Basale Stimulation in der Pflege ist eine kompetente Pflege. Sie hilft dem Menschen, der gepflegt werden muß und demjenigen der pflegt. Als Grundgedanke der Basalen Stimulation gilt, über den Körper eine ganzheitliche Vermittlung von Erfahrungen und Eindrücken in Gang zu setzen. Das Konzept dient der Förderung und Begleitung aller Menschen, die in ihrer Fähigkeit zur Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation eingeschränkt sind.
Das Konzept spricht die grundlegenden Wahrnehmungs-bereiche an:
:: somatische Stimulation Wahrnehmung über die Haut
:: vibratorische Stimulation Wahrnehmung über das Knochensystem
:: vestibuläre Stimulation Wahrnehmung über das Gleichgewichtsorgan
:: taktil - haptische Wahrnehmung greifen und begreifen über die Hände
:: auditive Wahrnehmung hören
:: orale Wahrnehmung den Mund fühlen
:: olfaktorische Stimulation (Geruchs- und Geschmackssinn)
:: visuelle Stimulation (sehen und erkennen)
Der Mensch als Individum kann nur durch seine Wahrnehmung, durch sensorische Information in Bezug zu seiner Umwelt treten. Ein Mangel an diesen Reizen hat katastrophale Auswirkungen auf die Gesamtsituation und Rehabilitation des Patienten. Verwirrtheitszustände, Halluzinationen und Verkennungen, Vigilanzverlust mit Rückgang der intel-lektuellen Fähigkeiten, sogar andauernde Bewußtlosigkeit können die Folge sein.
In der Auseinandersetzung und Anwendung des Konzeptes wird pflegerisches Handeln neu strukturiert und dem Patienten zur Verfügung gestellt. Es ist anwendbar in allen Bereichen der Pflege, ganz besonders aber bei schwerstbeeinträchtigten Menschen, bei Patienten mit Langzeiterkrankungen und aufwendiger Pflege.
Ziele im pflegerischen Alltag sind:
:: positiver Einfluß auf Patienten in Unruhe- und Verwirrtheitsphasen
:: Verlängerung und Vertiefung von Schlafphasen der Patienten
:: Normalisierung des Tag- / Nachtrhythmus
:: Konzentrationsfähigkeit der Patienten verbessern
:: Kommunikationsfähigkeit verbessern
:: Verbesserung der Körperwahrnehmung
:: Beobachtung und Dokumentation von Veränderungen im
Krankheitsverlauf
In den ASKLEPIOS Klinik Schildautal findet das Konzept seine Anwendung besonders im Bereich der Neurologischen Frührehabilitation und auf der Intensivstation. Die Praxisanleitung und Begleitung der Pflegenden erfolgt durch die AG für Basale Stimulation in der Pflege. Sie bearbeitet aktuelle Probleme und ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Konzeptes. Schulung der MA findet in enger Zusammenarbeit am und mit Patienten statt.
Verantwortlich für Praxisanleitung und Schulung:
Roswitha Michels (Krankenschwester), Olaf Barthel (Krankenpfleger)
Praxisanleiter/in für Basale Stimulation in der Pflege
NFR Telefon: 05381 - 741231 / 741011
Mitarbeiter der Arbeitsgruppe
Wiebke Horn, Bianca Gollin
NFR St. 3 Telefon: 05381 - 741231
Alexandra Stumpf, Olaf Barthel, Ina Beier-Pletz
NFR St. 10 Telefon: 05381 - 741011
Ansprechpartner für die Stationen:
Neurologie Station 2 Ina Beier-Pletz
Rehabilitation Station 3 Ina Beier-Pletz
Neurologie Station 4 / Stroke Unit Roswitha Michels
Gefäßchirurgie Station 6 Alexandra Stumpf
Neurochirurgie Station 7 Olaf Barthel
Neurologie Station 8 Bianca Gollin
Intensiv Station 9 Wiebke Horn