Unsere Krankenpflegeschule bietet ein einwöchiges Seminar im Lehrfach „Anatomie“ an. In dieser Unterrichtseinheit werden unterschiedliche Organe seziert und auf ihre anatomischen Strukturen hin untersucht. Das erleichtert das Lernen und ist zudem eine willkommene Abwechslung zum übrigen Unterrichtsgeschehen. Gelegentlich fahren wir auch in die Universitätsklinik nach Göttingen, um dem anatomischen Institut einen Besuch abzustatten.

Wie die neue Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger/In“ bereits zum Ausdruck bringt, setzen wir gemäß der neuen Ausbildungsrichtlinien den Schwerpunkt auf gesundheitsförderndes Verhalten.
In der Kinästhetik werden gesundheitsfördernde Ansätze vermittelt, die zu einem bewussteren Umgang mit sich selbst, aber auch mit dem Patienten beitragen sollen. Herkömmliche Bewegungsrituale führ(t)en oft zu Stress, Nackenverspannungen und Rückenschmerzen. Sie sollen der Vergangenheit angehören. Wir nehmen mit der Kinästhetik ein zukunftweisendes Fach in eine interessante Ausbildung auf.
Auch die Basale Stimulation ist aus dem Lehrplan nicht mehr wegzudenken. Die Basale Stimulation soll kranken Menschen beispielsweise sensorische Angebote machen, die ihrer Befindlichkeit entsprechen, damit die Wahrnehmung verbessert werden kann. Welche Möglichkeiten Sie dazu haben, lernen Sie bei uns. Konzepte wie Basale Stimulation und Kinästhetik erhöhen die Handlungskompetenz der Pflegenden.
Durch die an unsere Schule angegliederte Schildautal Klinik, in der Patienten auch mit Schlaganfällen oder Kopfverletzungen behandelt werden, können wir einen weiteren, besonderen Ausbildungsschwerpunkt anbieten, das Bobath- Konzept: Es setzt nicht nur auf das Erkennen pathologischer Bewegungsmuster, sondern auch auf den Rehabilitationsprozess.
Gesundheitsentwicklung, Förderung der Beweglichkeit, Bewältigung des Lebensalltags sind Kernaufgaben, denen wir uns täglich auf das Neue in der theoretischen und praktischen Ausbildung stellen.
Richtungsweisend ist auch das Primary nursing, welches die Asklepios Kliniken im LBK Hamburg praktiziert. Jeder Patient wird von seiner primär verantwortlichen Pflegeperson darüber informiert, worauf sich die pflegerische Verantwortung im Pflegesystem Primäre Verantwortung bezieht (Pflegeplanung und Umsetzung während der gesamten Ausbildungsdauer, direkte Kommunikation mit anderen Berufsgruppen, Entlassungskoordination).
Die Integrative Validation (IVA) wird zunehmend durch die immer häufiger auftretenden Demenzen in den Vordergund der Ausbildung rücken. Bei der Integrativen Validation nach Nicole Richard handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Validation nach Naomi Feil. Feil entwickelte die Validation in den 60er Jahren in den USA. Die IVA ist eine behutsame Umgehensweise mit demenzkranken, älteren Menschen. Die IVA geht davon aus, dass die Grundlage des Kontakts zu diesen Menschen darin besteht sie wertzuschätzen und ein vertrauensvolles Klima in der Kommunikation und im Kontakt mit ihnen zu schaffen.
Demenz Erkrankte äußern Ihre Befindlichkeit über die Gefühlsebene, diese ist direkt und unmittelbar spürbar. Ein Demenz Erkrankter wird von Gefühlen und Antrieben geleitet. Pflegende Personen können erlernen diese wahrzunehmen.Mit den Methoden der IVA werden diese Gefühle validiert. Validieren heißt: bestätigen, wertschätzen, annehmen, akzeptieren.
"Die Augen sind die Wege des Menschen, die Nase ist sein Verstand". Hildegard von Bingen wusste bereits vor 800 Jahren von der Wirkung aromatischer Düfte zu berichten. Die Aromatherapie beschäftigt sich mit der therapeutischen Anwendung von natürlichen Duftstoffen, entsprechend den Prinzipien der Natturheilverfahren. Wir sind aufgeschlossen für Alterantive Pflegemethoden und implementieren sie in unser Ausbildungskonzept.
Die Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis in der dreijährigen Ausbildungszeit wird dadurch verbessert, dass jeweils für unsere SchülerInnen zuständige PraxisanleiterInnen verantwortlich sind. Sie übernehmen verstärkt die Vermittlung praktischer Inhalte und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die SchülerInnen werden zudem vom Schulpersonal in der Praxis begleitet, sodass sie eine lebendige Verquickung von theoretischer und praktischer Ausbildung erfahren. Zwei- bis dreimalige jährliche Treffen zwischen Lehrern/Lehrerin und Praxisanleiter gewährleisten einen regelmäßigen Informationsaustausch zur Ausbildungssituation.
Die Schule verfügt über zwei Computer-Arbeitsräume mit Internetanschluss sowie eine schuleigene Bibliothek.