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD).
Der Behandlungsschwerpunkt ist auf neurologisch und psychiatrisch bedingte Schlafstörungen ausgerichtet. Die Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie von atmungsbedingten Schlafstörungen sind ebenfalls gegeben.

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Diagnose von Schlafstörungen
 
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In der Praxis können eine Reihe von Beschwerden auf Schlafstörungen hindeuten oder mit Schlafstörungen einhergehen. So können zum Beispiel das Nachlassen der Leistungsfähigkeit und die Minderung der Aufmerksamkeit Zeichen gestörten Schlafes sein.

Für den behandelnden Arzt sollte die Maxime gelten, dass nicht die alleinige Bewertung der Funktion „Schlaf“ von Wichtigkeit ist, sondern gleichwertig der Funktion „Wachheit“ am Tage Rechnung getragen wird.

Die Ätiologie von Schlafstörungen reicht von psychischen Störungen, die reaktiver Natur sein können, über die Psychosen, bis hin zu schweren neurologischen und internistischen Krankheiten.

Selbst wenn klinisch eine spezifische Schlafstörung besteht, können eine Reihe von zusätzlichen neuro-psychiatrischen oder körperlichen Faktoren zu ihrer Verstärkung beitragen. Je nach Schweregrad und Art können bei Schlafstörungen auch internistische und neurologische Komplikationen bis hin zu Organdefekten auftreten. Einige Krankheiten zeigen Schlafstörungen als Frühwarnzeichen (z. B. Depressionen). Entsprechend dieser Komplexität gibt es eine Vielzahl verschiedener Diagnosen im Bereich der Schlafstörungen.
Chefarzt



 
Dr. med. Udo Polzer

Oberarzt


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Gregor Werner

Was erwartet Sie im Schlaflabor

 
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Die Anamnese nimmt im diagnostischen Vorgehen eine zentrale Stellung ein und bestimmt u. a. die weitere Diagnostik sowie den Behandlungsplan. Der Patient wird unter neurologisch-schlafmedizinischer Fragestellung ärztlich und psychologisch untersucht.

Im Weiteren erfolgt die Ableitung von mindesten zwei Polysomnographien, wobei die erste unter anderem zur Gewöhnung an das procedere dient. Je nach Ergebnis werden in der zweiten Nacht die validen Daten erhoben und schon eventuelle Therapien begonnen. Zu einer so genannten Standardableitung der Polysomnographie gehören:
  • EEG : mindestens 2 Kanäle
  • EOG: horizontale Ableitung
  • EMG: Kinn
  • Atmung an Nase und Mund mittels Atemfühler und an Thorax und Abdomen mittels Dehnungsgürtel
  • EKG (Brustwandableitung)
  • Larynx-Mikrophon zum Aufzeichnen des Schnarchens
  • EMG des M. tibialis anterioris zur Erkennung periodischer Beinbewegungen
  • Pulsoximeter (Sauerstoffsättigung des Blutes) optional:
  • Drucksensor zur Ermittlung des Maskendruckes bei Patienten mit CPAP-Therapie.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, das Schlafverhalten des Patienten mittels Infrarot-Kamera zu dokumentieren, so dass Lageänderungen, Atembehinderungen, epileptische Anfälle und andere Ereignisse, die u. U. im Schlaf auftreten, beobachtet werden können.

Im Schlaflabor wird der Patient ausführlich zu Schlafgewohnheiten, Schlafstörungen und Tagesbefindlichkeit befragt. Der Patent wird gebeten, ein Schlaftagebuch zu führen, in das er Zubettgehzeit, Aufwachzeit und gegebenenfalls Gedanken vor dem Einschlafen und Träume einträgt. Um die Beeinträchtigung während des Tages abschätzen zu können, werden Vigilanztests durchgeführt. In Fällen mit besonders stark ausgeprägter Tagesmüdigkeit wird ein Multipler Schlaf Latenz Test (MSLT) oder ein Multipler Wachheitstest (MWT) durchgeführt.

Die Dauer des weiteren Aufenthaltes richtet sich nach Art und Schwere der Schlafstörung und den nötigen Therapien.
Kontakt und Anmeldung
Asklepios Fachklinikum Stadtroda
Abteilung für Neurologie
Bahnhofstr. 1a
07646 Stadtroda

Leiter: Dr. med. U. Polzer
Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Neurologie, Gerontopsychiatrie und Schlafmedizin

Sekretariat Tel:
03 64 28 / 56 - 13 75

Schlafmedizinisches Labor:
/ 56 - 13 37
Ambulanz : montags 16-18.00 Uhr
Klassifikation von Schlafstörungen
 
 
Insomnien (auch Hyposomnien) bezeichnen Ein- und Durchschlafstörungen, oder das Gefühl, trotz adäquater Schlafdauer nicht erholt zu sein.

Hypersomnien bezeichnen die exzessive Schläfrigkeit während des Tages oder in seltenen Fällen verlängerte Übergangszeiten vom Aufwachen bis zur völligen Wachheit.

Parasomnien bezeichnen alle Dysfunktionen in Verbindung mit Schlaf, Schlafstadien oder partiellem Erwachen (Angstträume, Schlafwandeln etc.).
Diagnostisches Procedere
 
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  • 1. Erstkontakt:
    • Exploration und Anamnese
    • einfache technische Verfahren (EKG, Labor)
  • 2. Folgekontakt:
    • Schlafprotokoll, Tagebuch
    • psychologische Testung
    • Fremdanamnese
    • körperliche Untersuchung
    • besondere technische Verfahren (CT, Lungenfunktion etc.)
  • 3. Labor für Schlafmedizin