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Das Bobath-Konzept in den Asklepios Kliniken Schildautal:


     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Bobath - Konzept ist ein neurophysiologisches Konzept, das bei Pat. mit neurologischen Erkrankungen Anwendung findet.
 

Es basiert auf zwei Säulen :

:: Hemmung: abnormen Muskelonus reduzieren

:: Anbahnung: normale Bewegungen vorbereiten und ermöglichen

 

Als 24 h Konzept muß es allen Mitgliedern des Rehabilitationsteams in seinen Grundsätzen bekannt sein. Es verlangt viel Zeit, Geduld und Einsatz vom Pat. wie von den Therapeuten.

 

Bei vielen neurologischen Erkrankungen ist das Hauptmerkmal der Bewegungsausfall in Form von Hemi- oder Tetraplegie.

 

 

Bewegung
wird verstanden als Auslösung eines für den Menschen spezifischen Bewegungsmusters (z.B. zugreifen, aufstehen, gehen).

 

Bewegung eines Körperteils gegen einen anderen setzt zudem eine Haltung voraus. Haltung wiederum setzt einen Tonus voraus. Haltung und Tonus sind Voraussetzung und Begleitung von Bewegung.

 

Weitere Voraussetzungen für Bewegung, sind intakte motorische Bahnen und intakte Sensorik.
 

Die Reizaufnahme durch Auge, Ohr, Geschmack, Geruch, Gelenkrezeptoren ist wichtig für die Orientierung des Körpers im Raum und zur Wahrnehmung der Umgebung, aber auch zur Wahrnehmung des eigenen Körpers. So wird ein Abbild der Umwelt und ein Abbild des eigenen Körpers im Gehirn entworfen.

 

Wichtig ist es, eine Reizüberflutung des Pat. zu vermeiden, um eine Wahrnehmung des eigenen Körpers und der Umwelt zu verbessern.

 

Sensorik und Motorik ergänzen sich so stark, daß man nur von Sensomotorik sprechen sollte.

 

 

Die Behandlung nach dem Bobath-Konzept geht davon aus, daß es möglich ist, dem Pat. zur kontrollierten Bewegungen zu verhelfen und ihn so von pathologischen Symptomen, wie Spastizität und unkontrollierten, überschießenden Bewegungen, zu befreien.

 

Die Behandlung wird in drei verschiedene Stadien eingeteilt.

 

:: Im ersten Stadium, dem sogenannten pseudoschlaffen Stadium, ist der Pat. in der Regel noch bettlägerig. Es gilt den Tonus durch Stimulationsmaßnahmen aufzubauen und selektive Bewegungen zu aktivieren. Spezielle Lagerungen und Handhabungen des Pat. sind in diesem Stadium schon so gewählt, dass sie einer sich entwickelnden Spastik entgegenwirken und dem drohenden Schulter- / Armsyndrom vorbeugen.

 

:: Im zweiten, spastischen Stadium müssen reflexhemmende

Bewegungsmuster sowie reflexhemmende Bewegungskombinationen einsetzen. Ziel ist die Tonusregulierung, wobei die Therapie nicht passiv sein darf. Nebst Hemmung von Spastizität, Bahnung von Bewegung müssen Gleichgewichtsreaktionen wie die Stützreaktion angebahnt werden. Die betroffene Seite soll mit Hilfe von Gleichgewichtsverlagerung stimuliert werden.

 

:: Im dritten Stadium, dem Stadium der Restsymptomatik, geht es um Koordinationsprobleme, um Verlust der Kontrolle und Hemmung, speziell bei Angst, Aufregung, Anstrengung. Es geht darum, erlernte Funktionen zu automatisieren. Erst dann kann der Pat. sich bewegen, ohne zu denken.

 

 

Die Hemiplegie

Bei einem Schlaganfall kommt es einerseits zu einer lokalen Störung, eine spezifische Leistung fällt aus, z.B. die Sprache oder die Bewegung der Hand. Zusätzlich zu der lokalen Störung kommt es aber auch zu einer Gesamtdesintegration des Gehirns, die Hirnleistung an sich ist gestört.

 

Haltung, Tonus, Gleichgewichtsreaktion, alles, was der Mensch im Laufe seiner Kindheit erworben hat, kann ausgefallen sein.

 

Dies führt zu einer Enthemmung der Reflexe. Das Hauptsyndrom dieser Enthemmung ist die Spastizität mit den assoziierten Reaktionen und den sogenannten Massenbewegungen.

 

Zu dieser Enthemmung kann der Verlust der Sensibilität kommen.

 

Das Gehirn ist so angelegt, daß für gewisse Leistungen eine Seite dominant zu sein scheint, für andere Leistungen wiederum die Intaktheit und Verbundenheit beider Hälften nötig ist. Die Zusammenarbeit der beiden Hirnhälften ist durch den Schlaganfall gestört. Der Mensch hat seine für ihn typische Bilateralität verloren.

 

Schließlich kann es zu neuropsychologischen Störungen wie Apraxie, Agnosie, Amnesie und Aphasie kommen.

 

Für den Pat. bedeutet der Schlaganfall den Verlust der Körperintegrität. Er bekommt verschiedene Informationen von beiden Seiten, er hat die Kontrolle über eine Körperhälfte verloren. Er hat Angst, zur Seite zu fallen. Er zieht sich mental auf die gesunde Seite zurück, er versucht zu kompensieren.

 

 

Das Bobath-Konzept geht davon aus, daß die betroffene Seite dennoch zu gebrauchen ist.

:: Besonders in der Frühphase darf möglichst keine Kompensation zugelassen werden, der Pat. ist durch Einbeziehen der betroffenen Seite zur Bilateralität zurückzuführen.

 

:: Das Gehirn kann lebenslang lernen. Der betroffenen Seite muß deshalb möglichst viel Information zugeführt werden, sie muß beachtet und mit einbezogen werden.

 

::Einer Spastik muß durch sachgerechtes Lagern entgegengearbeitet werden.

 

 

Wichtige Prinzipien beim Handling nach Bobath

:: Alle Maßnahmen, Lagerung, Mobilisation, Transfer werden körpernah ausgeführt.

 

:: Enger Körperkontakt vermittelt Sicherheit

 

:: Großflächigen, festen Griff einsetzen.

 

:: Klare und kurze Anweisungen an den Pat. geben, Eindeutigkeit

 

::Für ein ruhiges Umfeld sorgen, der Pat. muß sich konzentrieren können.
 

Kontakt:

Frau Margret Drüge

Pflegedienstleitung

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

38723 Seesen

 

Telefon: 0 53 81 / 74 13 82

Telefax: 0 53 81 / 74 15 09

Email: Frau Drüge

 

 

Herr Jürgen Krokowski

stellv. Pflegedienstleitung

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

38723 Seesen

 

Telefon: 0 53 81 / 74 15 49

Telefax: 0 53 81 / 74 15 09

Email: Herr Krokowski

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